Mittwoch, 23. April 2014

Seltsame Verknüpfungen – Bücher und Sterbehilfe

Heute zum Welttag des Buches ist mein Thema ein trauriges und nachdenkliches, denn manchmal sind die Verknüpfungen des Lebens mannigfaltig.


Die schöne Frau auf dem Bild ist Monika Prause. Sie leitete die Buchhandlung am Markt in Darmstadt. Neben ihr steht mein erster Roman "Weißwasser", den ich gemeinsam mit Jan Off schrieb. Monika Prause lebt nicht mehr. Am 8. Juni 2013 beschloss sie, nicht ihr Leben, aber ihr Leiden zu beenden. Warum auf diesem Bild mein Roman neben ihr steht, weiß ich nicht. Aber als mir meine Freundin gestern einen Brigitte-Artikel über die Entscheidung Monika Prauses mitbrachte, war da dieses Bild und plötzlich gibt es diese Verknüpfung.

Da ich Mitglied der Büchergilde bin und der Buchladen am Markt darum "mein" Buchladen der Stadt ist, bekomme ich hin und wieder Post davon. Im Juni letzten Jahres das letzte Mal – eine Mail von Monika Prause, die sich bei ihren Kunden verabschiedete, weil sie aus gesundheitlichen Gründen den Laden nicht mehr weiterführen wollte und konnte und mit der Bitte, ihrer Nachfolgerin die Treue zu halten. Unterschrieben war er mit "Ihre Monika Prause". Nur wenige Zentimeter unter diesen letzten Worten war die Todesanzeige. Ich saß wie vom Donner gerührt vor dem Rechner. Später erfuhr ich von meiner Freundin Meike, dass Monika Prause schweren Krebs hatte. Aber dass es so schnell gegangen war, schockte uns beide sehr.

Letztens erzählte Meike von einem Brigitte-Artikel über Strebehilfe in der Schweiz – die Geschichte von Monika Prause. "Sie ist mit ihrer Familie dorthin gefahren. Darum ging alles so schnell. Und stell dir vor, dabei ist ein Bild von Monika Prause und neben ihr steht dein Buch." Gestern brachte sie mir diesen Artikel mit.
Daraus erfuhr ich, wie krank Monika Prause war. Dass sie letztendlich nur drei Möglichkeiten hatte, von denen ich nicht eine einzige hätte ertragen können: Entweder eine schwere, gefährliche OP, die die vom Krebs zerfressene Wirbelsäule stützen sollte, den Krebs nicht besiegen würde und eine Querschnittslähmung auslösen konnte. Oder der unausweichliche Bruch der Wirbelsäule mit unerträglichen Schmerzen und absoluter Hilflosigkeit zu jedem Zeitpunkt. Oder ein selbstbestimmtes Sterben in Würde, solange das noch möglich war.
Wie schwer diese Entscheidung war, wie es sich anfühlt, den Tod zu wählen und einen Menschen in diesen zu begleiten, das erzählen Monikas Mann und ihre Söhne im berührenden Artikel.

Draußen scheint die Sonne. Alles fühlt sich frei und fröhlich und lebendig an. Vielleicht gehe ich nachher mal in die Buchhandlung am Markt und kaufe mir ein Buch. Ist ja immerhin dessen Tag heute.

Meinen Roman "Weißwasser" (eine Liebesgeschichte aus zwei Sichtweisen) kann man übrigens im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude zusammen mit meinen vier Kinderbüchern geschenkt bekommen. Wer sein Glück versuchen möchte, bitte hier entlang.

Mittwoch, 9. April 2014

Buchpaketgewinn – mein Beitrag für Blogger schenken Lesefreude

Auch in diesem Jahr mache ich bei der tollen Aktion "Blogger schenken Lesefreude" zum Welttag des Buches mit. Und weil ich Autorin bin, gibt es natürlich meine Bücher zu gewinnen – und zwar 5 Stück auf einmal. Dazu Weltretter- und Stadtteilritterbuttons. Yeah! Der Tulipan-Verlag spendiert übrigens zwei der Bücher! Danke schön!
Im einzelnen findet Ihr in meinem Buchpaket natürlich meinen Bestseller "Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet". Auch das zweite Abendteuer von Kurt, Sandro und Tilda aka die Prinzessin im Dschungel Amazoniens ist dabei ("Letzten Montag habe ich das Böse besiegt" vom Verlag gespendet). Den dritten Band gibt es leider noch nicht, den schreibe ich gerade und der erscheint erst im September diesen Jahres. Dafür bekommt Ihr mein neuestes Buch "Julia und die Stadtteilritter" (ebenfalls vom Verlag gespendet!). Außerdem könnt Ihr Euch über mein erstes Kinderbuch freuen "Herr Klopstock, Emma und ich". Und auch für die Großen gibt es etwas. Nämlich mein allererstes Buch, das ich 2006 zusammen mit Jan Off schrieb "Weißwasser". Längst vergriffen, aber noch immer eine ganz besondere Liebesgeschichte aus zwei Perspektiven.
Mit dieser Aktion möchte ich natürlich den Welttag des Buches feiern, mich aber auch einmal bedanken, dass ich meinen Traum leben und Bücher schreiben darf.


Und so funktioniert es:
* Ab sofort bis 23.59 Uhr am Sonntag, dem 27. April, kann man hier auf dem Blog oder unter dem entsprechenden Post auf meiner Facebookautorenseite einen Kommentar hinterlassen, warum man gerne mein Buchpaket gewinnen möchte. Klar, weil wir alle gerne lesen. Aber warum ausgerechnet meine Bücher? Habt Ihr schon davon gehört? Schwärmt der Freund des Sohnes davon? Seid Ihr neugierig? Wollt Ihr es mit der Bande teilen? Ihr wisst schon, was ich meine.
* Offiziell dürfen keine Minderjährigen mitmachen. Kids, das bedeutet, Ihr müsst Eure Eltern zwingen, sich hier zu äußern. Aber "Weißwasser" dürft Ihr auf keinen Fall lesen. Versprochen?
* Damit es hier gerecht zugeht, darf pro Familie nur einer mitmachen.
* Teilnehmen dürfen alle aus Deutschland und Europa. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich das wegen der Portokosten etwas einschränke.
* Der Gewinner wird natürlich ausgelost. Nonsense-Kommentare gehen nicht mit in den Lostopf. Klar.
* Die Auslosung findet am 24. April statt. Der Gewinner bekommt erst eine Mail und später ein Paket von mir.
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und ich behalte mir vor, die Aktion im Notfall abzubrechen.
Viel Glück!

