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Mittwoch, 23. April 2014

Seltsame Verknüpfungen – Bücher und Sterbehilfe

Heute zum Welttag des Buches ist mein Thema ein trauriges und nachdenkliches, denn manchmal sind die Verknüpfungen des Lebens mannigfaltig.


Die schöne Frau auf dem Bild ist Monika Prause. Sie leitete die Buchhandlung am Markt in Darmstadt. Neben ihr steht mein erster Roman "Weißwasser", den ich gemeinsam mit Jan Off schrieb. Monika Prause lebt nicht mehr. Am 8. Juni 2013 beschloss sie, nicht ihr Leben, aber ihr Leiden zu beenden. Warum auf diesem Bild mein Roman neben ihr steht, weiß ich nicht. Aber als mir meine Freundin gestern einen Brigitte-Artikel über die Entscheidung Monika Prauses mitbrachte, war da dieses Bild und plötzlich gibt es diese Verknüpfung.

Da ich Mitglied der Büchergilde bin und der Buchladen am Markt darum "mein" Buchladen der Stadt ist, bekomme ich hin und wieder Post davon. Im Juni letzten Jahres das letzte Mal – eine Mail von Monika Prause, die sich bei ihren Kunden verabschiedete, weil sie aus gesundheitlichen Gründen den Laden nicht mehr weiterführen wollte und konnte und mit der Bitte, ihrer Nachfolgerin die Treue zu halten. Unterschrieben war er mit "Ihre Monika Prause". Nur wenige Zentimeter unter diesen letzten Worten war die Todesanzeige. Ich saß wie vom Donner gerührt vor dem Rechner. Später erfuhr ich von meiner Freundin Meike, dass Monika Prause schweren Krebs hatte. Aber dass es so schnell gegangen war, schockte uns beide sehr.

Letztens erzählte Meike von einem Brigitte-Artikel über Sterbehilfe in der Schweiz – die Geschichte von Monika Prause. "Sie ist mit ihrer Familie dorthin gefahren. Darum ging alles so schnell. Und stell dir vor, dabei ist ein Bild von Monika Prause und neben ihr steht dein Buch." Gestern brachte sie mir diesen Artikel mit.
Daraus erfuhr ich, wie krank Monika Prause war. Dass sie letztendlich nur drei Möglichkeiten hatte, von denen ich nicht eine einzige hätte ertragen können: Entweder eine schwere, gefährliche OP, die die vom Krebs zerfressene Wirbelsäule stützen sollte, den Krebs nicht besiegen würde und eine Querschnittslähmung auslösen konnte. Oder der unausweichliche Bruch der Wirbelsäule mit unerträglichen Schmerzen und absoluter Hilflosigkeit zu jedem Zeitpunkt. Oder ein selbstbestimmtes Sterben in Würde, solange das noch möglich war.
Wie schwer diese Entscheidung war, wie es sich anfühlt, den Tod zu wählen und einen Menschen in diesen zu begleiten, das erzählen Monikas Mann und ihre Söhne im berührenden Artikel.

Draußen scheint die Sonne. Alles fühlt sich frei und fröhlich und lebendig an. Vielleicht gehe ich nachher mal in die Buchhandlung am Markt und kaufe mir ein Buch. Ist ja immerhin dessen Tag heute.

Nachtrag: Vorhin bekam ich einen Brief auf diesen Post, den ich hier gerne noch veröffentlichen möchte.
"Hallo Antje,
durch Zufall bin ich auf Deinen Blog mit dem Beitrag über Monika gestoßen - ich bin ihre Schwiegertochter und gemeinsam haben wir uns als Familie entschieden, mit der Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Du hast sehr schöne Worte für ein sehr trauriges Thema gefunden. Dank Dir dafür! Wenn Du Dich noch weiter für das Thema Sterbehilfe interessiert und warum Monika keine andere Wahl hatte, als in die Schweiz zu gehen, findest Du hier noch den Link zu einem Artikel von mir:
http://m.lto.de/.../hint.../h/sterbehilfe-reform-strafrecht/
Monika lag das Thema sehr am Herzen und hätte sich gewünscht, dass eine öffentliche Diskussion darüber stattfindet.
Liebe Grüße
Julia"

Sonntag, 10. November 2013

Der kleine Buchladen – Freude und Leid – "wortwahl" in München

Nach meinen Lesungen in München wandelte ich noch etwas zwischen den Schiffen und Fliegern des Deutschen Museums – (das in seiner Physikabteilung überraschend trocken und ermüdend daher kommt, also eigentlich ganz so wie mein damaliger Physiklehrer, dabei liebe ich die Physik!) – herum und verlor mich anschließend im gegenüberliegenden Viertel zwischen Gärtnerplatz und Viktualienmarkt.


