Zu unserem 3. Tischdienst wollte ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen, immerhin war das Thema "Weihnachtsschmaus". Außerdem hatten wir den Acker abgeerntet und ich hatte einige Rote Rüben im Haus. Doch der erdige Geschmack derselben schien nicht wirklich ein festliches Essen zu bedingen. Doch dann hatte ich eine Idee und es wurde mir berichtet (von meinen eigenen Geschmacksnerven, von meiner Tochter und von den Gästen des Tischdiensts), das es funktionierte.
Ich röstete die Rote Bete, erstellte daraus ein Pesto, in diesem wälzte ich selbstgemachte Süßkartoffel-Gnocchi und zum Abschluss überstreute ich das Ganze mit Lebkuchenstreusel.
(Ich habe leider in der Aufregung unseres wunderbaren Events völlig vergessen, mein Gericht ihm angemessen zu fotografieren. Zum Glück tat dies eine Freundin. Allerdings bevor die Streusel getreuselt waren.)
Die ersten Schritte müssen übrigens am Vortag des Speisens getan werden.
Man braucht für etwa 4 bis 6 Portionen folgendes:
Süßkartoffel-Gnocchis:
* 400g Süßkartoffeln / 320g Ricotta / eine Handvoll geriebenen Parmesan / Salz / 200 bis 250 g Mehl
Pesto:
* 1 große oder 2 kleine Rote Beten / 3 frische Knoblauchzehen / Olivenöl zum Braten / gutes kaltgepresstes Olivenöl / 1 Handvoll Ruccola / 1 Handvoll glatte Petersilie / 1 Handvoll Walnüsse / Saft einer halben Zitrone / Salz / Pfeffer
Lebkuchenstreusel:
* 1 Scheibe knochentrockenes Grau- oder Vollkornbrot / eine Handvoll Walnüsse / 2 Printen / eine Prise gemahlene Nelken / eine Prise gemahlener Anis
Und so geht´s:
Am Vortag muss man drei Schritte erledigen:
Die Süßkartoffeln legt man bei 200 Grad für 50 Minuten auf den Rost in den Ofen. Achtung: Eine Auffangschale darunter stellen. Nach dem Erkalten schälen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Den dabei anfallenden Saft kippt man am nächsten Morgen fort.
Auch die Rote Beete kann man schon am Vortag (gemeinsam mit den Kartoffeln) rösten. Dazu putzt man sie, schneidet die Enden ab und legt sie in eine kleine Auflaufform. Zwei der Knoblauchzehen gibt man mit der Schale dazu. Das Ganze großzügig mit Olivenöl übergiessen. Für etwa 50 Minuten bei 200 Grad in den Ofen stellen. Nach Erkalten die Rote Bete schälen, zusammen mit dem Knoblauch im Öl aufbewahren.
In ein Haarsieb legt man ein sauberes Geschirrtuch. Dort hinein wird der Ricotta gegeben. Im Kühlschrank kann der Käse über Nacht entwässern.
Süßkartoffelgnocchis:
Die gegarten und entwässerten Kartoffeln in einer großen Schüssel mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Den entwässerten Ricotta hinzugeben und mit einem hölzernen Löffel zu einer einheitlichen Masse rühren. Den geriebenen Parmesan und zwei ordentliche Prisen Salz unterrühren. Nun nach und nach das Mehl dazugeben und mit den Händen vorsichtig unterkneten. Achtung: Je weniger Mehl man benutzt, desto fluffiger werden die Gnocchis.
Den Teig in vier Teile teilen und aus jedem auf einen Holzbrett eine Rolle von etwa 2 cm Durchmesser formen. Diese in 2 cm breite Scheiben schneiden. Schließlich die Scheibchen mit einer Gabel etwas platt drücken.
In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Darin Portion für Portion der Gnocchis garen bis sie oben schwimmen. Das dauert ein bis zwei Minuten. Die fertigen Gnocchis im Haarsieb abtropfen lassen. Danach vorsichtig im Pesto wenden.
Pesto:
In einen Mixer die Rote Beete, den gerösteten Knoblauch und alle anderen Zutaten geben. Zum Schluss einen guten Schuss feines Olivenöl zugeben. Alles mixen bis eine sämige rot-violette Creme entstanden ist.
Lebkuchenstreusel:
Alle Zutaten in einem Zerkleinerer (ich habe und liebe eine Moulinette) zu kleinen Streuseln / zu groben Mehl zerkleinern. Die Streusel in einer Pfanne etwas rösten.
Die Gnocchis auf einem Teller anrichten und mit Streuseln bestreuen. (Auf dem Foto stehen sie noch neben dran.)
Berauschendes aus Kultur, dem Leben, der Küche und der Natur – erdacht, erlebt oder gefunden von Antje Herden
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Freitag, 11. Dezember 2015
Sonntag, 25. Oktober 2015
Herrliche Herbstfarfalle – mit Waldpilzen, Pastinaken und Mangold
Der Herbst überschüttet uns mit seinen Köstlichkeiten. Wir können nichts anderes tun, als sie einzusammeln, sie zuzubereiten oder zu konservieren. Und natürlich sie zu genießen.
Im Wald sammelte ich Maronen und Fichtensteinpilze, von meinem Gemüseacker holte ich Pastinaken, Mangold und Petersilie. Mit diesen Schätzen verschwand ich in meiner Küche, um kurz darauf den Herbst zu schmecken.
Im Wald sammelte ich Maronen und Fichtensteinpilze, von meinem Gemüseacker holte ich Pastinaken, Mangold und Petersilie. Mit diesen Schätzen verschwand ich in meiner Küche, um kurz darauf den Herbst zu schmecken.
Das braucht man (2 Portinen):
ca. 8 mittelgroße Waldpilze, 1 Pastinake, 2 Handvoll kleingeschnittenen Mangold, 1 Handvoll kleingeschnittene Petersilie
Olivenöl und Butter
Ahornsirup
Brühe und Sahne
Pfeffer, Salz
gekochte Farfalle
So geht´s:
Die Pastinake in mundgerechte Stücke scneiden. In einer großen Pfanne 3 EL Olivenöl und 2 EL Butter erhitzen. Pastinake darin braten. Kleingeschnittene Pilze dazugeben. Eine Weile bei dreiviertel Hitze knusprig braten, 2 EL Ahornsirup dazugeben und die Mischung etwas karamellisieren lassen. Dann mit 100 ml Brühe ablöschen. Mangold und Petersilie dazugeben und unter einem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Sahne nach Geschmack angießen, salzen und pfeffern. Zum Schluss die Farfalle untermischen.
Fertig und verdammt lecker. Guten Appetit!
