Wer liebt sie nicht, die kleinen charmanten japanischen Bücher mit der papiernen Banderole von BNN. Leider ist es nicht ganz einfach an sie heran zu kommen ohne monstermäßige shipping costs zu bezahlen.
So manch kleiner Buchladen, der sein Sortiment auf Design und Kunst ausrichtet, führt sie aber. Im Heimatstädtchen fand ich schon den ein oder anderen Band im Georg Büchner Buchladen.
Auf dem Blog des Verlags kann man sich inspirieren lassen und in die Bücher Einblick nehmen.
Vier des vielfältigen Angebots fielen mir besonders ins Auge:
1. Collage Book
2. Travel Scrapbook
3. Craft Idea Book by HELLO SANDWICH
(den bunten Blog der australischen, in Tokyo lebenden Künstlerin findet man hier )
4. girls Zine #2
Zwei Dinge muss ich noch zu den schönen Büchern schreiben.
Erstens: Sie sind natürlich auf Japanisch.
Zweitens: Die Japaner scheinen bessere Augen zu haben als ich, denn die Abbildungen sind ganz schön klein.
Darum freut meine nächste Entdeckung vielleicht den ein oder anderen: die charmante Edition Michael Fischer.
Die Verleger Michael und Jean Michel Fischer haben nicht nur das japanische ZakKa (also Handarbeiten) übersetzt, sondern noch viele andere Lizenzen nach Deutschland gebracht. Beispielsweise:
* das leidenschaftliche Urban Art Core (Achtung, mit echt nettem Filmchen zum Buch auf der Seite)
* das supercharmante Vintage Häkeln
* das Bastelprojekt Deko Mobile
* das künstlerische Zeichen-Lab
Viel Vergnügen!
Berauschendes aus Kultur, dem Leben, der Küche und der Natur – erdacht, erlebt oder gefunden von Antje Herden
Sonntag, 14. Oktober 2012
Samstag, 13. Oktober 2012
Meine Entdeckungen auf der Buchmesse #1 – Recycling mit Kids und Buchkunst zum Selbermachen
Bevor ich mich gestern in Halle 3.0. mit den Kinder-und Jugendbüchern begab – quasi meinem Arbeitsplatz, ;-) –, stromerte und stöberte ich in den Kunst- und Kreativabteilungen herum.
Hier meine Entdeckungen:
Der Schweizer :Hauptverlag mit seinen :Hauptsachen zum Thema Gestalten, Kunst, Handwerk und Design ist mir schon immer einer der liebsten. Zwei neue Bücher entdeckte ich am Stand, die es mir sehr angetan haben.
1. forschen, tüfteln, bauen – das Umwelt-Mitmach-Buch für Kinder
Ein Knüller! In der Aufmachung und inhaltlich.
Wo, wie groß, wann und was ist Umwelt? Ein wirklich gut gemachter Teil erklärt den Kids sachlich die Bedrängnisse zum Thema. Danach wird recycelmäßig gebastelt was das Zeug hält, experimentiert und zum kleinen Ökoguerillero ausgebildet. Klasse!
Meine Lieblingsbasteltipps:
* Kunst im Stillen: Barcodetiere (das werde ich demnächst mal hier zeigen)
* für draußen: solarbetriebene Saatgutschleuder
Der Verlag schreibt selbst dazu:
"Wie fließt der Strom aus der Sonne? Wie weit reist die Ananas, bis wir sie essen können? Und wieso sitzt die Erde im Glashaus? Das Mitmachbuch lädt Kinder zwischen 6 und 12 Jahren dazu ein, drängende Fragen unserer Zeit spielerisch aufzugreifen - und eigene Antworten zu finden.
Ob Umweltschweine aus Verpackungen, Biogas-Stinkbomben, Windradorchester oder in Eigenregie angelegte Piraten-Gärten: Über 60 Projekte zum Selberbauen, Ausprobieren und Erfinden regen Kinder an, ihre Umwelt zu entdecken und zu schützen"
– denn die Zukunft sind unsere Kinder und die machen wir zu den Menschen, die sie einmal sein werden. Das Buch kann helfen! Und macht Spaß! Auch den Jungs!
2. Kunst aus Büchern
28 von PapierKünstlern Schritt für Schritt erklärte Projekte, was man noch so aus Büchern machen könnte.
