Freitag, 11. März 2011

Bunte Klebestreifen


Tape (oder ganz herkömmlich: Klebestreifen) klebt inzwischen ja fast an jeder Wand. Grund genug für mich, auch einmal etwas dazu zu schreiben.

Die ersten Tape-Arbeiten, die mir auffielen, waren die Gespinste, die 2010 von den Designern der Numen- Gruppe erschaffen wurden - futuristische, transparente Spinnenhöhlen. Wäre ich Theater-Intendant, ich ließe ein Stück schreiben, damit ich so ein Netz bespielen könnte.


Als ich dann die ersten Arbeiten mit farbigem Klebestreifen entdeckte, war ich schlichtweg begeistert. Die Künstlerin Rebecca Ward baut und definiert mit dem Tape Regenbogen-Räume.
Ich war gewillt, selbst einmal etwas zu kleben, doch konnte man die bunten Rollen damals nur in Amerika bestellen. Die Idee verflüchtigte sich etwas.




Inzwischen scheint das Hobby, alles mit buntem Klebestreifen zu bekleben dem Scrapbooking den Rang abzulaufen. So hat sich beispielsweise die letzte Ausgabe der Marie Claire Idées mit vielen farbenfrohen Seiten dem Thema verschrieben. Und die "MilchMädchen" freuen sich, verkaufen sie doch das Material dazu. Jetzt könnte ich also auch einmal - allein, jetzt da es fast alle tun, hat es ein wenig seinen Reiz verloren. So ist es ja irgendwie immer.
Da fällt mir aber direkt Punkt 12 meines gestrigen Posts ein und dazu der Satz: Study the work of others to understand it, not to duplicate it. Aha.




Und schon finde ich eine Idee, die mir dann doch wieder richtig gut gefällt. Die niederländische Stylistin Eline Pellinkhof hat dieses Stickmuster zwar mit dem Pinsel aufgetragen, aber man könnte es auch aus lauter Klebestreifen-Stückchen kleben.



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