Sonntag, 3. August 2014
Zucchinis in rauen Mengen – ein feines Zucchini-Relish
Erzählte mir jemand, dass eines Tages die Zucchinis die Weltherrschaft übernähmen, ich würde es glauben. Himmel, wie ist das möglich, dass innerhalb weniger Tage aus den zauberhaften Blütenfeen solche Baseballkeulen werden?
Das einzig Problematische am Acker ist der Überreichtum einer einzigen Sorte Gemüse, wenn sie denn reif ist. Jeden Tag Zucchini möchte man ja auch nicht speisen. Nachdem ich gestern schon etliche Kilo mit Ölivenöl, Salz und einer Menge Knoblauch grillte und einlegte, kochte ich heute einige Gläser Relish (etwa 2,5 Liter).
Aus verschiedensten Rezepten und Vorgehensweisen erstellte ich meine eigene. Lecker, muss ich sagen. Wer´s auch probieren möchte, bitte schön.
Man braucht (ich gebe die Mengenverhältnisse mit an, weil Ihr vielleicht sehr viel mehr oder auch weniger Zucchinis habt. Ist ein bisschen Mathe, aber geht schon):
* grüne oder gelbe Zucchini und Zwiebeln im etwaigen Mengenvehältnis 2:1. Also, eine Tasse Zwiebeln auf zwei Tassen Zucchini. Ich nahm etwa 10 Tassen Zucchinis und 5 Tassen Zwiebeln.
* braunen Zucker und Weißweinessig im Verhältnis 2:1 und zu den Zucchinis 1:2, also bei meinen 10 Tassen Zucchinis sind das 5 Tassen Zucker und 2,5 Tassen Essig
* 1 grüne Chilischote / 3 Knoblauchzehen
* 5 EL Salz / 1 TL Muskat / 1/2 TL gemahlenen Koriander / 1 EL scharfer Senf
So geht´s:
Einige Rezepte empfehlen das Kleinschneiden von Zucchini und Zwiebeln, salzen und über Nacht abtropfen lassen. Ich fand eine schnellere Lösung: Die Zucchini und die Zwiebeln habe ich in der Moulinette kleingehäckselt, in ein Haarsieb gegeben und abtropfen lassen. In die letzte Runde gab ich die Chilischote, den Knoblauch und noch etwas Essig, damit das Ganze schön fein wird.
In einem großen Topf mischte ich das Gemüse den Essig und den Zucker. Dann gab ich die Gewürze hinzu und mischte alles noch einmal gut durch. 15 Minuten wurde das Ganze dann gekocht, heiß in Schraubgläser gefüllt, kurz auf den Kopf gestellt und fertig. Nun muss das Relish noch einige Zeit (etwa 6 Wochen) am besten im Kühlschrank durchziehen, bis es perfekt schmeckt.
Es ist ganz wunderbar auf Sandwiches, zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder auch Käse.
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Sonntag, 25. Mai 2014
Pikantes Frühstück mit Spinat
Ich mag das Frühstück. Nicht das Schnelle unter der Woche, wenn keiner Zeit dafür hat und ich denke, ich auch nicht. Sondern das Sonntagsfrühstück oder Ferienfrühstück. Tage, die schon im Aufwachen langsamer beginnen. Dann probiere ich gerne Varianten mit Ei. Denn Eier müssen sein zum Frühstück.
Da auf dem Acker auch der Pflückspinat fast schon in die Blüte schießt, muss er schnell geerntet werden.
Darum gibt es heute hier zwei Rezepte mit Spinat, die sich hervorragend zum Frühstücken eignen.
Gebratener Spinat mit Ei auf Toast
Man braucht (pro Portion):
2 Handvoll Pflückspinat / ein Stück Blauschimmelkäse oder Gorgonzola / 1/2 Birne / 1 Ei / Toastbrot / etwas Butter / Pfeffer
So geht´s:
Die Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne schmelzen lassen, dann den Spinat dazu geben und einfallen lassen. Den Käse in Stückchen schneiden und untermischen. Die halbe Birne in kleine Scheibchen schneiden und dazugeben. Pfeffern und alles eine Weile schmurgeln lassen.
Alles in eine Ecke der Pfanne schieben und auf die leere Seite das Ei geben. Wenn es leicht gebräunt ist vorsichtig und ganz kurz wenden, damit das Weiß zwar überall fest ist, das Gelb aber nicht.
Auf ein getoastetes Toastbrot den Spinat legen, darauf das Ei mit dem Gelb nach unten anrichten. Das Gelb einstechen, so dass es über alles läuft.
Dann genießen.
Salz habe ich kein zusätzliches verwendet. Das braucht man nicht, wenn der Käse salzig genug ist.
Spinat-Artischocken-Dipp
Man braucht:
1 Dose Artischocken-Herzen oder -Böden / 2 Handvoll jungen Spinat / 1 EL Zitronensaft / 1 Knoblauchzehe / Pfeffer / Salz / etwas braunen Zucker
Die Artischocken abtropfen lassen. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer grünen Paste zerkleinern.
Sehr lecker mit Radischen. Ansonsten ein Superdipp für Brot oder Gemüse oder auch als Beilage zu Grill-Fleisch und warme Kartoffel- oder Eigerichte.
Der Dipp hält sich in einem Schraubglas im Kühlschrank etwa eine Woche.
Da auf dem Acker auch der Pflückspinat fast schon in die Blüte schießt, muss er schnell geerntet werden.
Darum gibt es heute hier zwei Rezepte mit Spinat, die sich hervorragend zum Frühstücken eignen.
Gebratener Spinat mit Ei auf Toast
Man braucht (pro Portion):
2 Handvoll Pflückspinat / ein Stück Blauschimmelkäse oder Gorgonzola / 1/2 Birne / 1 Ei / Toastbrot / etwas Butter / Pfeffer
So geht´s:
Die Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne schmelzen lassen, dann den Spinat dazu geben und einfallen lassen. Den Käse in Stückchen schneiden und untermischen. Die halbe Birne in kleine Scheibchen schneiden und dazugeben. Pfeffern und alles eine Weile schmurgeln lassen.
Alles in eine Ecke der Pfanne schieben und auf die leere Seite das Ei geben. Wenn es leicht gebräunt ist vorsichtig und ganz kurz wenden, damit das Weiß zwar überall fest ist, das Gelb aber nicht.
Auf ein getoastetes Toastbrot den Spinat legen, darauf das Ei mit dem Gelb nach unten anrichten. Das Gelb einstechen, so dass es über alles läuft.
Dann genießen.
Salz habe ich kein zusätzliches verwendet. Das braucht man nicht, wenn der Käse salzig genug ist.
Spinat-Artischocken-Dipp
Man braucht:
1 Dose Artischocken-Herzen oder -Böden / 2 Handvoll jungen Spinat / 1 EL Zitronensaft / 1 Knoblauchzehe / Pfeffer / Salz / etwas braunen Zucker
Die Artischocken abtropfen lassen. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer grünen Paste zerkleinern.