Meine Bücher im Einzelnen:


Gerade als der 8jährige Moritz beschlossen hat, dass jetzt alles gut werden soll und niemand sich seinetwegen mehr ärgern muss, zieht ein seltsames Kerlchen einfach in seinem Zimmer mit ein. Er ist klein, grün und immer nass, trägt Zylinder und einen Frack, eine alberne Löckchenperrücke und keine Hose. Er ist immer beleidigt und nennt sich Herr Klopstock. Für andere ist er unsichtbar. Natürlich gibt das alles erst einmal großen Ärger. Als Moritz, Herr Klopstock und Emma schließlich Freunde werden sieht die Welt schon viel besser aus. Doch dann wird Moritz beschuldigt, die Klassenkasse der 6b geklaut zu haben. Nun müssen die drei den wahren Dieb finden. Ab 8 Jahren



Ein modernes Märchen zwischen Fantasy und Krimi rasant, spannend, urkomisch!
Eigentlich ist Kurt ziemlich schlau. Aber dass in seiner Stadt etwas nicht stimmt, hätte er fast übersehen. Glücklicherweise merken seine Freunde Sandro und Tilda, dass alle Eltern ihre Kinder vergessen. Und eines Tages sind die Erwachsenen einfach verschwunden. Die Kinder übernehmen das Regiment. Aber Kurt, Sandro und Tilda finden bald heraus, wer sie eigentlich regiert: eine Horde dunkler Rattenmänner. Ein grandioses Abenteuer, das seine Leser bis zur letzten Seite in Atem hält.


Das zweite Abenteuer meiner Helden: Kurt, Sandro und Tilda sind schrecklich aufgeregt. Denn Kurts Mutter hat sie nach Surinam eingeladen. Und was gibt es Spannenderes, als nach Schätzen zu suchen und Expeditionen in den Dschungel zu machen? Aber im dichten Urwald wimmelt es nicht nur von Vogelspinnen, Riesenschlangen und Jaguaren. Außerdem warten dort seltsame Männchen, fiese Goldsucher und eine Hexe auf sie. Und sie alle scheinen nur eins zu wollen: einen magischen Diamanten finden, der unendliche Kräfte verleiht.



Mein Neuestes: Wegen eines blöden Deutschprojekts gründet Julia eine Bande. Die "helpful gang". Peinlicher Name, oder? Leider wollen da nur die Außenseiter der Klasse mitmachen und der Angeber Paul, der erst vor zwei Wochen in die kleine Stadt kam.
Wie die fünf wirklich gute Freunde werden, wie sie tatsächlich vielen Menschen helfen, obwohl sie das gar nicht merken und eigentlich alles schief geht, und wie sie in allergrößte Gefahr geraten, das erzählen Julia und Paul abwechselnd. Na ja, und dass die beiden sich dann auch noch verlieben, das verrate ich hier mal lieber nicht, ;-). Ab 10 Jahren.



"Architekturstudent Magnus, Ende zwanzig, scheint ein eher oberflächliches Leben zu führen. Im Irrglauben einer nie enden wollenden Adoleszenz gefangen, misst er dem Abhängen mit Freunden jedenfalls mehr Bedeutung zu als den tristen Anforderungen der Universität. Die freiberufliche Graphikerin Anna, Mitte dreißig, wirkt dagegen nur auf den ersten Blick gereifter. Ihre Karriere mag sie im Griff haben, auf der Gefühlsebene aber bestimmen ausgeprägte Ängste und eine geradezu kindliche Naivität das Handeln. So sieht sie in Magnus allen Äußerlichkeiten zum Trotz nicht nur einen verantwortungsbewussten Menschen, sondern auch den zukünftigen Vater ihrer Kinder. Nicht verwunderlich, dass die Beziehung der beiden in der Krise steckt. Als Anna herausfindet, dass Magnus sie betrogen hat, flieht sie tief verletzt nach Portugal, in den Urlaubsort ihrer Kindheit. Er hastet hinterher, um sie zurück zu gewinnen, sieht sich jedoch plötzlich der Konkurrenz zweier Nebenbuhler ausgesetzt. Nach allerlei Turbulenzen bietet ihm Anna schließlich einen Deal an: Sie bleiben ein Paar, doch sie hat einen Seitensprung frei. Magnus ist geschockt, geht aber auf den Handel ein, um sie nicht zu verlieren."


Sonntag, 6. April 2014

Kalte Schnauze (Kalter Hund) einmal ganz anders

Als wir im Winter in Australien waren, aß ich etwas sehr Köstliches. Es erinnerte mich an die Kalte Schnauze (Kalter Hund) meiner Kindheit. War aber doch etwas anderes. Heute habe ich das Ganze einmal ausprobiert.


Man braucht:

400g gute Zartbitter-Schokolade / 100 Kokosfett (Palmin) / 150 g Butter / 4 Eßlöffel Zuckersirup
ca 100g Baiser / 200g Butterkekse / 100g Pistazien


So geht´s:
Im Wasserbad Schokolade, Butter, Kokosfett und Zuckersirup schmelzen.
In eine Schüssel die Kekse grob krümeln, das Baiser hacken und dazugeben und die Pistazien unterheben. Dann 2/3 der Schokomasse gut unterrühren.
Eine Kastenform (oder 2 alte Eisplastikbehälter (wegen des praktischen Deckels) mit Folie auslegen.


Die Masse hineingeben und etwas andrücken. Dann die restliche Schokomasse darüber gießen.
Ab in den Kühlschrank damit und dann muss man leider einige Stunden warten, bis das Ganze fest ist. Am nächsten Tag (oder auch 2 Tage später) ist es sogar noch besser, dann lässt sich die Köstlichkeit auch in saubere Scheiben schneiden. Also für die, die solange warten können.


Donnerstag, 27. März 2014

15 Autoren, die mich beeindruckt haben

Im Facebook wurde ich aufgefordert, ein Kettenbriefspiel mitzuspielen. Ich mache das grundsätzlich nicht gerne. Doch gefragt wurde nach 15 Autoren, die mich in irgendeiner Form beeinflusst, beeindruckt und geprägt haben. Das möchte ich gerne beantworten.



1. Karl May –
Mein lieber Herr Papa las uns Kindern des Abends vor, erst Pipi Langstrumpf, dann Sigismund Rüstig, schließlich Winnetou. Immer las er ein wenig zu kurz, fand ich. Als ich dann endlich alle Buchstaben konnte, schnappte ich mir also den Karl May und las ihn selbst. Zwei Tage und eine Nacht brauchte ich dazu und war süchtig. In der ehemaligen DDR gab es die Bücher nicht zu kaufen. Darum lieh ich mir die kostbaren Erstausgaben von einem Kollegen meines Vater aus. Die Sehnsucht nach der weiten Welt sollte mich nie wieder verlassen.

2. Francoise Sagan –
Tief verstrickt im hormonellen Wirrwarr der Pubertät entdeckte ich mit 14 Jahren die französische Schriftstellerin. Ach, ach, ach. Wie schön war dieses Leiden, wie salzigsüß meine Tränen. Ich las daraufhin Balzac, Proust und Stendhal, weil Francoise von ihnen geschrieben hatte. Blöderweise wollte ich dann mal kurzfristig französische Literatur studieren und wählte Französisch als ersten Leistungskurs. Auweia.

3. Thomas Mann –
ich musste ihn nie lesen, sondern wollte das. Ich verfing mich in die langen Sätze und die Geschichte der Buddenbrooks. Als Mann vor einigen Jahren plötzlich sehr populär wurde, verschloss ich mich den Filmen und Berichten über ihn und sein Leben. Ich wollte nicht wissen, dass er furchtbar unsympathisch war oder Aufzeichnungen über seinen morgendlichen Stuhlgang machte.

