Sonntag, 25. September 2011

Raus, raus, alle raus! - ins Vivarium


Wenn man kleine Kinder hat, ist man viel öfter draußen und besucht Orte, die für die Kinder gesund für Leib und Seele sein sollen. Später geht man da nicht mehr so oft hin.



Und dann kann es einem passieren, dass man eines Tages merkt, dass diese Orte nicht nur für die Kinder gut waren, sondern auch für einen selbst. Der Zoo zum Beispiel.



Wir waren im Vivarium des Heimatstädtchens, das Söhnchen und ich. Später Nachmittag war es schon und wir die einzigen Gäste.



Die Zebras hatten keine Lust mehr auf Besuch, dafür erwachten all die anderen, die sonst nur unbeweglich in halbverborgenen Ecken rum liegen. Es war spannend und fast ein bisschen schaurig.



Natürlich sieht man dann auch Dinge, die man sonst nicht so sah. Die vielen kleinen toten Küken in den Fressnäpfen der Geier beispielsweise. Vor den Schlangenterrarien habe ich auch intensiv über bruchsicheres Glas nachdenken müssen.



Das Vivarium ist ein toller Ort - der sich in den letzten Jahren sehr verändert hat. Es gibt nun viele Plätzchen im Freien mit Liegestühlen und Gras und Bäumen und Sonne. Sogar einen kleinen Strand.



Man kann sich eine Decke und einen Pulli, eine Thermoskanne mit dem Lieblings-Heissgetränk und Kekse mitnehmen. Den Rechner oder ein Buch.



Und dann in guter Gesellschaft ein paar Stunden verbringen. Die Geräuschkulisse lädt zum Träumen ein, da könnte man auch die Augen zumachen und gar nichts mitbringen.



Oder eben die Kinder. Die finden nämlich, wenn man erst einmal da ist, den Zoo doch gar nicht so öde, wie sie zuvor dachten.




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