Dem möchte ich kein Wort hinzufügen, sondern Bilder der Werke einiger der teilnehmenden Künstler sprechen lassen:
Hier meine Entdeckungen:
Der Schweizer :Hauptverlag mit seinen :Hauptsachen zum Thema Gestalten, Kunst, Handwerk und Design ist mir schon immer einer der liebsten. Zwei neue Bücher entdeckte ich am Stand, die es mir sehr angetan haben.
1. forschen, tüfteln, bauen – das Umwelt-Mitmach-Buch für Kinder
Ein Knüller! In der Aufmachung und inhaltlich.
Wo, wie groß, wann und was ist Umwelt? Ein wirklich gut gemachter Teil erklärt den Kids sachlich die Bedrängnisse zum Thema. Danach wird recycelmäßig gebastelt was das Zeug hält, experimentiert und zum kleinen Ökoguerillero ausgebildet. Klasse!
Meine Lieblingsbasteltipps:
* Kunst im Stillen: Barcodetiere (das werde ich demnächst mal hier zeigen)
* für draußen: solarbetriebene Saatgutschleuder
Der Verlag schreibt selbst dazu:
"Wie fließt der Strom aus der Sonne? Wie weit reist die Ananas, bis wir sie essen können? Und wieso sitzt die Erde im Glashaus? Das Mitmachbuch lädt Kinder zwischen 6 und 12 Jahren dazu ein, drängende Fragen unserer Zeit spielerisch aufzugreifen - und eigene Antworten zu finden.
Ob Umweltschweine aus Verpackungen, Biogas-Stinkbomben, Windradorchester oder in Eigenregie angelegte Piraten-Gärten: Über 60 Projekte zum Selberbauen, Ausprobieren und Erfinden regen Kinder an, ihre Umwelt zu entdecken und zu schützen"
– denn die Zukunft sind unsere Kinder und die machen wir zu den Menschen, die sie einmal sein werden. Das Buch kann helfen! Und macht Spaß! Auch den Jungs!
2. Kunst aus Büchern
28 von PapierKünstlern Schritt für Schritt erklärte Projekte, was man noch so aus Büchern machen könnte.
Dem möchte ich kein Wort hinzufügen, sondern Bilder der Werke einiger der teilnehmenden Künstler sprechen lassen:
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Kunst
Freitag, 12. Oktober 2012
Der Frage-Foto-Freitag
Bevor ich gleich zur Buchmesse fahre, möchte ich noch Steffis Freitagsfragen beantworten. Dieses Mal werde ich sie natürlich dem Buch (im weitesten Sinne) widmen.
1. Gesehen, verliebt?
Spontan und äußerst heftig hatte ich mich 2009 in die Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov verliebt. Das lag natürlich daran, dass mich das Mädelchen auf dem Buch "Das Geheimnis des Wasserritters" sehr an eines erinnerte, das mit in meiner Wohnung lebt. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie groß meine Freude war, als mir mein Verlag im letzten Jahr mitteilte, dass Frau Schöffmann meinen "Letzten Donnerstag" illustrieren würde.
2. Eine schnelle Deko-Idee?
... hatte ich am 23. April, zum Welttag des Buches. Mit diesem Foto grüßte ich die Mädels in Tulipanien.
3. Einer Deiner Lieblingsdüfte?
Auf Seite 60 lasse ich meinen Helden Kurt, der unter dem Einfluss des Halluzinogens "Kinderglück" steht, drei Lieblingsdüfte illusionieren:
"Ich kuschelte mich etwas tiefer in die weiche Decke. Sie roch so gut. So wie ... wie ... wie frisch gemähtes Gras. Oder wie Regen, wenn er auf die sonnenwarme Straße fiel. Oder wie Erdbeeren mit Sahne."
Dies ist dann auch in meinem abschließenden Quiz zur Lesung eine der Fragen: "Wonach riecht die kratzige, stinkende Decke, nachdem Kurt vom Tee der grässlichen Alten getrunken hat?" Die Erdbeeren erinnern die Kids sofort. Das gemähte Gras entlockt ihnen seltsamerweise oft ein "Bäh!". Den Duft des Regens auf der sonnenwarmen Straße erinnern sie zwar, verstehen ihn aber nicht, ;-).