Sehr lecker mit Radischen. Ansonsten ein Superdipp für Brot oder Gemüse oder auch als Beilage zu Grill-Fleisch und warme Kartoffel- oder Eigerichte.
Der Dipp hält sich in einem Schraubglas im Kühlschrank etwa eine Woche.
Mittwoch, 7. Mai 2014
Wildes Grün – Brennnessel- und Meldespinat mit Sonnenblumenkernen
Mit zehn, elf Jahren war meine Tochter ein Waldmädchen. Krabbelte durchs Unterholz, baute Hütten, erkundete alles, wäre wohl am liebsten auch dorthin gezogen. Eines Tages kam sie nach Hause, zog einige zerdrückte Pflanzenreste aus der Hosentasche und meinte kauend: "Mama, das ist doch Sauerklee, oder? Davon habe ich ganz viel gegessen." Oh, Himmel!
Dabei ist das doch bestimmt etwas Genetisches. Ich finde es nämlich ebenfalls einfach schön, durch die Natur zu streifen und Essen zu sammeln. Da ich nicht mit Pfeil und Bogen oder anderen Fallen losziehe, bezieht sich das auf das Wilde Grün.
Im letzten Jahr schenkte mir meine liebe Frau Mama das Buch "Wildes Grün" von Diane Dittmer, Anke Schütz und Krisztina Zombori. Eine hübsche Einführung in das Kochen mit Wildkräutern. Außerdem sieht man schön, welche der Pflanzen am Weges- und Waldrand man verspeisen kann.
Vor einiger Zeit aß ich im Prinzessinnengarten in Berlin Pasta mit Brennnesseln. Immer danach wollte ich auch einmal etwas damit zubereiten.
Als ich am letzten Donnerstag meinen Saisongarten übernahm, war der völlig von Unkraut, ähm, Wildkräutern überwuchert. Hauptsächlich von Melde, deren Blätter nach jungen Erbsen schmecken. Am ersten Tag machte ich einen Salat daraus. Lecker. Am Tag darauf nahm ich Handschuhe mit und schnitt zusätzlich ein dickes Bund Brennnesselspitzen.
Spinat aus Brennnessel, Melde, Pflückmangold und -spinat
Man braucht:
je einen großen Teil (etwa zwei bis drei Handvoll) Blätter der Melde, der Brennnessel, von Spinat und Mangold / Olivenöl / Sahne / Pfeffer / Salz / Muskat / Sonnenblumenkerne
So geht´s:
Sonnenblumenkerne in einer Pfanne (ohne Öl) rösten.
Alle Blätter gut waschen (Handschuhe!) und abtropfen lassen.
In einem großen Topf das Öl erwärmen. Die Blätter zugeben, umrühren, Deckel drauf. Nach etwa 7 bis 10 Minuten ist alles zu einem Spinat zusammengefallen. Salzen. Pfeffern. Mit Muskat abschmecken und einen guten Schuss Sahne zugeben.
Auf dem Teller mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Dazu junge Kartoffeln und (für die Fleischesser) knusprig gebratene Hähnchenbruststücke. Guten Appetit!
Dabei ist das doch bestimmt etwas Genetisches. Ich finde es nämlich ebenfalls einfach schön, durch die Natur zu streifen und Essen zu sammeln. Da ich nicht mit Pfeil und Bogen oder anderen Fallen losziehe, bezieht sich das auf das Wilde Grün.
Im letzten Jahr schenkte mir meine liebe Frau Mama das Buch "Wildes Grün" von Diane Dittmer, Anke Schütz und Krisztina Zombori. Eine hübsche Einführung in das Kochen mit Wildkräutern. Außerdem sieht man schön, welche der Pflanzen am Weges- und Waldrand man verspeisen kann.
Vor einiger Zeit aß ich im Prinzessinnengarten in Berlin Pasta mit Brennnesseln. Immer danach wollte ich auch einmal etwas damit zubereiten.
Als ich am letzten Donnerstag meinen Saisongarten übernahm, war der völlig von Unkraut, ähm, Wildkräutern überwuchert. Hauptsächlich von Melde, deren Blätter nach jungen Erbsen schmecken. Am ersten Tag machte ich einen Salat daraus. Lecker. Am Tag darauf nahm ich Handschuhe mit und schnitt zusätzlich ein dickes Bund Brennnesselspitzen.
Spinat aus Brennnessel, Melde, Pflückmangold und -spinat
Man braucht:
je einen großen Teil (etwa zwei bis drei Handvoll) Blätter der Melde, der Brennnessel, von Spinat und Mangold / Olivenöl / Sahne / Pfeffer / Salz / Muskat / Sonnenblumenkerne
So geht´s:
Sonnenblumenkerne in einer Pfanne (ohne Öl) rösten.
Alle Blätter gut waschen (Handschuhe!) und abtropfen lassen.
In einem großen Topf das Öl erwärmen. Die Blätter zugeben, umrühren, Deckel drauf. Nach etwa 7 bis 10 Minuten ist alles zu einem Spinat zusammengefallen. Salzen. Pfeffern. Mit Muskat abschmecken und einen guten Schuss Sahne zugeben.
Auf dem Teller mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Dazu junge Kartoffeln und (für die Fleischesser) knusprig gebratene Hähnchenbruststücke. Guten Appetit!
Montag, 11. November 2013
Salat mit geschmortem süßen Gemüse und Ziegenkäse
Herrlich, herrlich ist dieses Essen und eigentlich ist es sehr dumm von mir, es mit hungrigem Magen zu posten. Aber bevor es jetzt den nächsten Post vom Schreibtisch einer Kinderbuchautorin gibt, hier erst einmal eine nette Kleinigkeit für zwischendurch oder auch wunderbar für Gäste im Rahmen eines herbstlichen oder winterlichen Menüs.
Man braucht:
Wurzelgemüse (Karotten, Rüben, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Beten) / Sud: je ein Teil Olivenöl, ein Teil dunklen Balsamico, ein Teil Honig / Salz und Pfeffer / Chilischote
Salat nach Geschmack (z. Bsp. Eisbergsalat oder Frisee) / Kürbiskerne / Feta aus Ziegenmilch
Weißbrot
So geht´s:
Wurzeln und Beten in "Fingerchen" schneiden. In eine feuerfeste Form geben.
In einer kleinen Schüssel entsprechend der Gemüsemenge Sud vorbereiten. Zum Beispiel für je 2 der 5 Wurzeln oder Beten: Je 4 Esslöffel Olivenöl, Balsamico und Honig zusammenrühren, salzen und pfeffern, eine halbe Chilischote in wintzige Stücke schneiden und untermischen. Das Ganze auf die Gemüsestifte geben. Bei 200 Grad für ca. 30 Minuten in den Ofen stellen. Das Gemüse aus dem Sud nehmen, Sud in einer Sauciere oder einem kleinen Kännchen auffangen.
