Dienstag, 29. März 2011

Emma im Knopfland


Manchmal ist das ja so: Man entdeckt etwas Wunderbares und Einzigartiges und schwärmt davon. Man freut sich, ob des Schatzes, den man fand. Doch plötzlich gibt es diesen Schatz an jeder Ecke und das eben noch Bewunderte verliert seinen Reiz und man selber das Begehren danach. Wenn beispielsweise jede, wirklich jede, sogar die doofe Trude und die angeberische Hiltrud dem schönen Mann im Arme lag, dann streicht man ihn ohne größeres Bedauern von der eigenen Tanzkarte.
So erging es mir mit den Illustrationen von Silke Leffler. Ihr Traumzeit Kalender 2007 hängt hier noch immer an der Wand, aber kein weiteres ihrer Bilder mochte ich mehr ertragen, nachdem man nicht einen Schritt durch den öffentlichen, den halböffentlichen oder den privaten Raum tun konnte ohne von ihren zugegebenermaßen charmant eigenwilligen Zeichnungen penetriert zu werden.
Und nun das: Heute entdeckte ich ein Kinderbuch, dessen Illustrationen mir sofort das Herz stahlen: Emma im Knopfland. Nomen est omen sind die dargestellten Figuren und Situationen komponiert aus allen Schätzen aus Omas Nähkästchen. Einfach wundervoll.
Ich kam noch gar nicht dazu, die Geschichte zu lesen. Egal. Das Töchterchen ist sowieso schon zu alt dafür. Doch der Bilderreigen ist ein Muss für jede Handarbeiterin und Knöpfchenliebhaberin. In jeder kleinen, liebevoll sortierten Buchhandlung zu finden.



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