4. Was ordnet Deine Gedanken?
Das kleine Land Surinam. Denn dorthin schicke ich gerade die Helden in meinem neuen Buch.
1. Gesehen, verliebt?
Spontan und äußerst heftig hatte ich mich 2009 in die Illustrationen von Eva Schöffmann-Davidov verliebt. Das lag natürlich daran, dass mich das Mädelchen auf dem Buch "Das Geheimnis des Wasserritters" sehr an eines erinnerte, das mit in meiner Wohnung lebt. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie groß meine Freude war, als mir mein Verlag im letzten Jahr mitteilte, dass Frau Schöffmann meinen "Letzten Donnerstag" illustrieren würde.
2. Eine schnelle Deko-Idee?
... hatte ich am 23. April, zum Welttag des Buches. Mit diesem Foto grüßte ich die Mädels in Tulipanien.
3. Einer Deiner Lieblingsdüfte?
Auf Seite 60 lasse ich meinen Helden Kurt, der unter dem Einfluss des Halluzinogens "Kinderglück" steht, drei Lieblingsdüfte illusionieren:
"Ich kuschelte mich etwas tiefer in die weiche Decke. Sie roch so gut. So wie ... wie ... wie frisch gemähtes Gras. Oder wie Regen, wenn er auf die sonnenwarme Straße fiel. Oder wie Erdbeeren mit Sahne."
4. Was ordnet Deine Gedanken?
In alten Büchern nach Worten und Illustrationen zu suchen, sie auszuschneiden und Collagen aller Art daraus zu kleben.
5. Neue Liebe?
Das kleine Land Surinam. Denn dorthin schicke ich gerade die Helden in meinem neuen Buch.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Beauty is where you find it – # 35/12
"Shoot the shooter" – will Nic heute.
Eigentlich ein irre lustiges Thema. Denn da fällt mir doch spontan ein, dass ich hin und wieder Zeuge davon ward, wie sich Mädelchen, Frauen und Damen mit dem Telefon selber von der Seite fotografierten, um auf dem Display zu kontrollieren, ob die Frisur auch seitlich hielt, was sie von vorn versprach. Toll! "Hast du das etwa noch nie gemacht?", fragte mal jemand. ICH?? Erstens kann mein Telefon gar nicht fotografieren und zweitens gucke ich mir meine Frisur meist nicht einmal von vorne an. Das hätte dieser jemand eigentlich wissen oder auch sehen können.
Trotzdem habe ich auch schon Fotos von mir selber im Spiegel gemacht. Der Verlag brauchte nämlich ein Autorenbild und Blogger wollte auch eines. Inzwischen wäre es mal Zeit für neue, denn ich habe diese Fotos von mir inzwischen für alles und jedes benutzt, selbst für meine Autogrammkarte (jaa, so etwas habe ich. Gerade heute bin ich nach einer Lesung in Biedenkopf wieder um die 120 losgeworden, ;-).
Nur das untenstehende Bild benutzte ich noch nie. Dabei finde ich das am schönsten. Mitten im damaligen SpiegelShooting kam ich mir nämlich plötzlich so albern bei dem vor, was ich tat, dass ich voll loslachen musste.
Eigentlich ein irre lustiges Thema. Denn da fällt mir doch spontan ein, dass ich hin und wieder Zeuge davon ward, wie sich Mädelchen, Frauen und Damen mit dem Telefon selber von der Seite fotografierten, um auf dem Display zu kontrollieren, ob die Frisur auch seitlich hielt, was sie von vorn versprach. Toll! "Hast du das etwa noch nie gemacht?", fragte mal jemand. ICH?? Erstens kann mein Telefon gar nicht fotografieren und zweitens gucke ich mir meine Frisur meist nicht einmal von vorne an. Das hätte dieser jemand eigentlich wissen oder auch sehen können.
Trotzdem habe ich auch schon Fotos von mir selber im Spiegel gemacht. Der Verlag brauchte nämlich ein Autorenbild und Blogger wollte auch eines. Inzwischen wäre es mal Zeit für neue, denn ich habe diese Fotos von mir inzwischen für alles und jedes benutzt, selbst für meine Autogrammkarte (jaa, so etwas habe ich. Gerade heute bin ich nach einer Lesung in Biedenkopf wieder um die 120 losgeworden, ;-).