In einer Pfanne die Kürbiskerne rösten. Feta zerkrümeln. Salat waschen und vorbereiten.
Nun etwas Salat auf einen Teller geben. Darauf Gemüse anrichten. Feta darüber krümeln und Kürbiskerne darüber geben. Zum Schluss einen ordentlichen Schuss des Suds über das Ganze gießen.
Fertig! Lecker mit Weißbrot!
Man braucht:
Wurzelgemüse (Karotten, Rüben, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Beten) / Sud: je ein Teil Olivenöl, ein Teil dunklen Balsamico, ein Teil Honig / Salz und Pfeffer / Chilischote
Salat nach Geschmack (z. Bsp. Eisbergsalat oder Frisee) / Kürbiskerne / Feta aus Ziegenmilch
Weißbrot
So geht´s:
Wurzeln und Beten in "Fingerchen" schneiden. In eine feuerfeste Form geben.
In einer kleinen Schüssel entsprechend der Gemüsemenge Sud vorbereiten. Zum Beispiel für je 2 der 5 Wurzeln oder Beten: Je 4 Esslöffel Olivenöl, Balsamico und Honig zusammenrühren, salzen und pfeffern, eine halbe Chilischote in wintzige Stücke schneiden und untermischen. Das Ganze auf die Gemüsestifte geben. Bei 200 Grad für ca. 30 Minuten in den Ofen stellen. Das Gemüse aus dem Sud nehmen, Sud in einer Sauciere oder einem kleinen Kännchen auffangen.
In einer Pfanne die Kürbiskerne rösten. Feta zerkrümeln. Salat waschen und vorbereiten.
Nun etwas Salat auf einen Teller geben. Darauf Gemüse anrichten. Feta darüber krümeln und Kürbiskerne darüber geben. Zum Schluss einen ordentlichen Schuss des Suds über das Ganze gießen.
Fertig! Lecker mit Weißbrot!
Dienstag, 22. Oktober 2013
Vegetarische Lasagne mit allerlei Rüben und Pilzen
Die Rüben- und Wurzelerntesaison ist noch in vollem Gange, die Pilzsaison neigt sich dem Ende (obwohl diese sommerlichen Tage momentan da vielleicht noch einmal das Ruder herumreißen und so manchen Nachzügler den samtenen Hut über die Erde schieben lassen könnten).
Wie auch immer, noch mitten drin, schenke ich Euch heute ein Rezept für eine köstliche vegetarische Lasagne voller Herbstgeschmack.
Man braucht:
für die Gemüsefüllung:
eine ordentliche Menge Wurzeln und Gemüse (ich nahm von jeder Art die gleiche geschnittene Menge, nicht vom Gewicht sondern vom Volumen bemessen – etwa je 4 Handvoll): Karotten, gelbe Möhren, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Lauch, rote Zwiebeln, Waldpilze (Maronen, Steinpilze, Ziegenlippen, Goldröhrlinge – was man eben gerade noch so findet) / ein Bund Petersilie / einige Zweige frischen Thymian / Pfeffer / Salz / Olivenöl / 1 Pck. milden Ziegenfrischkäse / 100 - 200 ml Kochsahne
für die Bechamelsauce:
72 g Butter / 75 g Mehl / ca 500 ml Milch / Salz / Pfeffer / Muskat
Lasagneblätter / ein Stück mittelalten Gouda
So geht´s:
Das Gemüse klein schneiden und nach und nach in eine hohe (!) Pfanne geben. Zuerst die Zwiebeln zum Schluss die Pilze und zuallerletzt die Petersilie und die Thymianblättchen. Das Ganze bei mittlerer Hitze vor sich hinbraten lassen. Immer wieder umrühren und etwas Olivenöl untergießen. Nach etwa 30 bis 40 Minuten soll eine schön zusammengeschmurgelte Gemüsemischung in der Pfanne duften. Dadrinnen lässt man den Ziegenfrischkäse schmelzen und gießt die Sahne an. Bei kleiner Hitze noch etwas durchziehen lassen.
In einem mittelgroßen Topf, in dem man gut mit einem Schneebesen arbeiten kann, bei mittlerer Hitze die Butter schmelzen und das Mehl darauf geben. Etwas vor sich hinköcheln lassen. Dann nach und nach die Milch zugeben. Mit dem Schneebesen kräftig wedeln, um jeweils eine sämige Masse zu erhalten. Solange Milch zugießen und rühren bis die Bechamelsauce eben eine Bechamelsauce ist. Mit (nicht zu wenig) Salz / Pfeffer und Muskat abschmecken und noch etwas köcheln lassen, damit sich der Mehlgeschmack noch etwas verliert.
Käse reiben.
Eine Auflaufform fetten und nun folgendermaßen schichten: Gemüse / Bechamelsauce / Lasagneblätter. Das Verhältnis sollte so sein, dass es wesentlich mehr Gemüse als Sauce ist. Solange wiederholen bis die Form gefüllt ist (vielleicht 2 bis 3 Mal). Zum Schluss auf die Lasagneblätter etwas Bechamelsauce und darauf den geriebenen Käse geben.
Bei 200 Grad für 45 Minuten bis 1 Stunde in den Ofen stellen.
Guten Appetit!
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Herbstgericht – Hirschgulasch mit Wurzeln und Pilzen
Wenn man Wurzelgemüse vom Acker und Pilze aus dem Wald holt, dann denkt man unweigerlich an würzige Schmorgerichte, an Reh und Hirsch – an Wildschwein nicht so sehr, denn vor denen war man ja im Wald ständig auf der Flucht, ... obwohl, gerade dann könnte man doch ... man denkt vor allem an Hirschgulasch. Gestern habe ich eines bereitet. Gleich zu Beginn, damit man schon am Vormittag anfängt: Das Gulasch sollte 3 bis 4 Stunden köcheln.
Das braucht man (für ca. 6 Personen):
1 kg g Hirschgulasch / 2 rote Zwiebeln / Wurzeln je 1 bis 2 je nach Größe: Karotte, gelbe Möhre, Pastinake, Petersilienwurzel / 500g Waldpilze (Maronen oder Steinpilze) / Butterschmalz / 400 ml Wildfond / 200 ml Brühe / eine Handvoll getrockneter Cranberries / 4 bis 5 frische Thymianzweige / einige Sellerieblätter / ca. 8 Pimentbeeren (oder Wacholder) / ca 8. Nelken / rote Pfefferkörner / Salz / Pfeffer
So geht es:
Zuerst muss man die Zwiebeln, Pilze und Wurzeln würfeln. Nicht zu klein, denn die Stücke sollen ja mundgerecht sein. Zurecht stellen.