4. Kurt Tucholsky –
Schloß Gripsholm bleibt wohl für immer mein Sehnsuchtsort, aber nur zusammen mit Kurt, Karlchen und Billie. Und auch das wunderbare Lottchen möchte ich nicht missen.
Dass der erzählende Held meiner Bücher "Letzten Donnerstag" und "Letzten Montag" Kurt heißt, ist meine Reminiszenz an Herrn Tucholsky.

5. Jack Kerouac –
meine große Liebe. Formuliert habe ich sie hier.

6. Isaak Assimov –
Ich war immer ein ganz großer Fan von Science Fiction Geschichten. In der DDR-Schulbücherei hatte ich innerhalb kürzester Zeit alle russischen Science Fiction Bücher für Kinder ausgelesen. Von den Zukunftsszenarien haben mich die Assimov-Chroniken am meisten und nachhaltig beeindruckt.

7. Ray Bradbury –
Manche Bücher trägt man ein Leben mit sich herum, im Herzen, meine ich. "Der Tod ist ein einsames Geschäft" ist so eines. Ich habe alle Bücher von Bradbury verschlungen und Nächte lang nicht schlafen können.

8. Truman Capote –
Zuerst hatte ich den Film gesehen und war dem Zauber Audrey Hepburns verfallen. Dann erst entdeckte ich den Autoren Capote. Nie konnte die Holly für mich jedoch anders aussehen. Dabei hatte sich Capote selbst Marilyn Monroe gewünscht und fand Frau Hepburn viel zu dünn und unsexy für die Rolle.

9. Douglas Adams –
ich finde Adams´  Humor einzigartig und hätte so gerne viel mehr von ihm gelesen. Ich war sehr traurig, als er starb.

10. John Steinbeck –
Ich verliebte mich in die Menschen um die Cannery Row in Montery – die Prostituierten, die Kleinganoven, die Fischer und Philosophen. Irgendwann fuhr ich dann sogar einmal hin. Sie waren leider nicht mehr da.

11. T.S. Eliot –
Als ich Ende der 90er Jahre in Californien lebte, entdeckte ich Eliot. Tagelang saß ich auf den Cliffs unter mir die Brandung über mir die Sonne. Ich übersetzte The Waste Land ganz für mich allein.

12. T.C. Boyle –
Wassermusik, das Buch, das damals irgendwie jeder las, ging komplett an mir vorbei. Alle anderen habe ich verschlungen.

13. Hermann Hesse –
Unterm Rad musste ich in der Schule lesen und konnte überhaupt nichts damit anfangen. Auch das in jungen Jahren gelesene Sidharta beeindruckte mich nicht sonderlich. Doch dann las ich hochschwanger den Demian. Ach, du liebes Lottchen. Ich war hin und weg. Mein Sohn trägt Demian nun als Zweitnamen. :-)

14. Hakan Nesser –
eigentlich bin ich kein Krimifan. In einem Schwedenurlaub entdeckte ich jedoch Hakan Nesser. Seine irgendwie stillen Bücher ziehen einen ganz langsam in die letztendlich hochspannende Geschichte voller seltsamer Gestalten.

15. Felix de Palma –
der letzte Autor, der mich nachhaltig und unglaublich beeindruckte, der mir atemlose Lesestunden und völliges Abtauchen in Parallelwelten schenkte.

Samstag, 8. März 2014

Die Edition der DTDF – ein Geschenk an mich

Gestern habe ich mir selbst etwas Tolles geschenkt. Und damit auch noch eine feine Sache unterstützt. Heute scheint die Sonne.
Vor zehn Jahren entwickelten vier Menschen im Heimatstädtchen eine phantastische Idee. Sie wollten ein Fotofestival mit besonderem Aspekt schaffen. Das Konzept sah so aus: An einem einzigen Wochenende im April – wenn man schon frohgemut draußen herum wandeln kann, aber noch nicht im Schwimmbad liegen möchte – sollten sich über die ganze Stadt feine oder fulminante aber immer relevante Fotoausstellungen ergießen, die die Menschen an die verschiedensten Orte führen würden. Dort sollten sie nicht nur die Kunst sondern auch die Künstler antreffen. Gesagt, getan. (Also, im Schweiße und mit den Tränen unzähliger mühevoller Wochen organisiert.)
Eine kunstvolle Konzentration, die seitdem ein Aprilwochenende in Darmstadt zu etwas wirklich Spektakulärem macht. Aus inzwischen bis zu 500 internationalen Bewerbungs-Einsendungen kuratieren die Erfinder und Organisatoren des Festivals 12 Ausstellungen mit 50 Künstlern. Die Hauptausstellung findet man im Designhaus an der Mathildenhöhe. Die Firma Merck hat im Rahmen des Ganzen den Merkpreis ausgelobt, der mit insgesamt 10.000 Euro dotiert ist. Vorträge, geselliges Beisammensein und Künstlergespräche ergänzen das Programm. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann den kostenlosen Skoda-Shuttle-Service nutzen.
Inzwischen erfreuen sich die Darmstädter Tage der Fotografie (DTDF) internationaler Bekannt- und Beliebtheit. In diesem Jahr wird das Festival vom 25. bis 27. April unter dem Motto "Reflexion – Ästhetische Referenzen" stattfinden. Ich freue mich schon darauf.
So weit, so wunderbar.

(Kleiner privater Einschub: 2009 entdeckte ich auf der Ausstellung im Designhaus eine Künstlerin, die mich restlos begeisterte –  Mimi Youn. Sie belichtet alte Polaroids und kratzt anschließend Notes und Gedanken in das Material. Hier findet Ihr sie im Archiv auf der Seite der DTDF. Warum ich das einschiebe? Sogleich, sogleich ...)


Kultur zu vermitteln, zu managen und zu organisieren kostet Geld. Obwohl viele Kultur letztendlich genießen und sich darüber freuen, wenn sie gratis angeboten wird (wie die Ausstellungen der DTDF), ist das den meisten nicht bewusst. (Anders kann ich es mir einfach nicht erklären, dass jeder und jede ständig neue Smartphones mit und ohne Ei, neue Schuhe und Taschen herumträgt, aber Kulturmacher verzweifelt die Hände ringen müssen.)
Die Fototage (Kurzform für DTDF) haben aus der Not eine Tugend gemacht und sich etwas ganz Wunderbares ausgedacht. (Und damit zu dem Geschenk an mich selbst.) Sie bieten nämlich eine Fördermitgliedschaft und in Verbindung damit eine Fördermitglied-Edition: je ein Motiv dreier Künstler als einen von 100 signierten 30x24 Print im stabilen Passpartout. Wunderbarerweise haben sie dafür neben
Jan von Holleben (Kongo aus der Serie Superdog)


und Frank Rothe (Waiting for bus)


– Tada! – Mimi Youn (Not this sad) ausgesucht.


