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Sonntag, 27. Oktober 2013

Herbst im Haus

Der Herbst gibt sich wirklich alle Mühe. Und bevor der Winter das Draußen grau und braun anmalt, kann man noch mal schnell in die Gärten und auf die Felder vor der Stadt hüpfen und vom Rande Schönes für die heimische Vase holen. Beispielsweise: Maisschüsse, Fenchelblütenstände, Ringelblumen, verblühte Hortensien.




Mittwoch, 4. September 2013

Zu Besuch bei der Illustratorin Manuela Olten

Heute habe ich eine liebe Freundin besucht. Wir kennen uns seit etwa 20 Jahren. (Oops, das ist aber lange.)
Manuela Olten ist inzwischen eine sehr erfolgreiche Kinderbuchillustratorin. Mit ihrer Kunst, ihrer Fertigkeit und ihrem Humor gestaltet und schmückt sie aber nicht nur Bilderbücher sondern auch Wattepüppchen. Wattepüppchen? Richtig. Wer diese wunderbaren Wesen noch nicht kennt, wird dies etwas weiter unten tun.





Frau Olten ist unfassbar kreativ und handwerklich geschickt. Wer dachte, unseren Morgenkaffee hätten wir in ihrem Wohnzimmer eingenommen, der irrt. Dieser nette Raum ist eine alte Garage im Garten, der die vordere Wand entrissen wurde. Selbstredend, dass alle Möbel und Wände von Manuelas Händen gestaltet und bemalt wurden.




Gleich daneben befindet sich das kleine Gartenhäuschen von Henriette, dem Töchterchen der Familie Olten.


Manuela Olten hat inzwischen 30 Bücher illustriert und zum Teil auch geschrieben. Mein Lieblingsbuch von ihr ist übrigens: "Mama, wie heißt noch mal das Gelbe?" Warum? Weil ich Mama bin und die Situation im Buch so gut kenne. 
Manus Malstil ist einzigartig, ihre großen Acrylbögen gehören alle an die Wand. Aber noch lieber habe ich ihren Humor. Der zeigt sich meistens in den Details, kleine wunderbare Nebenschauplätze, die es in den Bildern und hinter der Vordergründigkeit zu entdecken gilt. Das macht auch den Eltern Spaß. Und manchmal denke ich, die können über die Bücher noch viel lauter und herzlicher lachen als die kichernden Kids, denen gerade vorgelesen wird. (Obwohl: Wir haben das Glück einen großen Manuela-Olten-Bücherstapel in der Bude zu haben. Und manchmal haut sich das Söhnchen auf das Sofa und schnappt sich den "Manustapel", um damit eine vergnügliche Stunde zu verbringen.)
Ihr bekanntestes Buch ist sicherlich: Echte Kerle.







Und nun zu den Wattepüppchen. Denn diese haben Frau Olten das Herz gestohlen. Einst Dekorationen der 1930er Jahre, entstehen sie nun in unglaublicher Vielfältigkeit im Atelier unterm Dach.





Man kann diese Figuren käuflich erwerben. Nämlich in Manuelas online-Shop "Juime".

Es folgen noch einige Impressionen aus dem überbordenden Olten-Home, in dem ich unglaublich gerne bin und in dem man Tage verbringen und auf Entdeckungstour gehen kann.
Liebe Manu, danke für den schönen Vormittag, den Kaffee und das Rührei.










Mittwoch, 27. März 2013

Ostern naht – Dekoriert!

Hier im Heim ist ein saisonales Dekorieren nicht wirklich möglich – das Leben spült endlos und mannigfaltig Objekte und Sächelchen an, die aus der Bude etwas machen, das man nur als "sehr, sehr bunt" bezeichnen kann. Der Staub findet es prima, Besucher haben immer etwas zu entdecken, mich inspiriert es. Nur ganz manchmal bekomme ich einen Zustand, in dem mir Klarheit fehlt. Aber dann kann ich ja auch rausgehen.
Trotzdem finde ich es schön, sich auf die Feste, wie sie fallen, vorzubereiten und dadurch vorzufreuen. Geht ja sonst immer alles so schnell vorbei. (War ja zum Beispiel gerade erst Weihnachten, selbst die Natur glaubt ja noch immer, es sei Dezember). Dekorieren und Basteln sind wunderbare Möglichkeiten, das Schöne und somit auch das Glück zu intensivieren.
Also Ostern. Dazu gehören Eier, Blumen, Hasen und Hennen. Steht hier alles irgendwo rum, vom Staub verhüllt, aber dennoch. Ich werde es davon befreien und mittig auf den Tisch – quasi ins center of attraction – rücken. Irgendetwas basteln werde ich auch.
Hier einmal eine Oster-Ideensammlung (Anleitungen, so fern es welche braucht, findet Ihr hinter dem jeweiligen Link):


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Mittwoch, 20. Februar 2013

Kinderbuch oder Kesser Kasten – es ist die Inspiration

Gestern begann meine Vorlesezeit des Frühjahrs, in Babenhausen las ich 100 Kids der zweiten Klassen aus meinem Buch "Herr Klopstock, Emma und ich" vor. Wie immer kamen im Anschluss viele Fragen, die ich mit Freude beantwortete. Den Kindern die Wichtigste ist oft: "Wie fällt dir das alles ein?" Dann rede ich über Inspiration und die kleinen Momente, die in mir eine große Geschichte entstehen lassen.