Die Fleischstücke waschen und trockentupfen. In einem schweren eisernen Schmortopf im Butterschmalz von beiden Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und mit Folie abdecken.
Nun das Gemüse und die Pilze in den Topf geben. Schön braten und dabei umrühren.
Wenn alles gebräunt ist mit Fond und Brühe ablöschen. Hitze herunterdrehen.
Nun die Cranberris, die Pimentkörner, den Thymian, die Nelken, die roten Pfefferkörner, Salz und Pfeffer zugeben und umrühren. Das Fleisch unterheben. Der Sud muss alle Fleischstücke bedecken. Zur Not noch etwas Brühe auffüllen. Zum Schluss die Sellerieblätter oben drauf legen, den Deckel aufsetzen und das Ganze bei kleiner Hitze 3 bis 4 Stunden köcheln lassen.
Ich habe das Gulasch weder angedickt (Stärke oder Mehl/Butterkugeln zugeben) noch mit Sahne angereichert. Das kann man natürlich trotzdem machen, wenn man das mag.
Dazu reicht man klassischerweise Knödel (hier eine angebratene Semmelknödelscheibe mit magerem Speck und Petersilie, man kann aber auch fertige Knödel kaufen oder einen Hefeknödel machen) und Rotkraut.
Guten Appetit!
Das braucht man (für ca. 6 Personen):
1 kg g Hirschgulasch / 2 rote Zwiebeln / Wurzeln je 1 bis 2 je nach Größe: Karotte, gelbe Möhre, Pastinake, Petersilienwurzel / 500g Waldpilze (Maronen oder Steinpilze) / Butterschmalz / 400 ml Wildfond / 200 ml Brühe / eine Handvoll getrockneter Cranberries / 4 bis 5 frische Thymianzweige / einige Sellerieblätter / ca. 8 Pimentbeeren (oder Wacholder) / ca 8. Nelken / rote Pfefferkörner / Salz / Pfeffer
So geht es:
Zuerst muss man die Zwiebeln, Pilze und Wurzeln würfeln. Nicht zu klein, denn die Stücke sollen ja mundgerecht sein. Zurecht stellen.
Die Fleischstücke waschen und trockentupfen. In einem schweren eisernen Schmortopf im Butterschmalz von beiden Seiten scharf anbraten. Herausnehmen und mit Folie abdecken.
Nun das Gemüse und die Pilze in den Topf geben. Schön braten und dabei umrühren.
Wenn alles gebräunt ist mit Fond und Brühe ablöschen. Hitze herunterdrehen.
Nun die Cranberris, die Pimentkörner, den Thymian, die Nelken, die roten Pfefferkörner, Salz und Pfeffer zugeben und umrühren. Das Fleisch unterheben. Der Sud muss alle Fleischstücke bedecken. Zur Not noch etwas Brühe auffüllen. Zum Schluss die Sellerieblätter oben drauf legen, den Deckel aufsetzen und das Ganze bei kleiner Hitze 3 bis 4 Stunden köcheln lassen.
Ich habe das Gulasch weder angedickt (Stärke oder Mehl/Butterkugeln zugeben) noch mit Sahne angereichert. Das kann man natürlich trotzdem machen, wenn man das mag.
Dazu reicht man klassischerweise Knödel (hier eine angebratene Semmelknödelscheibe mit magerem Speck und Petersilie, man kann aber auch fertige Knödel kaufen oder einen Hefeknödel machen) und Rotkraut.
Guten Appetit!
Samstag, 5. Oktober 2013
Eingelegte Auberginen
Auf dem Acker hatten wir drei Auberginenpflanzen. Sie trugen überraschend viele der länglichen lila Früchte. Natürlich waren die beinahe alle gleichzeitig reif und bereit, verspeist zu werden. Ich habe nicht so oft Lust auf Ratatouille, darum zauberte ich etwas völlig anderes daraus – gebratene und in Olivenöl eingelegte Auberginenscheiben.
Das braucht man:
2 Auberginen / 2 bis 3 EL. grobes Meersalz / ca. 300 ml Olivenöl / 2 Knoblauchzehen / 1/2 Dose gesalzene Erdnüsse / einen Hauch gemahlene Chilischoten und Pfeffer.
Außerdem ein fest verschließbares Glas und etwas Zeit.
So macht man sie:
Die Auberginen in 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein Blech oder ein Brett legen und dick mit groben Salz bestreuen. Das Ganze etwa 20 Minuten liegen lassen. Das Salz entzieht den Auberginenscheiben die Bitterkeit. Mit einem Küchentuch die entstandenen Tropfen von den Scheiben nehmen. Dann ordentlich Olivenöl darauf verteilen. Das Öl einziehen lassen.
Ein Schraub- oder Weckglas mit kochendem Wasser ausspülen (auch den Deckel). Das ist wichtig, damit die Auberginen nicht schimmeln.
In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen und die Auberginenscheiben zugeben. Immer wieder wenden und von beiden Seiten bräunen lassen. Solange bei mittlerer bis höherer Hitze braten bis sie weich sind und nahezu zerfallen. Das passiert seltsamerweise ganz plötzlich. Die heißen Scheiben ins Glas geben. Fortfahren bis alle Scheiben gebraten sind.
Noch einmal ordentlich Olivenöl in die Pfanne geben. Erdnüsse und Knoblauchscheiben hinzufügen. Bei mittlerer Hitze braten bis der Knoblauch geröstet ist. Über die Scheiben ins Glas geben. Es sollte möglichst soviel Öl sein, dass alle Scheiben damit bedeckt sind. Glas verschließen.
Im Kühlschrank wären die Auberginen etwa 2 Wochen haltbar. Aber eigentlich hat man sie vorher aufgegessen. Sie schmecken ganz wunderbar solo mit Brot aber auch als Zutat für ein Sandwich oder ein Panini.
Das braucht man:
2 Auberginen / 2 bis 3 EL. grobes Meersalz / ca. 300 ml Olivenöl / 2 Knoblauchzehen / 1/2 Dose gesalzene Erdnüsse / einen Hauch gemahlene Chilischoten und Pfeffer.
Außerdem ein fest verschließbares Glas und etwas Zeit.
So macht man sie:
Die Auberginen in 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein Blech oder ein Brett legen und dick mit groben Salz bestreuen. Das Ganze etwa 20 Minuten liegen lassen. Das Salz entzieht den Auberginenscheiben die Bitterkeit. Mit einem Küchentuch die entstandenen Tropfen von den Scheiben nehmen. Dann ordentlich Olivenöl darauf verteilen. Das Öl einziehen lassen.
Ein Schraub- oder Weckglas mit kochendem Wasser ausspülen (auch den Deckel). Das ist wichtig, damit die Auberginen nicht schimmeln.