Plötzlich stand ich in der Reichenbachstraße Nummer 15 vor der qualitativ anspruchsvollen Auslage eines Buchladens. Von außen geahnt, von innen bestätigt – eine grandiose Auswahl an Kinder-, Kunst-, Koch- und Designbüchern erwartete mich im überbordenden Lädchen.


Natürlich entdeckte ich sofort die Kinderbücher all meiner lieben Kollegen und dann lachten mir auch meine Kurt-Bände entgegen. Wahrlich, hier bewies jemand Geschmack. :-)


Scherz beiseite, das Angebot ist riesengroß, sehr besonders und einfach wunderbar. Hier tut jemand etwas für die Lesefreude und die Buchkultur.
"Wie heißt denn dieser Laden hier?", fragte ich, denn ein Schild konnte ich nirgends entdecken. wortwahl. erfuhr ich von einem freundlichen Mädel und später auf der Straße auch, dass für ein Schild noch kein Geld übrig war.


Begeistert schoss ich einige (leider verwackelte) Fotos, die ich hier präsentieren wollte, als ich etwas unfreundlich – nun, ja – angefahren wurde: "Keine Fotos!" Zum Glück schluckte ich meinen Unmut hinunter, ging auf die verärgerte Dame zu und stellte mich vor. "Sie schreiben tolle Bücher", lobte sie. Zwanzig Minuten später wusste ich eine Menge über die Freude und das Leid einer Büchernärrin mit einem kleinen, großen Laden, denn solange plauderten Nicoletta Miller und ich.


Ich erfuhr, dass das wortwahl-Team aus einem befreundeten Kollektiv 12 fester Mitarbeiter bestünde – Kunstwissenschaftlern, Germanisten, Theaterwissenschaftlern, Schauspielern und Ethnologen – die alle verrückt nach Büchern seien und das Angebot aus ihren persönlichen Favoriten zusammenstelle. Dass jedes der Bilder-, Kinder- und Jugendbücher sorgfältig ausgewählt und auch gelesen sei. Dabei unterstützten 20 Lesekinder das Team. Dass das vielfältige Angebot weithin bekannt sei, so dass sich die Stammkundschaft nicht nur aus Münchnern sondern auch aus dem Ausland zusammensetze.
Doch warum durfte ich nicht fotografieren? Genau darum. Denn all die Mühe und Energie, die das humanistische Team in die Auswahl stecke, würde nicht nur von den Kunden geliebt, sondern auch – auweia! – von der Konkurrenz gestohlen.
Wie bitte? Ziehen denn die kleinen Buchhandlungen nicht alle an einem Strang?
Scheinbar nicht. Denn immer wieder würden die Mitarbeiter Menschen erwischen, die mit Videokameras und Handys im Ärmel durch den Laden streifen und filmen. Nicoletta Miller erhielte öfter Anrufe befreundeter Verlage darüber, dass eine ganz ähnliche Bestellung der und der Buchhandlung eingegangen sei.
"Können Sie sich vorstellen, wie sich das anfühlt? Wir haben mit viel Herzblut unsere Favoriten zusammengestellt und dann kommt die Konkurrenz, macht ein paar schnelle Fotos und hat einige Zeit später das gleiche Angebot."
Als Autorin finde ich es natürlich sehr erstrebenswert, wenn Menschen mit Geschmack und Liebe ein Angebot für möglichst viele bestimmen, aber dieses Procedere finde ich ganz schlimm.


Genauso respektlos sei ein bestimmtes Verhalten von einigen Kunden. Die kämen und erfreuten sich an der Einzigartigkeit und der fundierten Beratung der Buchhandlung, um dann später zuhause die Bücher beim Onlineanbieter zu bestellen. Weil "sie keine Lust haben, die Bücher nach hause zu tragen". Solchen gedankenlosen Menschen begegne das wortwahl-Team auch an anderer Stelle. Für das große Münchner Kulturfest Tollwood, – das sich aus ganzheitlichen und bewussten Aspekten bildet und in diesem Jahr beispielsweise unter dem Motto "Artgerecht" stattfindet, – erstellt es ein ganz besonderes Buchprogramm. Und auch dort würde fleißig notiert und fotografiert statt gekauft werden. "Solche Leute stehen auch am Amnesty-Stand, reden über Menschenrechte und tragen eine Lidltüte in der Hand. Wenn man sie dann darauf anspricht, wissen sie gar nicht, was man meint."
Ich kann mir sehr genau vorstellen, wie schmerzhaft diese Ignoranz sein muss. Der Frust und die Enttäuschung darüber dürfen jedoch nicht gewinnen. Mit Aufklärung kann man Augen und Herzen öffnen. Danken wir denen, die den Mut dabei nicht verlieren. Zum Beispiel dem wortwahl–Team um Nicoletta Miller.