Nur das untenstehende Bild benutzte ich noch nie. Dabei finde ich das am schönsten. Mitten im damaligen SpiegelShooting kam ich mir nämlich plötzlich so albern bei dem vor, was ich tat, dass ich voll loslachen musste.
Dienstag, 9. Oktober 2012
Kunst, Plastik und ein Strand
Obwohl momentan die Zeit ist, in der man in buntem Herbstlaub herumwirbelt, Kürbissuppe kocht, Pilze sucht und Kastanientiere bastelt, bin ich heute mal am Strand.
Der Ozean ist mein Ort – egal welcher –, der Duft des Wachs´auf meinem Surfbrett ist mir einer der liebsten und Sand zwischen den Zehen kann ich zwar nicht so gut ertragen, gehört aber dazu.
Eine Liebe bringt Verantwortung und immer nur weinen hilft nicht. Die Ozeane sind mit Plastik verseucht, Tiere sterben daran, Strände müllen zu, ein neuer gefährlicher Kontinent hat sich mitten im Pacific daraus gebildet.
Seit vielen Jahren sammle ich das Plastik am Strand auf. In einen Beutel olle Stücke für die Tonne, in den anderen schöne Stücke, um daraus Schmuck zu gestalten. Den könnte man kaufen oder nachmachen. Die Anleitung dazu findet man im Buch "Creatissimo".
Zum Glück bin ich nicht allein. Viele Künstler, Surfer und Naturschützer machen dasselbe. Aus der Liebe zum Ozean, aus dem Wunsch, den Mist aufzuräumen, den wir so hinterlassen und aus dem kreativen Umgang damit sind tolle Projekte entstanden.
Die Künstler Richard Lang und Judith Selby Lang aus San Franzisco sammeln seit 10 Jahren Plastikmüll und fertigen daraus Kunst.
Das Plastic Garbage Project ist für vier Jahre in Europa auf Tour. Bis zum 28. Oktober kann man die Ausstellung beispielsweise im Museum für Gestaltung in Zürich sehen.
Das engagierte Projekt "Washed Ashore" an der 101 in Oregon besuchten wir vor zwei Jahren. Wir wurden wegen unseres drolligen Akzents sogar für einen Film interviewt, ;-). Hier sind einige Bilder davon.
Der wirklich wunderschöne Film "One Beach" zeigt in 25 Minuten Länge wovon ich hier schreibe. Er wurde im letzten Jahr von der Surfrider Foundation und Barfootwine Films produziert: Ein Film über Kreativität, Optimimus und Spaß an und bei der "Plastik-Arbeit" an den Küsten weltweit. Zu seiner Ankündigung wurde in Venice Beach ein Mosaik-Plakat aus lauter am Strand gefundenen Plastikteilen geklebt.
Der Ozean ist mein Ort – egal welcher –, der Duft des Wachs´auf meinem Surfbrett ist mir einer der liebsten und Sand zwischen den Zehen kann ich zwar nicht so gut ertragen, gehört aber dazu.
Eine Liebe bringt Verantwortung und immer nur weinen hilft nicht. Die Ozeane sind mit Plastik verseucht, Tiere sterben daran, Strände müllen zu, ein neuer gefährlicher Kontinent hat sich mitten im Pacific daraus gebildet.
Seit vielen Jahren sammle ich das Plastik am Strand auf. In einen Beutel olle Stücke für die Tonne, in den anderen schöne Stücke, um daraus Schmuck zu gestalten. Den könnte man kaufen oder nachmachen. Die Anleitung dazu findet man im Buch "Creatissimo".
Hier zu erstehen.
Zum Glück bin ich nicht allein. Viele Künstler, Surfer und Naturschützer machen dasselbe. Aus der Liebe zum Ozean, aus dem Wunsch, den Mist aufzuräumen, den wir so hinterlassen und aus dem kreativen Umgang damit sind tolle Projekte entstanden.
Die Künstler Richard Lang und Judith Selby Lang aus San Franzisco sammeln seit 10 Jahren Plastikmüll und fertigen daraus Kunst.