In einer beschichteten Pfanne Olivenöl erhitzen und die Auberginenscheiben zugeben. Immer wieder wenden und von beiden Seiten bräunen lassen. Solange bei mittlerer bis höherer Hitze braten bis sie weich sind und nahezu zerfallen. Das passiert seltsamerweise ganz plötzlich. Die heißen Scheiben ins Glas geben. Fortfahren bis alle Scheiben gebraten sind.
Noch einmal ordentlich Olivenöl in die Pfanne geben. Erdnüsse und Knoblauchscheiben hinzufügen. Bei mittlerer Hitze braten bis der Knoblauch geröstet ist. Über die Scheiben ins Glas geben. Es sollte möglichst soviel Öl sein, dass alle Scheiben damit bedeckt sind. Glas verschließen.
Im Kühlschrank wären die Auberginen etwa 2 Wochen haltbar. Aber eigentlich hat man sie vorher aufgegessen. Sie schmecken ganz wunderbar solo mit Brot aber auch als Zutat für ein Sandwich oder ein Panini.
Freitag, 4. Oktober 2013
Beauty is where you find it – Grün zur Erntezeit
Eine wunderbare Gelegenheit unsere Wassermelone zu zeigen, ist Nics Thema "Grün".
Ich war ja damals sehr skeptisch. Aber das Söhnchen bestand darauf. Auf dem Acker sollte eine Wassermelone heran reifen. Wenigstens eine und wenn sie auch nur sehr klein bleiben würde. Ich war mir beinahe sicher, es gäbe nicht einmal eine ganz kleine. Stimmte aber nicht. Es gab eine. Etwa 15 cm im Durchmesser und aromatisch, süß und köstlich. Wir haben die Kerne gesammelt. Für´s nächste Jahr.
Ich war ja damals sehr skeptisch. Aber das Söhnchen bestand darauf. Auf dem Acker sollte eine Wassermelone heran reifen. Wenigstens eine und wenn sie auch nur sehr klein bleiben würde. Ich war mir beinahe sicher, es gäbe nicht einmal eine ganz kleine. Stimmte aber nicht. Es gab eine. Etwa 15 cm im Durchmesser und aromatisch, süß und köstlich. Wir haben die Kerne gesammelt. Für´s nächste Jahr.
Samstag, 7. September 2013
Cremige Zucchinisuppe mit Petersilienwurzel und Mangold
Ich koche furchtbar gerne Suppen. Wie schön, dass es hier in der Bude keinen Suppenkaspar gibt, sie werden also gegessen. Mir schmecken meine Suppen sogar richtig dolle lecker. Leere Schüsseln sollen mir wohl sagen, dass auch die Kids nicht abgeneigt sind.
Wer einen Garten hat, der erntet gerade Zucchinis. Wer keinen hat, bekommt das Kürbisgemüse auf dem Markt. Diese Suppe erfand ich, weil ich vor einigen Tagen eine riesige Monsterzucchini vom Acker mitbrachte. Ich höhlte die beiden Hälften aus und füllte sie gar köstlich. Aus dem Inneren (also dem ausgeschabten Zucchinifleisch) kochte ich am nächsten Tag die folgende Suppe.
Man braucht:
3 mittlere Zucchini (oder eben das Ausgeschabte einer riesigen Monsterzucchini) / eine Zwiebel / eine Handvoll Mangold / 1 Handvoll glatte Petersilie / 2 Petersilienwurzeln / 2 Knoblauchzehen / 1 l Brühe / 200 ml Sahne / Salz / Pfeffer / Muskat / rote Pfefferkörner / etwas Chili (wer mag) / Olivenöl
So geht´s:
Kleingeschnittene Zwiebel in Olivenöl anrösten, bis sie braun ist (ich mag dieses Röstaroma sehr gern, wer es nicht mag, beginnt schneller mit dem nächsten Schritt). Kleingeschnittene Petersilienwurzel dazugeben, noch etwas weiter rösten. Zucchinistücke in den Topf geben, dann den Knoblauch (in Scheiben), den in Streifen geschnittenen Mangold und die Petersilie hinzufügen. Noch etwas bruzeln lassen. Dann mit einem Liter Brühe ablöschen. Salz, Pfeffer, Chili und rote Pfefferkörner (ca. 8 bis 10 Stück) in den Topf geben. Alles für ca. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Herd ausstellen. Sahne zugießen und mit einer guten Prise Muskat bestäuben. Die Suppe pürieren, bis sie feinsämig ist.
Das Töchterchen gestaltete sich ihre Suppe noch etwas gehaltvoller und legte zwei Scheiben frisches Brot hinein.
Wer einen Garten hat, der erntet gerade Zucchinis. Wer keinen hat, bekommt das Kürbisgemüse auf dem Markt. Diese Suppe erfand ich, weil ich vor einigen Tagen eine riesige Monsterzucchini vom Acker mitbrachte. Ich höhlte die beiden Hälften aus und füllte sie gar köstlich. Aus dem Inneren (also dem ausgeschabten Zucchinifleisch) kochte ich am nächsten Tag die folgende Suppe.
Man braucht:
3 mittlere Zucchini (oder eben das Ausgeschabte einer riesigen Monsterzucchini) / eine Zwiebel / eine Handvoll Mangold / 1 Handvoll glatte Petersilie / 2 Petersilienwurzeln / 2 Knoblauchzehen / 1 l Brühe / 200 ml Sahne / Salz / Pfeffer / Muskat / rote Pfefferkörner / etwas Chili (wer mag) / Olivenöl
So geht´s:
Kleingeschnittene Zwiebel in Olivenöl anrösten, bis sie braun ist (ich mag dieses Röstaroma sehr gern, wer es nicht mag, beginnt schneller mit dem nächsten Schritt). Kleingeschnittene Petersilienwurzel dazugeben, noch etwas weiter rösten. Zucchinistücke in den Topf geben, dann den Knoblauch (in Scheiben), den in Streifen geschnittenen Mangold und die Petersilie hinzufügen. Noch etwas bruzeln lassen. Dann mit einem Liter Brühe ablöschen. Salz, Pfeffer, Chili und rote Pfefferkörner (ca. 8 bis 10 Stück) in den Topf geben. Alles für ca. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Herd ausstellen. Sahne zugießen und mit einer guten Prise Muskat bestäuben. Die Suppe pürieren, bis sie feinsämig ist.
Das Töchterchen gestaltete sich ihre Suppe noch etwas gehaltvoller und legte zwei Scheiben frisches Brot hinein.
Dienstag, 27. August 2013
Gefüllter Zappho Kürbis
Auf dem Acker wächst diese Pflanze, von der wir lange nicht wussten, ob sie ein Kürbis oder eine Zucchini ist. Sie ist ein Kürbis, ein Zappho Kürbis, der wie eine Zucchini zubereitet und gegessen wird. Na, also, :-). Das habe ich getan und die etwa 12 cm großen Kürbisse gefüllt.