Freitag, 1. März 2013

Aufschnitt – ein Laden-Atelier

Heute haben sich ein paar Freunde im Heimatstädtchen einen Traum erfüllt – in einer alten Metzgerei mit dahinter liegender – nun, ja – Schlachthalle haben sie ein charmantes Atelier mit kleinem Laden eröffnet: das Atelier Aufschnitt. Es ist wunderschön geworden und Kaffee gibt es auch. Ich wünsche den Fünfen viel Freude und Erfolg damit.


Daniel Wildner bereichert das Projekt mit Fotografien, Katja Stefani mit Mode für Große (und Kleine), Christina Harres hat neben ihrem Label frau zucKer (tolle Taschen) ein neues Label für Kinderkleidung gegründet (Heiter & Wolke), Kathrin Ulrich näht niedliche Monster und Petra Neumeister (leider nicht mit auf dem Bild) gibt Textilien Form.















Hinten in den Ateliers könnte ich mir auch ein schönes Arbeiten vorstellen. Der Laden liegt in Darmstadt in der Kaupstraße Nummer 42. Und das ist ja bekanntlich die Antwort, ;-).

Dienstag, 5. Februar 2013

Ein bisschen die Welt retten – Kleid at Night No.2

Die Welt zu retten ist anstrengend, klar, sonst wäre es ja auch keine große Sache. Die Welt zu retten eignet sich auch nicht wirklich für Gutmenschen, denn es ist nicht uneigennützig. Allein schon deshalb, weil die Welt ja unser Ast ist, der uns trägt. Außerdem kann die Welt zu retten praktisch sein und Spaß machen. Dann ist es auch egal, wenn einem danach zwei Tage lang die Beine wehtun.
Letzten Freitag organisierten meine Freundin Meike und ich das zweite Kleid at Night-Event im Heimatstädtchen. Unser bescheidener Beitrag die Welt ein bisschen besser zu machen.
So haben wir das angestellt (zum Nachahmen dringend empfohlen!):


Zuerst aber die Idee:
Jeder besitzt einen Kleiderschrank und beinahe all diese Schränke sind völlig überladen. Einfach ausmisten und säckeweise Textilien in den Rote Kreuz Container schmeißen, kann nicht die wahre Lösung sein. Zumal das Rote Kreuz wegen dieser Container schon in die Kritik geriet.


Auf der anderen Seite kauft sich frau eben auch gern neue Kleidungsstücke. Unabhängig davon wie voll und laut der heimische Kleiderschrank ist und ächzt. Es geht ja nicht nur um das Bedecken von Blössen oder das Wärmen von Rumpf und Gliedern.
Dagegen steht der Wunsch, möglichst wenig Schaden anzurichten – auf der Erde aber auch bei den Frauen und Kindern in produzierenden weit entfernten Ländern.
Keine noch so bemühte Kleidungsfirma ist wirklich fair, ökologisch oder gar nachhaltig. So bleibt als die am wenigsten belastende Form des Kleiderkaufs der Second-Hand-Kauf. Doch ob man gerade an dem Tag fündig wird, da man einem dieser kleinen, oft etwas muffig riechenden Läden einen Besuch abstattet?


Wir wollten all diese Überlegungen zusammenbringen und erfanden "Kleid at Night" – einen anziehenden Abend mit Second Hand Mode, Musik und Getränken in launiger Atmosphäre.
Freunde stellten uns ihre Bar zur Verfügung, wir aquirierten etwa 25 Mädels und 2 Jungs, die ihre Schränke leer räumten, wir entwickelten einen Flyer ...


... schrieben und verschickten Pressetexte, wir organisierten Kleiderständer und Bügel und baten DJ Alexandre seine französische Plattensammlung bereit zu halten.


Am Tag selbst verwandelten wir den Veranstaltungsraum in eine riesige Boutique. Über 1000 Kleidungsstücke und bestimmt 100 Paar Schuhe etikettierten wir (Kürzel des Verkäufers und Preis), hängten sie auf Bügel und sortierten sie nach Farben. Es sah toll aus. Eine Gemeinschaftsumkleidekabine bastelten wir aus Moltontücher, eine Bar mit allerlei Getränken stand bereit sowie Sitzmöglichkeiten für ein erholendes Verweilen. Für gelangweilte Männer richteten wir eine Männerspielecke ein dort hinten um den falschen Kamin herum, ;-).