Für 120 Euro bin ich nun für ein Jahr Fördermitglied. Das Bild hänge ich in mein Schlafzimmer. Mal sehen, wie die Edition im nächsten Jahr aussieht. Wer auch ein einzigartiges Foto begehrt und die DTDF unterstützen möchte, findet alle weiteren Infos hier

Samstag, 1. März 2014

Quinoa-Salat mit Zucchini, Pinienkernen und Minzdressing

Gestern hatte ich Geburtstag und zur Feier des Tages nette Leute in die Bude geladen. Es war ein wunderschöner, lustiger und auch köstlicher Abend.


Ich war ganz beseelt und weil nur drei Tage zuvor ein Paket mit den Belegexemplaren meines neuesten Buches "Julia und die Stadtteilritter" hier ankam, schenkte ich jedem Gast eines.


Nach dem Essen fragten mich einige nach dem Rezept meines Quinoa-Salates. Quinoa habe ich über Weihnachten in Australien kennengelernt. Ich bat meine Freundin in Sydney, mir das Rezept für meine Feier zu schicken, ging vorher aber schon einmal einkaufen. Leider erinnerte ich den Salat ganz anders und kaufte bis auf den Inkareis (Quinoa), den man übrigens von Alnatura oder im Reformhaus bekommt, nichts, was dann später im Rezept stand. Obwohl, "leider" ist das falsche Wort: Denn der Salat, den ich mir dann einfach ausdachte, war wirklich super lecker.


Man braucht (für eine große Partyschüssel Salat für etwa 12 bis 15 Leute):

500 g Quinoa / Brühe-Pulver (ich benutze Knorr  Delikatess-Brühe) / 150 g Pinienkerne / 3 Zucchinis / 2 Handvoll Basilikumblätter / 3 Handvoll frische Minzblätter / 6 Eßlöffel weißen Balsamico Essig / 12 Eßlöffel Rapsöl / 24 Eßlöffel Olivenöl / 3 Knoblauchzehen / 2 Teelöffel braunen Zucker / Schafskäse

Quinoa mit der entsprechenden Menge Wasser (steht auf der Packung) und entsprechend viel Brühepulver 30 Minuten köcheln lassen, dann in ein Sieb geben und schließlich das Quinoa erkalten lassen.
Die Pinienkerne in der Pfanne rösten.
Zucchinis in dünne Scheiben schneiden, in Rapsöl 3 bis 4 Minuten anbraten, salzen, pfeffern und erkalten lassen.
Im Mixer den Essig, das Öl, den Knoblauch, Zucker und die Minzblätter zu einem feinen Dressing mixen.
Die Basilikumblätter in kleine Stücke zupfen
Wenn alles kalt ist, vermengt man Quinoa und Pinienkerne. Darunter mischt man das Dressing. Vorsichtig die Zucchinischeiben und das Basilikum unterheben.
Wer mag streut noch zerkleinerten Schafskäse obendrauf.
Fertig! Lecker!

Freitag, 21. Februar 2014

Kuchen zur Premierefeier – Cookie-Brownies

Gleich hat mein Sohn Premiere mit einem Theaterstück des Schultheaters. Dafür haben sie beinahe 2 Jahre gearbeitet. Ich bin schon sehr gespannt und aufgeregt. Natürlich gibt es danach eine Feier. Dafür habe ich gerade diese gewünschten Brownies gemacht. Sie sind nämlich echt köstlich. Das Rezept fand ich einst in der LECKER bakery 3/12. Ich habe es ein ganz kleines bisschen abgewandelt, weil meine Backversuche direkt nach Rezept sehr feucht und fettig waren.


Man braucht:

Für den Cookieteig:
125 weiche Butter / 175 g Zucker / ein große Prise Meersalz / 1 Ei / 175 g Mehl / 1 TL Backpulver / 50 g gehackte Zartbitterschokolade /


Für den Brownieteig:
200 g Zartbitterschokolade / 200 g Butter / 3 Eier / 90 g Zucker / Vanillepaste / 80 g Mehl / eine gute Prise Meersalz

250 g Oreo-Cookies (oder einen ähnlichen Keks)

So geht´s:

Zuerst schlägt man die weiche Butter mit dem Zucker und der guten Prise Meersalz schaumig. Ich finde es sehr lecker, wenn das Ganze so einen salzigen Tough hat. Wer das nicht mag, nimmt einfach eine normale Prise Salz. Dann das Ei unterschlagen. Sehr gut schlagen, damit alles schön fluffig wird. (Später mit dem zugefügten Mehl, wird der Teig dann wieder fester).


Mehl und Backpulver mischen und unterheben. nun nicht mehr so viel schlagen, sonst wird´s Kleister. Zum Schluss die gehackte Schokolade untermischen.
Wer mag könnte nun schon aufhören, den Teig in einen Pot Vanilleeis mischen und sich mit dieser himmlischen Mischung auf´s Sofa verkrümeln.


Alle anderen machen so weiter: In eine viereckige Backform (15 x 30 oder 20 x 25 cm) Backpapier hineinfriemeln. Darauf den Teig verschmieren. Okay, das ist ein bisschen nervig, finde ich. Aber mit den Händen geht es ganz gut, :-). Nun die Cookies auf den Teig drücken (dabei kann man ihn auch noch mal ein bisschen begradigen).


In einem Wasserbad (ein wirklich guter Kauf ist so ein Wasserbad-Töpfchen mit rundem Boden) 200 g Zartbitterschokolade und 200 g Butter schmelzen (im Originalrezept steht hier 200 g Kouvertüre (die mag ich aber nicht) und 250 g Butter (das finde ich etwas viel)). Gut verrühren, so dass eine schöne glatte Mischung entsteht. Diese abkühlen lassen.
Ofen auf 175 Grad vorheizen.


Nun die 3 Eier mit dem Zucker und dem Meersalz aufschlagen. (Wer das richtig schaumig hinkriegen will (was aber nicht nötig ist), der muss seine Schüssel und die Wedel mit Seife spülen. Ich habe einfach die benutzte Schüssel wieder genommen. Durch das Fett werden die Eier dann aber nicht schaumig.)
Die Vanillepaste hinzugeben und die geschmolzene Schokobutter. Gut schlagen. Zum Schluss das Mehl hineinrühren.
Das Ganze in die Form über die Kekse geben.


Die Chose 35 Minuten backen.
Achtung: Die Brownies wirken relativ weich (beinahe etwas flüssig), wenn man sie aus dem Ofen holt. Sobald die Butter aber festgeworden ist (1 bis 2 Stündchen im Kühlschrank), hält man ein Stück Himmel in Händen. Aber nicht lange. :-).

Freitag, 31. Januar 2014

11 Fragen

Stefanie Leo stellt nicht nur unzählige Kinder- und Jugendbücher auf ihrer Webseite Bücherkinder vor, sie vernetzt auch die, die etwas mit Kinderbüchern machen, und führt den Blog Lesen Leben Lachen. Nun hat sie mich an einem so genannten Blog Award beteiligt. Ich muss zugeben, ich mag diese Awards nicht besonders. Als ich noch meinen englischsprachigen Blog führte, der sich hauptsächlich mit dem Thema handmade beschäftigte, machte ich bei jedem mit. Natürlich ist der Sinn das Vernetzen. Doch inzwischen hat sich mein Blogprofil sehr geändert. Heute schreibe ich vom Schreibtisch einer Kinderbuchautorin, fotografiere und koche. Ich freue mich über Menschen, die Freude haben, meinen Blog zu lesen. Aber ich interessiere mich nicht mehr für die Anzahl der täglichen Klicks darauf.
Darum möchte ich diesen Award nicht so annehmen, wie gewünscht. Entschuldige bitte, Stefanie. Aber gerne beantworte ich deine 11 Fragen.

1. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?

Ich mag den Frühling, weil das Leben draußen wieder losgeht und die Pflanzen blühen, was das Zeug hält.
Ich mag den Herbst, weil man im Wald Pilze und silberne Altweiberhaare findet.
Ich liebe den Sommer.
Ich mag den Winter überhaupt NICHT!

2. Wohin führt dich deine nächste große Reise?

Da unsere letzte große Reise in die Zukunft am anderen Ende der Welt erst 3 Wochen zurückliegt, wird die nächste große Reise wohl anderer Art sein. Gestern bekam ich eine sehr schöne Mail meiner Agentin. Daraus könnte sich eine tolle Reise entwickeln. Vielleicht verliebe ich mich in diesem Jahr auch? Vielleicht finde ich einen Schatz? Ich bin gespannt.



3. Welche Fähigkeit hättest du gerne?

Im Kleinen wäre ich gerne geduldiger. Im Großen würde ich gerne die Welt retten. Wenn alles möglich wäre, möchte ich gerne fliegen können.


4. Beschreibe dich mit drei Adjektiven!

Ich bin humorvoll, ehrlich und aufbrausend.
Es würde auch mit einem Adjektiv funktionieren: Ich bin lebendig!
Außerdem klettere ich gerne auf Elefanten.



5. Twitter, Facebook, Instagram … auf welche Plattform möchtest du am wenigsten verzichten?

Ich bin im Facebook mit Kollegen und Lesern vernetzt. Da Schreiben gemeinhin ein recht einsames Tun ist, möchte ich darauf nicht verzichten.


6. Welches Buch liegt gerade oben auf deinem Nachttisch?

Ich lese selten nur ein Buch zu einer Zeit. Diese sind meine momentane Lektüre:



7. Gute Vorsätze 2014 – was hast du dir vorgenommen?

Eigentlich gar nichts. Das hatte alles beim letzten Mal nicht funktioniert. Und davor auch nicht, und davor ...

8. Was verbindest du mit dem Wort “Heimat”?

Nicht viel.
Ich habe kein "Elternhaus". Erst verließen wir 1983 die damalige DDR (da war ich 12 Jahre alt), dann sind meine Eltern auch aus der Wohnung gezogen, in der ich meine Pubertät verlebte.
Ich schreibe gerne auf Deutsch und höre andere sehr gerne Englisch sprechen.
Ein Zuhause ist immer dort, wo meine Kinder sind.


9. Was bringt dich zur Weißglut?

HA! LÜGEN!


10. Blogtipps – nenne mir deine drei liebsten Blogs!

Ganz ehrlich? Momentan habe ich leider keine Zeit, Blogs zu lesen. Manchmal stoße ich im Facebook auf einen interessanten Post in irgendeinem Blog. Aber regelmäßig irgendwo dabei zu sein, das schaffe ich gerade nicht.
Ich bin gespannt, wen oder was ich (wieder) entdecke, wenn ich irgendwann einmal in den Armen der Muße weile.

11. Vervollständige diesen Satz: “Es ist nie zu spät …”

... etwas zu ändern!
Das klingt etwas phrasenhaft, aber es ist meine ganze Überzeugung. Darüber habe ich sogar schon nette Bekannte und zwei Freundschaften verloren. Denn nicht jeder kann oder möchte das annehmen. Viele Menschen haben Angst und verharren. Selbst im Unglück. Aber traurig sind sie dennoch. Und leiden. Und klagen. Das macht mich schrecklich unglücklich.

Samstag, 25. Januar 2014

Sahnequarkjoghurt mit Karamellwalnüssen, Bisquit und Lemon Curd

Worin ich ja immer besser werde ist, dass ich auf die Schnelle und aus dem Stegreif ein köstliches Dessert zaubern kann. So etwas muss man als Mama etwas älterer Kinder einfach können. Außerdem sammeln sich hier auch wunderbare Dinge aus vorher einmal umgesetzten Rezepten wie angefangene Lemon Curd Gläser, Dulce de Leche Reste, Walnüsse, halbe Packungen Löffelbisquits und so weiter.
Letztens fragte das Töchterchen also nach etwas Leckerem zum Nachtisch und ich machte dieses Triffle (wenn man so will, könnte man es Triffel nennen).


Das braucht man:

1 Pck. Quark / 1 Becher Sahne / 1 Becher Joghurt / Vanillepaste / 3 Eßlöffel braunen Zucker / 2 Handvoll Walnüsse / 2 bis 3 Eßlöffel Honig / 3 bis 4 Eßlöffel Dulce de Leche (Karamell aus gezuckerter kondensierter Milch) / einige Löffelbisquits /  etwas Limettensirup / etwas Orangensaft / Lemon Curd


So geht das Ganze:

Zuerst gibt man in Dessertschälchen zerbrochenen Löffelbisquit. Darauf träufelt man einige Löffel Orangensaft und Limettensirup.
In einer Pfanne röstet man bei höherer Temperatur grob gehackte Walnüsse. Diese löscht man mit Honig ab und rührt das Ganze gut durcheinander. Dann gibt man noch etwa 2 Eßlöffel der Karamellmasse hinzu und rührt wieder alles gut um. Die Nüsse sollen vom karamellisierten Honig und der Dulce eingehüllt werden. Abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen. Dann Quark, Joghurt, Zucker und Vanille dazugeben und unterschlagen. Die cremige Masse auf die nun weichen Bisquitstücke geben.
Darauf die erkalteten Nüsse legen.
Das Ganze mit etwas Lemon Curd beträufeln.
Fertig! Lecker!

Freitag, 24. Januar 2014

Lesung in Hannover – Frau Herden kommt ins Fernsehen


"Warum möchte Frau Herden denn ausgerechnet in Hannover lesen", fragte die nette Dame vom Kulturamt.
Hmh. Eine ungewöhnliche Frage. Denn eigentlich lese ich quer durch die Republik, überall dort, wohin mich Schulen und Veranstalter einladen. Doch dieses Mal hatte der Verlag angefragt.
Und das kam so: Natascha Geier, Redakteurin des Kulturjournals beim NDR, war auf meinen Blogpost gestoßen, der ganz wunderbar in ihr kommendes Thema mit dem Arbeitstitel "Arme Kinderbuchautoren" passte. Ob ich neben Kirsten Boje daran mitarbeiten würde, fragte sie an. Natürlich sagte ich zu. Denn inzwischen hatte ich über den Zuspruch zum Post erfahren, wie wichtig es wäre, über dieses Thema einmal zu sprechen. Das hatte ich bis dahin noch nicht getan. Dankbar meinen Traumberuf ausüben zu dürfen, hatte ich meine sehr bescheidene finanzielle Lage still akzeptiert und mich über die Unterstützung wunderbarer Menschen, die an mich glauben, gefreut.
Im Rahmen des Berichts sollte eine Lesung gezeigt werden. Am besten irgendwo im Norden. So kam also die Dame vom Kulturamt ins Bild.
Doch es gab tatsächlich noch einen Grund, warum ausgerechnet Hannover: So oft hatte ich hier am Bahnhof gestanden, die Graffiti betrachtet und gedacht: Warum eigentlich nie Hannover? Warum fahre ich hier immer nur durch? Ich wollte hier gerne einmal aus dem Zug steigen.