Dazu braucht man (für 2 Stück):
Zappho Kürbisse / 1 rote Zwiebel / 1 Knoblauchzehe / 1 Tasse Weizenreis (zum Beispiel Weizli oder Ebli) / 100 g Schafskäse / Olivenöl / Salz / Pfeffer / Muskat
So geht´s:
Die Panzerbeeren (also die Kürbisse, ich mag aber das Wort sehr, :-)) waschen und einen Deckel abschneiden. Mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch auskratzen. Die Kürbisse mit Olivenöl auspinseln, etwas salzen und pfeffern und in eine feuerfeste Form stellen.
Den Weizenreis in 4 Tassen Wasser für 10 Minuten kochen.
Zwiebel und Knoblauch sehr klein schneiden und in einer Pfanne glasig braten.
Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Weizenreis und Zwiebeln in einer Schüssel mischen. Schafskäse würfeln und unterheben. Mit Olivenöl vermischen. Salzen, Pfeffern und mit Muskat abschmecken. (Natürlich könnte man auch noch gehackte Petersilie, Tomatenstückchen oder beispielsweise angebratene Paprikastücke dazugeben. Ich denke, die Füllung lässt sich ganz nach eigenem Geschmack immer wieder abwandeln.)
Die Füllung in die Kürbisse hineingeben. Noch etwas Olivenöl oben auf das Fruchtfleisch geben und ab in den Ofen.
Nach etwa 40 Minuten müssten sie durch sein (einfach mal mit einer Gabel ins Fruchtfleisch stechen.)
Die kleinen leckeren Kürbisse lassen sich wunderbar auslöffeln, bis nur noch die grüne Schale übrig bleibt. (Die kann man eigentlich auch essen, aber bei dieser Zubereitungsart, bleibt sie etwas hart, bildet aber praktischerweise eine formschöne Schale.)
Guten Appetit!
Dazu braucht man (für 2 Stück):
Zappho Kürbisse / 1 rote Zwiebel / 1 Knoblauchzehe / 1 Tasse Weizenreis (zum Beispiel Weizli oder Ebli) / 100 g Schafskäse / Olivenöl / Salz / Pfeffer / Muskat
So geht´s:
Die Panzerbeeren (also die Kürbisse, ich mag aber das Wort sehr, :-)) waschen und einen Deckel abschneiden. Mit einem Löffel die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch auskratzen. Die Kürbisse mit Olivenöl auspinseln, etwas salzen und pfeffern und in eine feuerfeste Form stellen.
Den Weizenreis in 4 Tassen Wasser für 10 Minuten kochen.
Zwiebel und Knoblauch sehr klein schneiden und in einer Pfanne glasig braten.
Ofen auf 190 Grad vorheizen.
Weizenreis und Zwiebeln in einer Schüssel mischen. Schafskäse würfeln und unterheben. Mit Olivenöl vermischen. Salzen, Pfeffern und mit Muskat abschmecken. (Natürlich könnte man auch noch gehackte Petersilie, Tomatenstückchen oder beispielsweise angebratene Paprikastücke dazugeben. Ich denke, die Füllung lässt sich ganz nach eigenem Geschmack immer wieder abwandeln.)
Die Füllung in die Kürbisse hineingeben. Noch etwas Olivenöl oben auf das Fruchtfleisch geben und ab in den Ofen.
Nach etwa 40 Minuten müssten sie durch sein (einfach mal mit einer Gabel ins Fruchtfleisch stechen.)
Die kleinen leckeren Kürbisse lassen sich wunderbar auslöffeln, bis nur noch die grüne Schale übrig bleibt. (Die kann man eigentlich auch essen, aber bei dieser Zubereitungsart, bleibt sie etwas hart, bildet aber praktischerweise eine formschöne Schale.)
Guten Appetit!
Montag, 5. August 2013
Neues vom urbanen Acker
Nach vier Wochen unterwegs war ich ganz gespannt, was sich so auf dem Acker getan hatte. Bewaffnet mit Gießkanne, Hacke und Kamera verbrachte ich zwei Stunden auf dem Feld. Es machte so viel Spaß, dass ich völlig die Zeit vergaß und nach 2,5 Stunden Feldarbeit bei 33 Grad in der prallen Sonne mit einem Mordssonnenbrand zum See radelte. Egal. Es hat sich gelohnt. Als Neu-Demeter-Urban-Gardener schreibe ich mir alles auf und lerne. Und natürlich koche, brate und grille ich köstliches Gemüse.
Die erste der 27 Reihen gehört den essbaren Pflanzen. Kornblumen, Ringelblumen und Borretsch stehen in voller Pracht. Man könnte die Blüten und die Borretschblätter zu Salaten geben. Doch es tummeln sich unglaublich viele Bienen und Hummeln darinnen. Sollen sie sie haben.
Zucchinis wachsen ja zu enormer Größe. Zum Glück gibt es eine Menge Gerichte, die man daraus bereiten kann. Am liebsten mag ich sie in sehr, sehr dünne Scheiben geschnitten (Sparschäler), mit Olivenöl und Salz aufs Backblech gelegt und kurz gegrillt (oder eben gleich auf den Grill, klar).
Als wir 1983 "in den Westen" kamen, waren Zucchinis und Kiwis schon etabliert. Doch kurz zuvor war das noch nicht so. Eine Freundin erzählte mal, sie hätte als Kind ein Gespräch belauscht, in dem gärtnernde Nachbarn von ihren neuen Kiwis schwärmten. Die seien "sooooooo groß"und dabei zeigten sie mit ihren Händen etwas an, das nur Zucchinis gewesen sein konnten.
Die Kürbisse blühen wie verrückt. Leider sind die Blüten von der Hitze ganz schlaff und fast geschlossen. Denn eigentlich würde ich sie gerne einmal in Bierteig ausbacken. Na, vielleicht morgen.
Wir sind uns ein bisschen unsicher: Sind das Zucchinis oder Kürbisse? Die Blätter ähneln den Kürbissen, aber wie sollen die denn alle groß werden? Da ist doch gar kein Platz. Kathrin hat gestern mal eine Kugel mitgenommen und ruft nachher an, um was es sich handelt.
Petersilie. Wunderbar. Erst kann man aus den Blättern Salat und Tabulé machen, später werden wir die Wurzeln ernten.
Es ist gar nicht so leicht, Wurzeln wie Möhren oder Pastinaken dem Erdreich zu entreißen. Sie stecken bombenfest. Ich greife das Blattgrün und ruckle und drehe vorsichtig so lange, bis die Wurzel aufgibt. Das klappt aber nicht immer. Kathrin will mir die Tage noch einen Wurzel-Ernte-Trick zeigen. Ich bin gespannt.