Punkt 18 Uhr erklang das erste Chanson und hunderte Damen allen Alters, einige Herren und Kinder stürmten unser Reich.
Am Ausgang saßen wir an der Kasse (darum konnte ich auch leider nicht herumlaufen um tolle Fotos zu schießen. Diese hier sind quasi zwischendurch aus dem Hüftgelenk entstanden). Mit Hilfe der Kürzel konnten wir dann später den jeweiligen Verkäufern die entsprechenden Einnahmen errechnen. Um 22 Uhr packten wir alles wieder zusammen und räumten auf.


Es war anstrengend, es war toll, wir machen es wieder. 
Und ein bisschen stolz auf uns sind wir auch. Darum möchte ich unsere Aktion auch hier vorstellen:

Freitag, 28. September 2012

Am Wegesrand gefunden – tigermilk und blaue Orangen

Ich befinde mich ja gerade in der heißen Phase meiner Herbstlesungen. Darum war ich gestern auf dem Stadtfest in Wiesbaden. Zwischendrin hatte ich etwas Zeit und brauchte mal ein stilles Örtchen. "Geh doch einfach die Straße rauf in die Obere Webergasse. Da hat meine Frau ein Café, dort bist du willkommen", sagte Thomas von der Technik.
Das tigermilk ist aber gar kein Café. Es ist ein Näh-Atelier, ein liebevolles Lädchen voller Handmade-Produkte, ein kreativer Ort mit Kaffee leckerem hausgemachten Kuchen, Müsli und Eiscreme – und einer gemütlichen Sitzgelegenheit. Sehr nett. Auch Laura, die Betreiberin. Wir plauderten ein wenig über Kultur und Handmade und Märkte und den anstehenden 2-jährigen Geburtstag ihres Geschäfts in der Nummer 50. Dabei nähte sie an einem "Halt´s Maulwurf", neben dem süßen Büchlein "Grashalm Lars" mit Grassamentütchen mein Lieblingsprodukt dort. Geht mal hin.


Im Übrigen ist das ganze Viertel um den Kulturpalast, in dem morgen (am 29.09. 2012) der Kreativmarkt "Blaue Orangen" (schöner Name, sehr hübsches Plakat) stattfindet, sehr pittoresk: Kleine etwas schiefe Häuschen, herzallerliebste Lädchen, Galerien und Cafés – nicht groß, sondern angenehm überschaubar, so dass man sich für alles viel Zeit nehmen kann. Leider aber wohl schon von den Immobilienhaien entdeckt. Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so wie es ist.


Sonntag, 19. Februar 2012

Kleid At Night, ein Second Hand Event - Wie geht das?

Manche Idee muss man einfach umsetzen. Mit Spaß und Enthusiasmus ohne viel Fedelesens – und dann wird es auch wunderbar. 
Die Idee war folgende:
Jeder hat im Kleiderschrank Diverses, das er nicht mehr trägt, während ein anderer sich sehr darüber freuen würde. Auf dem Flohmarkt wird man gern mal beschimpft, wenn man mehr als einen Euro erfragt, und mit Second Hand Läden kann das Heimatstädtchen nicht groß aufwarten. Also mussten wir selber etwas organisieren, um die guten Stücke an eine neue Frau oder einen neuen Mann zu bringen. In Zeiten, da jeder das Lied der Nachhaltigkeit singt, war es ja nahezu unsere Pflicht. Also wurden wir aktiv. Im Sommer organisierten wir schon ein Picknick mit Fummel im kleinen Kreis. Doch dieses Mal sollte es größer werden. 



Kathrin stellte die Linie 9, als Lokalität, zur Verfügung. Wir besprachen alles, Meike erfand den Namen, ich bastelte einen Flyer und schrieb einen Pressetext und dann ging es erst richtig los. 
Im Bekanntenkreis akquirierten wir die Teilnehmer. Wir besorgten eine Etikettierpistole, 1000 Bügel und mehrere Kleiderständer. Gewaschen und gebügelt brachten uns die Leute über drei Tage hinweg ihre Sachen vorbei, wir etikettierten sie (auf dem Etikett stand der Preis sowie ein Kürzel des ehemaligen Besitzers) und hängten sie nach Farben sortiert an die Ständer. 
Für die Männer hatten wir eine Männerspielecke aufgebaut mit Legokiste, netten Zeitschriften, einem Tippkick Spiel, einer Playstation und einem falschen Kamin. (Sie war ein netter Gag, wurde aber nicht ganz so stark frequentiert. Erstens gab es auch eine Menge Herren-Kleidung, außerdem lockte die Bar mit netten Getränken und gemütlichem Plaudern.)
Aus gestapelten Stühlen, einem alten Puppentheater und Molton bastelten wir eine Mehr-Personen-Garderobe, es gab eine kleine Bar und am Ausgang eine Kasse. Pedi vom Zuckerteam legte Musik auf.
Von 18 bis 22 Uhr war die Bude quasi proppenvoll. 
Es war toll. Sogar im Radio berichteten sie von uns. 
Kleid At Night No.2 steht eigentlich nichts im Wege. Im Gegenteil – der nächste Saisonwechsel erfolgt ja sowieso.