Das Plastic Garbage Project ist für vier Jahre in Europa auf Tour. Bis zum 28. Oktober kann man die Ausstellung beispielsweise im Museum für Gestaltung in Zürich sehen.
Das engagierte Projekt "Washed Ashore" an der 101 in Oregon besuchten wir vor zwei Jahren. Wir wurden wegen unseres drolligen Akzents sogar für einen Film interviewt, ;-). Hier sind einige Bilder davon.
Der wirklich wunderschöne Film "One Beach" zeigt in 25 Minuten Länge wovon ich hier schreibe. Er wurde im letzten Jahr von der Surfrider Foundation und Barfootwine Films produziert: Ein Film über Kreativität, Optimimus und Spaß an und bei der "Plastik-Arbeit" an den Küsten weltweit. Zu seiner Ankündigung wurde in Venice Beach ein Mosaik-Plakat aus lauter am Strand gefundenen Plastikteilen geklebt.
Freitag, 5. Oktober 2012
Toilettenrollenkunst oder Kaffeetassenabdrücke
Letztens habe ich eine süße Idee entdeckt, was man noch so aus oder mit leeren Toilettenpapierrollen machen kann – außer prima Eulen zu basteln.
Die Rollen lassen sich nämlich prima als "Druckstock" verwenden. Einfach in feste Farbe tauchen und losdrucken.
Die Rollen lassen sich nämlich prima als "Druckstock" verwenden. Einfach in feste Farbe tauchen und losdrucken.
Inspirierend in diesem Sinne finde ich die Werke der chinesischen Künstlerin Li Hong. Sie gestaltet ihre Portraits auf ganz ähnliche Weise. Mal mit den Abdrücken eines Basketballs oder wie im unteren Bild mit denen einer Tasse, die sie immer wieder in Kaffee tauchte – also aus Kaffeerändern, die man gemeinhin nicht so mag und vom Tisch kratzt.
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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Tag der Deutschen Einheit
Heute ist ein besonderer Tag, nicht nur weil wir mitten in der Woche frei haben, sondern weil dieser Tag an etwas ganz Wunderbares erinnert – dass die Deutschen mutig sein können!
Es scheint ja in den unseligen Folgefragen, die sich zum größten Teil um das leidige Thema Geld (Macht und Neid) rankten, beinahe etwas untergegangen zu sein, aber: Vor 23 Jahren wagte es das ostdeutsche Volk aufzustehen, sich zu wehren und zu befreien aus einem totalen Überwachungsstaat, in dem der Nachbar den Freund verraten sollte.
Mir kommen sofort die Tränen, wenn ich daran denke.
Meine Eltern waren auch mutig, als sie acht Jahre zuvor einen Ausreiseantrag stellten, trotz der Angst, dass nun alles zerbrechen und kaputt gehen würde – immerhin hatten sie zwei kleine Kinder – und zwei Jahre später eines nachts mit uns und je einem Koffer in den Zug in eine völlig ungewisse Zukunft gen Westen stiegen.
Manchmal weiß ich nicht, ob ich je diesen Mut gehabt hätte.
Natürlich ließen wir viel zurück, von dem wir nicht wussten, ob wir es je wiedersehen würden. Natürlich ist es manchmal traurig, dass ich kein Spielzeug, kein Buch, keinen Strampler (oder gar ein Elternhaus) aus meiner eigenen Kindheit besitze. Vielleicht bin ich darum ja ein Sachensucher und -sammler geworden. Auf alle Fälle aber ein freiheitsliebender Mensch, denn die persönliche Freiheit ist mir das allerhöchste Gut.
Und ein Geschichtenerzähler. In meinen Geschichten verwahre ich meine Erinnerungen, so wie sich manche eben nicht von ihrem ersten Kuschelteddy trennen mögen (den habe ich allerdings auch mitgeschmuggelt).
Hier kann wer möchte einige Erinnerungen an meine Kindheit in der DDR nachlesen. Man nennt so einen Text (glaube ich) bittersüß.
Es scheint ja in den unseligen Folgefragen, die sich zum größten Teil um das leidige Thema Geld (Macht und Neid) rankten, beinahe etwas untergegangen zu sein, aber: Vor 23 Jahren wagte es das ostdeutsche Volk aufzustehen, sich zu wehren und zu befreien aus einem totalen Überwachungsstaat, in dem der Nachbar den Freund verraten sollte.