"Ich hoffe, das Hotel ist besser als die Bilder im Internet", sagte Franziska Rakel vom Verlag. War es nicht. Ist es wahrscheinlich nie. Und ich merkte, dass ich für einiges inzwischen wohl doch zu alt bin. Ich habe keine Probleme mitten im australischen Busch voller Spinnen, Skorpionen und Bull Ants zu zelten, aber wenn ich beruflich in ein Hotel komme, möchte ich nicht an ein FDGB Ferienheim oder das Auffanglager in Gießen erinnert werden. (Dort verbrachte meine Familie 1983 die erste Woche "in Freiheit", nachdem wir die damalige DDR verlassen hatten. Es war dort nicht schön.) Doch zum Frühstück saß man ganz wunderbar nostalgisch und die Menschen waren sehr nett, so dass ich wohlgemut zur Wilhelm-Busch-Schule aufbrach. (Übrigens feiern Max und Moritz in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. Dazu gibt es ab Februar im Wilhelm Busch Museum Hannover eine feine Ausstellung. Ach, da würde ich gerne so manchen Lehrer hinschicken, der nicht mehr weiß, was Jungenstreiche sind und kleinste Kleinigkeiten, die noch nicht einmal das Wort Streich verdienen, kriminalisiert.)



Das Fernsehen kam und alles brummte. Die Aula war für 150 Kinder vorbereitet, die Kameras wurden aufgestellt, Spots bildeten ein nettes Streiflicht auf dem hinter mir hängenden Vorhang, alles war vorbereitet. Wir hatten noch etwas Zeit, darum drehten wir schnell die Szenen "Frau Herden kommt" und "Frau Herden geht" vor der Tür.
Die Kinder kamen angeflitzt und suchten sich jeweils den tollsten Stuhl. Frau Geier und ich beobachteten das von der Seite, als es zu jenem netten Gespräch kam, das erklärt, warum ich meinen Job (auch) so liebe.
Ein kleiner, sagen wir, etwas pummliger Junge, mit einem Aussehen, das auf viel mehr heimatliche Sonne schließen ließ, als in unseren Breitengraden so üblich ist, fragte mich: "Sind Sie die Autorin?"
"Ja, die bin ich", antwortete ich.
"Und, wie geht es Ihnen so?", fragte er.
"Gut", antwortete ich, weil es stimmte.
Ein Mädchen, dass neben dem Jungen saß, fragte darauf hin: "Sind Sie aufgeregt?" Klar, das war eine berechtigte Frage, das Fernsehen war ja da. Außerdem saßen 150 kleine Menschen auf den Stühlen, die nicht höflich so tun würden, als gefiele ihnen etwas, was sie doof fanden.
"Nein", sagte ich dennoch, denn es war die Wahrheit.
Darauf stumpte der Junge das Mädchen etwas unwillig an und brummelte ärgerlich: "Warum fragst du denn so was?"
"Na, ich habe mir eben Sorgen gemacht", raunte die Kleine zurück.
"Das brauchst du doch nicht. Die hat doch gesagt, es geht ihr gut."



Frau Geier erklärte den Kindern, der sicherste Weg, nicht ins Fernsehen zu kommen, ist der, in die Kamera zu winken. Natürlich fiel es den Kleinen trotzdem schwer, die Kameras gänzlich zu ignorieren. Sehr faszinierend war es für sie auch, dass ein Kameramann gar kein Mann sondern eine Frau war. Vielleicht brachte das ja so manches kleine Mädchen zum Träumen. Besonders beim Quiz, als der Kameramann quasi vor mir lag, reckten die Kids die Hälse. Mich machte das auch etwas nervös. Ich meine, wie sieht das denn aus? So von unten? Trotzdem waren Lesung, Quiz und die Fragerunde einfach schön. Alle hatten Spaß. Ich sah die Kinder gebannt lauschen und die Lehrerinnen lachen. Na, und mir macht es ja eigentlich immer eine Riesenfreude.

"Die Lehrerinnen sagten, Sie hätten beim Quiz sehr viele von den Kindern dran genommen, die sonst immer zu kurz kommen in der Klasse", sagte der Rektor hinterher. Das mache ich mit Absicht, erklärte ich. Ich hab einen Blick für sie. Klar, sie sind ja meine Stadtteilritter und Weltretter. Trotzdem freue ich mich natürlich, wenn ich höre, dass es auch klappte.


Im Anschluss hatten wir das Interview zum Thema. Ich beantwortete Frau Geiers Fragen (wie es meine Art ist, ;-)) sehr ausführlich. Nun bin ich natürlich sehr gespannt, wie das alles zusammengeschnitten wird. Das Kulturjournal zum Thema wird wahrscheinlich in der dritten Februarwoche ausgestrahlt.


Beim Verabschieden drückte mir der Rektor noch einmal seine Begeisterung aus. Das freute mich natürlich sehr. "Warten sie nur ab", sagte er. "Sie werden noch einmal eine ganz große Kariere machen."


Viel Zeit für die Stadt selbst blieb mir dann leider nicht mehr. Aber eine nette Entdeckung machte ich: Es gibt eine Markthalle. Ich liebe Markthallen und aß dort sehr fein zu (Nach)Mittag.


Sonntag, 19. Januar 2014

Hash brown Burger mit pochiertem Ei und Gorgonzola

In Sydney sind die Frühstückscafés immer rappelvoll. Die Menschen sitzen draußen auf den Stühlen in der Sonne und wenn man an ihnen vorbeiläuft, kann man einen Blick auf wunderbare Frühstücksteller mit pochiertem Ei, Bacon, Avocado und dicke Scheiben gerösteten Weissbrots werfen.
In Erinnerungen schwelgend, habe ich heute ein leckeres Frühstück mit australischer Inspiration für uns  bereitet. Das Ganze hat etwas gedauert, aber es lohnte sich.


Man braucht:

für die Hash Browns (oder Rösti):
2 Teile grob geriebene Kartoffeln / 1 Teil grob geriebene Möhren / Salz / Pfeffer/ Speiseöl

Eier / Essig / Gorgonzola / Salz / Pfeffer

So geht´s:
Die geriebenen Kartoffeln und Möhren mischen. Salzen und Pfeffern. In einer beschichteten Pfanne das Öl auf mittlerer Stufe erhitzen. In der Pfanne aus etwa 2 Esslöffel der Kartoffelmasse jeweils flache Taler drücken. Langsam und ziemlich lange rösten, bis sie goldbraun und kross sind. Dann vorsichtig wenden. Etwas Gorgonzola auf jeden zweiten Taler krümeln und mit anschmelzen lassen. Die Taler auf Küchenkrepp zum Abtropfen geben.