Die Bilder haben Meike und Katja mit ihren Handys geschossen. Ich hatte meine Speicherkarte für die Kamera vergessen. Na, kann ja mal passieren, ;-).

Montag, 6. Februar 2012

So war´s – der KaufLaden im Zucker



Manchmal machen einem 9 Stunden Auf- und Abbau, Verkaufszeit und Aufräumen gar nichts aus. Immer dann, wenn etwas wirklich schön ist. Und das war er – unser KaufLaden gestern. Wie schön, dass wir den jetzt jeden ersten Sonntag im Monat öffnen. 
Frau zucKer schrieb: "Ich bin ganz selbstverliebt in uns selber." 
Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Außer ein paar Bildern.



fröhlicher, erwartungsvoller Aufbau




Es gab Sekt & Kuchen für alle.




fünf vor 12 Uhr – alles ist fertig und bereit






Uns wurde keine Minute langweilig oder öde. Am laufenden Band besuchten und beehrten uns gut gelaunte Menschen. Der Laden war immer voll. 
Herzlichen Dank, dass Ihr dabei ward.
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.


Mittwoch, 1. Februar 2012

KaufLaden im Zucker



Eben kam ich mit eingefrorenem Gesicht wieder zur Tür herein. Ich war da draußen weil ich Flyer verteilte für unser tolles neues Projekt, das am Sonntag Premiere hat – unser KaufLaden im Zucker. 
Heimlich träumte ich ja des öfteren von einem kleinen echten MädchenLädchen. Doch nie wurde etwas daraus, vielleicht auch, weil ich nicht unbedingt der Typ zum Festlegen bin und außerdem ja hauptberuflich sowieso Schriftstellerin. 
Doch nun gibt es diesen wunderbaren Kompromiss – einen Laden jeden ersten Sonntag im Monat im charmanten Veranstaltungsort für Kunst und Schönes "Zucker" zusammen mit fünf lieben Mitstreitern, vier Weibsbildern und einem Mann. Einfach klasse. Die Möbel stehen dort auch schon (im Hinterzimmer) bereit. Wir haben letzten Monat einen Probeaufbau gemacht.


Diesen Sonntag ist also Premiere, ich freue mich sehr. Bin aber auch super entspannt, weil wir eben zu sechst plus einem Gastlabel sind. Das heißt, wir bauen zusammen auf, haben fünf Stunden zusammen Spaß und dann bauen wir wieder zusammen ab. Das Konzept, den Flyer, den Namen haben wir auch zusammen entwickelt. Unser KaufLaden ist wirklich ein Projekt, in dem in jeder Beziehung der Spaß über allem anderen steht. Da kann man sogar zusammen lachen, wenn man die Flyer mit dem aktuellen Datum versieht und nach zwei Flaschen Sekt plötzlich feststellt, dass man vergessen hat, an irgendeiner Stelle der 2500 Flyer die Adresse des Veranstaltungsortes unterzubringen. Mann, Mann, Mann - wie Rico sagen würde. Jedenfalls halten wir am Sonntag Kuchen und Sekt bereit. Für alle, die uns trotzdem finden.



Unser Eröffnungs-Gastlabel ist Kayami. Caro näht tolle Accessoires und Kleider.



Wir anderen sechs sind katja stefani (tolle Mode und Accessoires, super bequem und weich), ka-fee (eigenwillige Monster zum Kuscheln), frau zucKer (schicke Mützen und flotte Höschen für Kleine, sowie Taschen), André von den Rockys (mit Grafischem), das Label Hochgefühl (mit Brosche, Gürtel und Schal), na, und ich eben.



Das Schöne daran ist ja auch, dass man mit so einer prima Sache in Aussicht gleich noch mal so kreativ ist. Jedenfalls habe ich mich diese Woche an Minicollagen für Finger- und Ohrring, ...



... an neuen Washed Ashore Armbändern (ach, ach, da hat mich doch glatt ein enormes Fernweh gepackt) ...



... und an diesen süßen Ketten ausprobiert.