Mir kommen sofort die Tränen, wenn ich daran denke.
Frau Herden wird Thälmann-Pionier
Meine Eltern waren auch mutig, als sie acht Jahre zuvor einen Ausreiseantrag stellten, trotz der Angst, dass nun alles zerbrechen und kaputt gehen würde – immerhin hatten sie zwei kleine Kinder – und zwei Jahre später eines nachts mit uns und je einem Koffer in den Zug in eine völlig ungewisse Zukunft gen Westen stiegen.
Manchmal weiß ich nicht, ob ich je diesen Mut gehabt hätte.
Natürlich ließen wir viel zurück, von dem wir nicht wussten, ob wir es je wiedersehen würden. Natürlich ist es manchmal traurig, dass ich kein Spielzeug, kein Buch, keinen Strampler (oder gar ein Elternhaus) aus meiner eigenen Kindheit besitze. Vielleicht bin ich darum ja ein Sachensucher und -sammler geworden. Auf alle Fälle aber ein freiheitsliebender Mensch, denn die persönliche Freiheit ist mir das allerhöchste Gut.
Und ein Geschichtenerzähler. In meinen Geschichten verwahre ich meine Erinnerungen, so wie sich manche eben nicht von ihrem ersten Kuschelteddy trennen mögen (den habe ich allerdings auch mitgeschmuggelt).
Hier kann wer möchte einige Erinnerungen an meine Kindheit in der DDR nachlesen. Man nennt so einen Text (glaube ich) bittersüß.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Monster aus dem Herbstwald
... so hieß vor fünf Jahren eine inspirierende Fotostrecke in der Zeitschrift COUNTRY. Ich habe diese damals aufgehoben, um mit den Kindern die süßen Monster nach zu basteln.
Gestern fand ich die herausgerissenen Seiten wieder und war sofort erneut entzückt.
Hier poste ich sie, damit, wer will, sie nachbauen kann.
Für dieses tolle Wesen braucht man die Flügel des Ahorns, eine große und vier kleine Eicheln und eine stachlige Esskastiane.
Morgen ist Feiertag und es soll die Sonne scheinen – zumindest hier in der Gegend. Das wäre doch eine tolle Gelegenheit mal in den Park oder den Wald zu hüpfen. Viel Spaß dabei!
Gestern fand ich die herausgerissenen Seiten wieder und war sofort erneut entzückt.
Hier poste ich sie, damit, wer will, sie nachbauen kann.
Für dieses tolle Wesen braucht man die Flügel des Ahorns, eine große und vier kleine Eicheln und eine stachlige Esskastiane.
Eicheln bilden die Grundlage der Frösche, dazu die Eichel-Kappen, einige Zahnstocher und verblühte Blütenstände als Ärmchen. Eine kleine Holzbirne ist der Körper des niedlichen Hundes, der mich irgendwie an Moppi erinnert. Damit die Figuren selber stehen, werden einfach halbierte kleine Eicheln und Hagebutten zu Füßchen.
Kastanien und "abgefriemelte" Lärchenzapfen kann man hierfür (unter anderem) verwenden.
Morgen ist Feiertag und es soll die Sonne scheinen – zumindest hier in der Gegend. Das wäre doch eine tolle Gelegenheit mal in den Park oder den Wald zu hüpfen. Viel Spaß dabei!
Sonntag, 30. September 2012
Apfelmus mit Sahne
Manche Dinge wiederholen sich ja stetig. So die Jahreszeiten. Und die damit verbundenen landschaftlichen und natürlichen Erscheinungen und Vorkommnisse. Streuobstwiesen zum Beispiel. Und natürlich wiederholen sich so auch Gedanken und Gefühle, die durch die entsprechende Umgebung ausgelöst werden.
Gestern sammelte ich Fallobst, heute machte ich daraus Apfelmus. Die Gedanken dazu waren denen im letzten Herbst ganz ähnlich. Ich liebe es einfach und spüre eine seltsame tiefe Befriedigung.
Hier für Euch mein heutiges Apfelmusrezept.