In der Zwischenzeit in einen großen Topf soviel Wasser geben, dass man eine Tasse völlig darinnen versenken kann. Einen Schuss Essig dazugeben und zum Sieden bringen. Nun vorsichtig ein rohes Ei in die Tasse aufschlagen. Die Tasse quer ganz in das Wasser senken und dann das Ei im Wasser vorsichtig in den Topf gleiten lassen. Nach 3 bis 4 Minuten mit einer Schöpfkelle herausholen.

Auf einem Teller den "Burger" anrichten. Köstlich!

Samstag, 18. Januar 2014

Schreiben und Kinder sollen unvereinbar sein? Gedanken zu Julia Franks Kolumne in der Welt


Julia Frank schreibt in der Welt, dass Mama Sein und Schreiben für sie unvereinbar seien. Denn beides liebe sie innig, beides bereite ihr größte Probleme. So ist das Schreiben für sie schon immer gleichermaßen „Liebe und Krankheit“. Und die gemeinsame Zeit mit den Kindern möchte sie intensiv wahrnehmen und sich davon beglücken lassen. Wohingegen deren Krankheiten sie bis an den Rand der Erschöpfung drängen. Ein dazwischen hin und her Hüpfen überfordere sie masslos. So der erste Teil des Artikels.

Natürlich dachte ich sofort an mein Leben. Geht es mir genauso? Nein, dachte ich im ersten Moment. Aber das liegt vielleicht am unterschiedlichen Genre. Denn ich schreibe Kinderbücher. Wenn ich mich in eine meiner Geschichten versenke, dann ist es nicht dramatisch, wenn eines der Kinder ob meines geistesabwesenden Gesichtsausdrucks irritiert fragt: „Hey, Mama, alles okay mit dir?“. Ich kann meine Kinder einfach in meine Abenteuer im Kopf mitnehmen (wenn sie das möchten). Wenn ich ihnen zuhöre, wenn ich sie beobachte, dann inspiriert mich das. Außerdem verfüge ich über ein nettes Talent: Ich kann mich egal wo und in welchen Umständen innerlich zurückziehen, mich an den Schreibtisch setzen und einige Sätze schreiben. Da ich im Kopf sowieso ständig fabuliere und formuliere, genügt diese Form manchmal für ein halbes Buch. Die andere Hälfte schreibe ich, wenn die Kids in der Schule oder mit ihren Freunden unterwegs sind.

Das heißt aber nicht, dass ich die Stunden mit meinen Kindern gemeinhin oberflächlich, geistesabwesend, gedanken- und anteilslos verbringe. Nein. Ich liebe das Zusammensein mit ihnen. Ganz platt: Sie sind mein Ein und Alles. Mein Schreibtisch steht allerdings mitten im Wohnzimmer. Das bedeutet: Ich bin im Mittelpunkt, sobald irgendjemand sonst außer mir zu Hause ist. Dafür brauche ich dieses Talent.

Die Tage passierte allerdings folgendes: Meine Agentin war an einem Roman (für Erwachsene), den ich vor einigen Jahren (als die Kinder klein waren) schrieb, interessiert. Er ist nicht leicht und locker, sehr ambivalent, er ist gleichermaßen traurig und lustig, es geht um Einsamkeit, um Angst vor Nähe. Und natürlich findet dort auch Sex statt. Ich überarbeitete gerade so eine Stelle, als das Söhnchen (12 Jahre) neben mir auftauchte und über meine Schulter mitlas. Schnell verdeckte ich den Bildschirm und fuhr meinen Sohn an: „Was willst du denn?“ „Hey, hey, entspann dich mal. Ich habe dir gar nichts getan“, sagte er und hatte recht. Das war eine völlig neue Situation. Und ich dachte so bei mir: Falls dieses Buch erscheinen soll, vielleicht benutze ich dann ein Psydonym.

Julia Frank schreibt nicht für Kinder und die Liste der Preise, die sie für ihre Bücher erhielt, ist mannigfaltig. Die Art und Weise, wie jemand arbeitet, wie viel Ruhe und Konzentration er benötigt, ist individuell. Auch die Schnelligkeit in der man zwischen der Wirklichkeit und den inneren Welten zu wechseln vermag, ist sehr unterschiedlich. Ich kenne Menschen, die sind nie wirklich da. Man könnte sie Tagträumer nennen. Ich kenne genauso viele Menschen, die wissen nicht mehr, wie man träumt oder sich versenkt.
Ich denke, das es sich hier um ein individuelles Phänomen oder Thema handelt. Als große Kolumne in der Welt veröffentlicht, bekommt Julia Franks Aussage jedoch eine Allgemeingültigkeit, auf die sich eventuell gar Verleger berufen könnten, die mich etwas irritierte.

Der zweite Teil des Artikels nahm dann eine ganz andere Richtung. Julia Frank ist genau so wie ich alleinerziehend. Sie kommt immer wieder in die Bredoullie, wenn sie mehrtägige Leseanfragen oder auch nur soche mit einer Übernachtung bekommt. Wie soll sie das mit den Kindern organisieren? Und das ist genau mein Thema. Denn hier hat sie meine Not sehr schön formuliert.
Wenn ich auf Lesereise gehe, dann vermisse ich meine Kinder. Während ich da vor den anderen Jungen und Mädchen stehe, ihnen eine schöne Zeit schenken möchte, kann ich das nicht für meine beiden tun. Abends allein im Hotelzimmer fühle ich mich dann sehr einsam und frage mich, ob ich eine gute Mutter bin. Dann rufe ich zu Hause an: Wie geht es euch? Was macht ihr? Vergesst nicht Zähne zu putzen. Habt ihr die Hausaufgaben gemacht? Wenn alle Fragen positiv oder eventuell sogar mit einem „Mama, du nervst“ beantwortet werden, dann ist alles gut. Wenn nicht, bin ich viele, viele Kilometer zu weit weg.
Wenn ich die Lesungen und Reisen ablehne, verdiene ich kein Geld. 
Zu diesem Thema wird es übrigens bald mehr geben. Mein Post Bist du reich? Ha! ich bin Kinderbuchautorin hat mediale Folgen.

Montag, 13. Januar 2014

Sydney – ein fulminanter Jahresstart

Zurück aus der Zukunft und tief im Jetlag um vier Uhr morgens auf dem Sofa sitzend den Tag erwarten – so sieht es gerade aus. Aber auch: randvoll! Voller Erlebnisse, voller Bilder, voller Sehnsucht. Sehnsucht zurück in diese Stadt, die eine der schönsten sein soll und eigentlich die Schönste ist.


Ein wunderbares neues Jahr wünsche ich Euch. Wie kann das meine jedoch bei diesem Anfang noch mithalten? Zwei Wochen Sydney, eine Woche Camping in Seal Rocks. Besser geht es nicht.


Zu Beginn: Egal wie und mit welcher Airline – der Flug ist furchtbar und teuer. Außerdem zerfetzt er Euch die CO2-Billanz mehrerer Jahre, das kann man mit ein bisschen Recyceln und Jute statt Plastiktüte nicht mehr ausgleichen. Das heißt für uns nun: Dieses Jahr wird Nachhaltigkeit riesig geschrieben (auch wenn ich das Wort wirklich nicht mag).