Bei "Herrn Klopstock" war es zum Beispiel ein genähter Frosch, den ich mal in Antwerpen fand. Als er dann im Zuhause auf dem Sofa saß – wo er noch immer sitzt, wenn auch leicht lädiert – rief das Söhnchen, damals sechs Jahre alt: "Guck mal Mama, der sieht aus als würde der uns zuhören. Gleich sagt er auch was." Und das Töchterchen lachte und meinte: "Der ist jetzt bei uns eingezogen." Von da an nannten wir ihn Herrn Klopstock und bezogen ihn in die Familiengespräche mit ein.


Genauso funktioniert es: Ein kleiner Moment bewirkt plötzlich eine große kreative Sache.
Letzte Woche wurde ich beispielsweise zu meiner Aktivität als Handmade-Markt-Organisatorin vom Stadtmagazin FRIZZ interviewt. Plötzlich kamen wir auf Zucker und dann erzählte meine Interviewpartnerin, ihr Vater hätte den Dachboden aufgeräumt und dort ganz viele einst gesammelte Zuckerstückchen aus den 50er Jahren gefunden.


Am nächsten Tag besuchten wir das Senkenberg Museum in Frankfurt. Wie immer bewunderte ich die Insektensammelkästen und all die zusammengetragenen Wesen aus Wasser, Luft und Erde. Ich liebe solche Sammelsurien einfach und kann mich völlig dort hinein verlieren.


Als wir nach hause kamen, fand ich im Postkasten einige der Zuckerstückchen. Beglückt, ob dieses Geschenks, kreierte ich, inspiriert vom Museumsbesuch, gestern und heute einen neuen Kessen Kasten – Das Sammelsurium. Ich finde ihn wunderschön.




Der wandert jetzt in die Galerie.

Sonntag, 10. Februar 2013

Valentinstag ohne Valentin aber mit den liebsten Valentinen – der Tag der Liebe einmal anders

Eigentlich ist er ja schon längst gepostet, mein Valentinstag-Post. Doch hier kommt noch einer – weil das Leben so ist wie es ist. Manch eine hat nämlich gar keinen Valentin, der ihr am kommenden Donnerstag ein kitschiges Plüschherz mit Klimperaugen lieber nicht schenken soll. (Aber wehe, wenn wirklich nicht – kennt man ja, die Frauen.)
Manchmal ist dann dieser Tag, der einem ja eigentlich piepsegal ist, trotzdem doof. Ich habe mir darum eine schöne Alternative überlegt. Man könnte doch – bevor man seine zu hohen Erwartungen enttäuschen lässt oder traurig zwischen den blöden Liebesfilmen im Fernsehen hin und her zappt und dabei Schokolade in Herzchenform zerbeisst (natürlich ohne Hinzugucken, krach, mit ein bisschen Wut mitten hinein ins Symbol der Liebe) – eine Freundinnen-Party veranstalten.


Freundinnen würden sich bestimmt auch über kitschig Dekoriertes und wunderbar Süßes freuen, also wirklich freuen. Die Freundin, die gerade oder immer auf Diät ist, lädt man dann lieber nicht ein. Das macht auf beiden Seiten nur ein schlechtes Gewissen. Denn sinnlich soll es auf alle Fälle hergehen. Darum tragen auch alle Mädels etwas Schönes, vielleicht gar etwas Glamouröses mit Frisur und vielleicht auch Lippenstift.

Man könnte also ...

1.


... doch mal dieses Dekoherz an die Wand oder Tür kleben.
Ist ganz einfach: Man schneidet Origamipapiere (quadratisch) in drei verschiedenen Farben jeweils an der Diagonale entzwei. Von zwei Farben braucht man jeweils 3 Blätter von der dritten Farbe 4 Blätter. Hinterher puzzelt man daraus das Herz zusammen und klebt die einzelnen Blatthälften mit doppelseitigem Klebeband an die Wand.

2.


... diese superkitschigen Etiketten, Fähnchen und Wimpel aller (Valentins)arten bei der Graphics Fairy ausdrucken und so Allerlei damit verzieren. Zum Beispiel kleine Glas-Fläschchen, in die man Portionen der Lieblingskörpermilch abgefüllt hat ...

3.


... natürlich gibt es Cup Cakes, niedlich und aufwendig verziert ...


... köstliche Macarons ...


... und Torten, die ruhig an Hochzeitstorten erinnern dürfen.

4.


... man könnte zuvor die Legokiste der Kids plündern und zusammen Freundinnenketten basteln.

5.


... getrunken werden natürlich Strawbeery Margaritas. Darum geht auch niemand später nachhause. Jeder bringt stattdessen seinen Pyjama mit und bleibt bis zum nächsten Morgen. Weil der ja in diesem Jahr ein Freitag wäre, könnte man die Freundinnen-Party auch am 15. Februar schmeißen. Eigentlich könnte man sie dann auch schnell wiederholen. Zum Beispiel im März.