Es klappte ganz prima ... beim zweiten Versuch. Der erste legte die Bude in einen bitteren Karamellgeruch. Wenn man nämlich Zucker karamellisiert, muss man dabei bleiben!
2 kg Fallobst (Äpfel und Birnen)
3 Esslöffel Zucker
250 ml Apfelsaft
Vanille
etwas Zimt
Saft einer halben Zitrone
In einem großen Topf den Zucker karamellisieren lassen. Darauf das geschälte und kleingeschnittene Obst geben. Umrühren, dann den Apfelsaft dazu gießen. Deckel drauf und 10 bis 13 Minuten kochen. Vanille, Zitronensaft und etwas Zimt dazugeben und das Ganze mit einem Pürierstab grob pürieren. In heiß ausgespülte Gläser füllen. Fertig! Lecker. Beispielsweise eiskalt mit süßer Kardamomsahne.
Gestern sammelte ich Fallobst, heute machte ich daraus Apfelmus. Die Gedanken dazu waren denen im letzten Herbst ganz ähnlich. Ich liebe es einfach und spüre eine seltsame tiefe Befriedigung.
Hier für Euch mein heutiges Apfelmusrezept.
Es klappte ganz prima ... beim zweiten Versuch. Der erste legte die Bude in einen bitteren Karamellgeruch. Wenn man nämlich Zucker karamellisiert, muss man dabei bleiben!
2 kg Fallobst (Äpfel und Birnen)
3 Esslöffel Zucker
250 ml Apfelsaft
Vanille
etwas Zimt
Saft einer halben Zitrone
In einem großen Topf den Zucker karamellisieren lassen. Darauf das geschälte und kleingeschnittene Obst geben. Umrühren, dann den Apfelsaft dazu gießen. Deckel drauf und 10 bis 13 Minuten kochen. Vanille, Zitronensaft und etwas Zimt dazugeben und das Ganze mit einem Pürierstab grob pürieren. In heiß ausgespülte Gläser füllen. Fertig! Lecker. Beispielsweise eiskalt mit süßer Kardamomsahne.
Samstag, 29. September 2012
Eine Woche Lesetour durch den Rheingau
Als ich damals vor 4 Jahren begann Kinderbücher zu schreiben, hatte ich nicht gewusst, welch wunderbares Geschenk das Leben bereit hielt. Für mich gibt es nämlich nicht viel Schöneres als Kindern Geschichten vorzulesen, ihre direkten Reaktionen zu beobachten, ihr Lachen, ihre Bäh-Rufe (ich lese natürlich immer das schleimigste Kapitel aus dem "Letzten Donnerstag", ;-)), ihre großen Augen, die Fragen, die Freude. Eine Woche Vorlesen im Rheingau liegen hinter mir. Den Klopstock las ich für die Kleinen, den Letzten Donnerstag für die Großen. Danke schön! An die Kids, an die Lehrer und Direktoren, an die Sponsoren und natürlich an Sabine Stemmler vom Netzwerk Leseförderung, die das alles möglich macht!
Nächste Woche geht es weiter.
Nächste Woche geht es weiter.
Freitag, 28. September 2012
Bastelbücher – Craft Books
one week one collection – heißt es heute bei Frau Heuberg. Die gesammelten Bastelbücher gilt es zu zeigen. Oh je, das geht nicht, denn ich habe zu viele, quasi meterweise. Mann, Mann, Mann.
Die meisten in Englisch. Die sind aber auch einfach schöner.
Man kann sagen, ich erlag einer ganz schlimmen Sammelwut. Inzwischen ist es besser. Zumindest gibt es eine Abmachung mit mir selber: Ich darf mir erst ein neues Bastelbuch kaufen, wenn ich aus all denen, die ich schon habe, mindestens ein Projekt umgesetzt habe. Zum Glück ist die Marie Claire Idee kein Buch, ;-).
Drei Bücher, die ich einfach immer wieder toll und inspirierend finde:
Naaien Enzo, handwerken voor snelle Henkies
Isabelle Kessedjian, mes petits bricoles
Rinzen, Neighbourhood
Da ich irgendwann mal befürchtete, das Dachgeschoss würde durchkrachen, ob meiner vielen Bücher, beschloss ich einst, mich von einigen zu trennen. Dazu richtete ich meinen kleinen Buchladen ein. Den werde ich mal wieder etwas auffüllen und ergänzen.