Außerdem leidet man drei Tage zu Beginn und die ersten drei Tage wieder zurück unter Jetlag. Da kann man nichts machen. Keine Melatonin-Pille oder geschicktes Schlafverhalten hilft, der Körper nimmt sich, was er will, und man darf darüber nicht ärgerlich werden, sonst wird der Preis sehr hoch.


"Mama, wir waren irgendwie noch nie im Urlaub wie die anderen Leute." Das stimmt und das ist unser ganz großes persönliches Glück. Wir besuchen immer entweder Freunde oder Familie. Dieses Mal meine allerliebste Freundin Regina (und ihre Familie), mit der ich einst studierte, für einen Triathlon trainierte, mit der ich surfte und in Kalifornien lebte. Wir kennen uns bald 20 Jahre. (Dass ich nun wieder 2 Jahre warten muss, bis ich sie wiedersehen darf, brach mir das Herz. Aber der Rückflug war sowieso schlimm.)


Vor 15 Jahren war ich das erste Mal in Sydney, damals mit dem 9 Monate alten Töchterchen, für 8 Wochen. Vor 7 Jahren verbrachte ich etwa 4 Wochen dort ohne die Kids. Dieses Mal also drei Wochen australischer Sommer inklusive Weihnacht (mhm, das war ein bisschen seltsam, aber ein richtig schöner, sehr enthusiastischer Gottesdienst mit fetziger Musik und eine Party von 12 Uhr mittags bis 22 Uhr abends am 25. Dezember) und Jahreswechsel (einfach toll: vom Moore Park aus Richtung Stadt ins Feuerwerk geschaut. Wer tatsächlich am Opernhaus stehen möchte, muss schon am frühen Abend dort sein) zu dritt.


Ich bin kein Mensch der Reiseführer. Immer fuhr ich irgendwo hin und lebte dann dort, tauchte in das fremde Land ein und erkundete mein neues Zuhause. Denn das wurde es ganz schnell. Das muss genetisch sein. Den Kids ergeht es ebenso. Herumlaufen mit offenen Augen und Ohren. So.




Zum Beispiel: Newtown, das alternative Viertel. Da kamen wir hin, weil das Töchterchen zum Zahnarzt musste (übrigens sehr zu empfehlen: Newtown Dental Care). Die King Street ist einfach toll: Restaurants, ausgeflippte Boutiquen, süße Handmade-Läden und schöne Buchhandlungen.


Wir fuhren immer mit dem Bus – egal wohin. Ich liebe Busfahren, setze mich ans Fenster, lasse mich durch die Straßen kutschieren und schaue hinaus. Den Busfahrern muss man übrigens an den Haltestellen zuwinken, sonst fahren sie einfach weiter. Am günstigsten sind 10er Prepaid Tickets, die man in den Zeitungsläden bekommt.


Hier meine ganz persönliche Sydney-Must-Do-Liste:

* joggen oder spazierengehen vom Bronte Beach zum Bondi Beach (Bronte to Bondi Walk). Ein traumhaft schöner Weg! Wer länger laufen möchte, wendet sich in Bronte erst einmal nach rechts, dann kann er sich noch den unglaublichen alten Seemannsfriedhof auf den Klippen von Waverley anschauen. In Bronte gibt es auch eine nette Fish-and-Cips-Bude. Wasser und Toiletten sowie unzählige Bademöglichkeiten findet man am Wegesrand.
Übrigens haben die meisten Strände in Sydney noch einen kleinen Meereswasser-Pool zum Schwimmen. Normalerweise ist der umsonst zugänglich. In Bondi gehört er den Icebergs und kostet Eintritt. Dafür ist er richtig groß und man kann dort auch in die Sauna gehen.


* vietnamesische Fresh Spring Rolls essen! Ach, ach, ach. Die werde ich demnächst mal selbst machen. Aber für mich gehören sie einfach nach Sydney, genauso wie Sushi, das man dort an jeder Ecke bekommt.

* das Museum of Contemporary Art und die Art Gallery besuchen

* einen Tag im Taronga Zoo verbringen. Dazu fährt man vom (furchtbaren) Circular Quay mit der Fähre über die Bucht. Dort kann man mit der Seilbahn nach oben fahren und dann seinen Weg nach unten laufen (oder umgekehrt). Für mich (und ich kenne auch den in San Diego) der schönste Zoo der Welt.



* gegen Abend durch den Hyde Park wandeln und ein Picknick auf einer Wiese machen. Der große Weg hindurch ist mit glänzenden Platten belegt, die Bäume bilden ein hohes grünes Dach. Diese ganz besondere Stimmung verführt so manchen zu wunderbaren, aufsehenerregenden oder selbstvergessenen Darbietungen. (Wo sonst sieht man einen muskelbepackten, tätowierten Mann im Muskelshirt mit einer zarten Frau in einem romantischen Kleid in den Armen Tango tanzen?)

* eine der vielen Shows anschauen. Ich habe vor 7 Jahren das Musical "Hedwig and the angry inch" und dieses Mal im Rahmen des Sydney Festivals das Stück "Scotch and Soda" in einem Zirkuszelt gesehen und war beide Male total begeistert.

* vom Opernhaus durch den Botanischen Garten in die Woolloomooloo Bay laufen und im Andrew "Boy" Charlton Pool ein paar Bahnen ziehen.


Der Deutsche interessiert sich ja auch immer für das Wetter. Lange dachte ich, das sei eine Verlegenheitsgeste, aber inzwischen glaube ich, er meint das ernst. Also: Es ist warm, es weht eine Brise, es ist oft bewölkt, manchmal tröpfelt es vom Himmel, wenn die Sonne scheint, sticht sie mit tausend Messern, wenn sich der Wind legt, fällt es schwer zu atmen.
Immer, immer, immer muss man sich mit Sonnenschutz eincremen und einen Hut tragen. Ichverbrannte trotzdem. Jeden Tag aufs Neue.
Man soll viel trinken. Das fällt mir in Sydney nicht so leicht. Das Wasser schmeckt nicht nur nach Chlor, sondern auch noch muchig. Getränke sind superteuer. Wie eigentlich alles. Doch man gewöhnt sich daran. Das war eigentlich schon alles, was es zu meckern gibt. Ach, nein, da sind noch die Schlangen. Menschenschlangen. Vor dem Restaurant, an der Bushaltestelle, an der Kinokasse – überall. Sydney ist demokratisch, wer zuerst kommt, ist zuerst dran. Mich macht so etwas ja etwas nervös. Ich reserviere gerne. In Sydney geht das nicht und die Bewohner nehmen es gelassen – sie holen sich zum Warten ein Glas Wein oder ein Bier und plaudern die Zeit weg. Eigentlich ja doch irgendwie nett.


Und Seal Rocks? War unser Urlaub im Urlaub. Etwa vier Autostunden nördlich von Sydney gelegen. Camping, Beach (vier Strände), Surfen.



Wer mag: Weitere Fotos findet Ihr hier.