Am Wegesrand gefunden – tigermilk und blaue Orangen
Ich befinde mich ja gerade in der heißen Phase meiner Herbstlesungen. Darum war ich gestern auf dem Stadtfest in Wiesbaden. Zwischendrin hatte ich etwas Zeit und brauchte mal ein stilles Örtchen. "Geh doch einfach die Straße rauf in die Obere Webergasse. Da hat meine Frau ein Café, dort bist du willkommen", sagte Thomas von der Technik.
Das tigermilk ist aber gar kein Café. Es ist ein Näh-Atelier, ein liebevolles Lädchen voller Handmade-Produkte, ein kreativer Ort mit Kaffee leckerem hausgemachten Kuchen, Müsli und Eiscreme – und einer gemütlichen Sitzgelegenheit. Sehr nett. Auch Laura, die Betreiberin. Wir plauderten ein wenig über Kultur und Handmade und Märkte und den anstehenden 2-jährigen Geburtstag ihres Geschäfts in der Nummer 50. Dabei nähte sie an einem "Halt´s Maulwurf", neben dem süßen Büchlein "Grashalm Lars" mit Grassamentütchen mein Lieblingsprodukt dort. Geht mal hin.
Im Übrigen ist das ganze Viertel um den Kulturpalast, in dem morgen (am 29.09. 2012) der Kreativmarkt "Blaue Orangen" (schöner Name, sehr hübsches Plakat) stattfindet, sehr pittoresk: Kleine etwas schiefe Häuschen, herzallerliebste Lädchen, Galerien und Cafés – nicht groß, sondern angenehm überschaubar, so dass man sich für alles viel Zeit nehmen kann. Leider aber wohl schon von den Immobilienhaien entdeckt. Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so wie es ist.
Das tigermilk ist aber gar kein Café. Es ist ein Näh-Atelier, ein liebevolles Lädchen voller Handmade-Produkte, ein kreativer Ort mit Kaffee leckerem hausgemachten Kuchen, Müsli und Eiscreme – und einer gemütlichen Sitzgelegenheit. Sehr nett. Auch Laura, die Betreiberin. Wir plauderten ein wenig über Kultur und Handmade und Märkte und den anstehenden 2-jährigen Geburtstag ihres Geschäfts in der Nummer 50. Dabei nähte sie an einem "Halt´s Maulwurf", neben dem süßen Büchlein "Grashalm Lars" mit Grassamentütchen mein Lieblingsprodukt dort. Geht mal hin.
Im Übrigen ist das ganze Viertel um den Kulturpalast, in dem morgen (am 29.09. 2012) der Kreativmarkt "Blaue Orangen" (schöner Name, sehr hübsches Plakat) stattfindet, sehr pittoresk: Kleine etwas schiefe Häuschen, herzallerliebste Lädchen, Galerien und Cafés – nicht groß, sondern angenehm überschaubar, so dass man sich für alles viel Zeit nehmen kann. Leider aber wohl schon von den Immobilienhaien entdeckt. Hoffentlich bleibt es noch eine Weile so wie es ist.
Donnerstag, 27. September 2012
Beauty is where you find it # 33/12 – on the market
Bevor ich gleich nach Wiesbaden fahre, um dort in einem Zirkuszelt auf dem Kranzplatz aus meinen Büchern zu lesen, lasse ich mich noch schnell von Nics heutigem Thema auf kurze Weltreise entführen. On the market – sollen die entstanden Bilder sein. Ich ging gerade einmal meine Ordner durch und versank in Marktbildern. Davon habe ich viele, denn ich liebe Märkte. Wo immer ich auf der Welt bin, ich besuche die Markthallen: gucke, staune, grusele mich manchmal ein bisschen (unglaublich, was man alles essen kann), bekomme Hunger, esse etwas ganz Frisches zusammen mit den Einheimischen (oder Touristen, je nachdem wo man ist) und bin glücklich.
Zwei Märkte möchte ich zeigen. Der eine ist in Malaga ...
... der andere in Seattle.
Oh, herzzerreißendes Fernweh!!!!
Zwei Märkte möchte ich zeigen. Der eine ist in Malaga ...
Oh, herzzerreißendes Fernweh!!!!
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