Die Maispflanzen stehen zur Begrenzung der einzelnen Saisongartenparzellen. Ich freue mich schon auf die Kolben. Die kann man in den Blättern belassen auf die Glut eines Feuerchens (oder Grills) legen.
Ha! Nachdem unsere selbstgezogenen Wassermelonen wegen der langen Kälte im Mai eingegangen waren, kaufte ich noch einmal kleine Pflänzchen nach. Sie sind inzwischen riesig und bedecken große Bereiche. Sie blühen auch reichlich. Wegen der Hitze gibt es sogar zwei Melonen. Noch sind sie erst wenige Zentimeter groß, aber mal sehen, vielleicht werden sie ja etwas.
Eigentlich bin ich keine Bioeinkäuferin (außer bei Fleisch). Doch ich liebe selbstgezogenes Gemüse. Denn das schmeckt wirklich viel besser (bei Bioprodukten, die ja doch in Massen produziert und optimiert sind, finde ich das nämlich nicht).
Es ist auch erstaunlich, wie sich unserer Seegewohnheiten mit dem Wunsch, sich besser und gesünder zu ernähren, geändert haben. Früher als "verschrumpeltes Zeug" verschrien, lösen solche Bilder bei mir Gelüste aus. Ich weiß eben, wie köstlich die Möhren sind.
Die Tomaten sind noch grün. Die haben sich von der langen kalten Periode wirklich einschüchtern lassen.
Der Feind! Auch wenn er hier so niedlich versucht, eine Fluchtpyramide zu bauen. Kartoffelkäfer und ihre Larven fressen alle Kartoffeln und auch die Auberginen ratzekahl. Darum müssen wir sie einsammeln und vernichten. Selbst die freilaufenden Hühner auf dem Nachbarfeld mögen sie nicht fressen, weil sie bitter sind.
Als Kind fand ich sie sehr schön und stoppelte über die Kartoffelfelder, um sie zu sammeln und in kleinen Gläsern zu halten. Da wusste ich noch nicht, welch Schädlinge sie sind. Sie gerieten einst sogar in die Propaganda-Hetze des "Kalten Krieges", als die damalige DDR-Regierung behauptete, die "Amikäfer" wären extra mit Kartoffelkäferbomber von den Amerikaner abgeworfen worden, um die Bevölkerung zu schwächen.
Einfach schön!
Es gibt viel zu tun.
Die erste der 27 Reihen gehört den essbaren Pflanzen. Kornblumen, Ringelblumen und Borretsch stehen in voller Pracht. Man könnte die Blüten und die Borretschblätter zu Salaten geben. Doch es tummeln sich unglaublich viele Bienen und Hummeln darinnen. Sollen sie sie haben.
Zucchinis wachsen ja zu enormer Größe. Zum Glück gibt es eine Menge Gerichte, die man daraus bereiten kann. Am liebsten mag ich sie in sehr, sehr dünne Scheiben geschnitten (Sparschäler), mit Olivenöl und Salz aufs Backblech gelegt und kurz gegrillt (oder eben gleich auf den Grill, klar).
Als wir 1983 "in den Westen" kamen, waren Zucchinis und Kiwis schon etabliert. Doch kurz zuvor war das noch nicht so. Eine Freundin erzählte mal, sie hätte als Kind ein Gespräch belauscht, in dem gärtnernde Nachbarn von ihren neuen Kiwis schwärmten. Die seien "sooooooo groß"und dabei zeigten sie mit ihren Händen etwas an, das nur Zucchinis gewesen sein konnten.
Die Kürbisse blühen wie verrückt. Leider sind die Blüten von der Hitze ganz schlaff und fast geschlossen. Denn eigentlich würde ich sie gerne einmal in Bierteig ausbacken. Na, vielleicht morgen.
Wir sind uns ein bisschen unsicher: Sind das Zucchinis oder Kürbisse? Die Blätter ähneln den Kürbissen, aber wie sollen die denn alle groß werden? Da ist doch gar kein Platz. Kathrin hat gestern mal eine Kugel mitgenommen und ruft nachher an, um was es sich handelt.
Petersilie. Wunderbar. Erst kann man aus den Blättern Salat und Tabulé machen, später werden wir die Wurzeln ernten.
Es ist gar nicht so leicht, Wurzeln wie Möhren oder Pastinaken dem Erdreich zu entreißen. Sie stecken bombenfest. Ich greife das Blattgrün und ruckle und drehe vorsichtig so lange, bis die Wurzel aufgibt. Das klappt aber nicht immer. Kathrin will mir die Tage noch einen Wurzel-Ernte-Trick zeigen. Ich bin gespannt.
Die Maispflanzen stehen zur Begrenzung der einzelnen Saisongartenparzellen. Ich freue mich schon auf die Kolben. Die kann man in den Blättern belassen auf die Glut eines Feuerchens (oder Grills) legen.
Ha! Nachdem unsere selbstgezogenen Wassermelonen wegen der langen Kälte im Mai eingegangen waren, kaufte ich noch einmal kleine Pflänzchen nach. Sie sind inzwischen riesig und bedecken große Bereiche. Sie blühen auch reichlich. Wegen der Hitze gibt es sogar zwei Melonen. Noch sind sie erst wenige Zentimeter groß, aber mal sehen, vielleicht werden sie ja etwas.
Eigentlich bin ich keine Bioeinkäuferin (außer bei Fleisch). Doch ich liebe selbstgezogenes Gemüse. Denn das schmeckt wirklich viel besser (bei Bioprodukten, die ja doch in Massen produziert und optimiert sind, finde ich das nämlich nicht).
Es ist auch erstaunlich, wie sich unserer Seegewohnheiten mit dem Wunsch, sich besser und gesünder zu ernähren, geändert haben. Früher als "verschrumpeltes Zeug" verschrien, lösen solche Bilder bei mir Gelüste aus. Ich weiß eben, wie köstlich die Möhren sind.
Die Tomaten sind noch grün. Die haben sich von der langen kalten Periode wirklich einschüchtern lassen.
Der Feind! Auch wenn er hier so niedlich versucht, eine Fluchtpyramide zu bauen. Kartoffelkäfer und ihre Larven fressen alle Kartoffeln und auch die Auberginen ratzekahl. Darum müssen wir sie einsammeln und vernichten. Selbst die freilaufenden Hühner auf dem Nachbarfeld mögen sie nicht fressen, weil sie bitter sind.
Als Kind fand ich sie sehr schön und stoppelte über die Kartoffelfelder, um sie zu sammeln und in kleinen Gläsern zu halten. Da wusste ich noch nicht, welch Schädlinge sie sind. Sie gerieten einst sogar in die Propaganda-Hetze des "Kalten Krieges", als die damalige DDR-Regierung behauptete, die "Amikäfer" wären extra mit Kartoffelkäferbomber von den Amerikaner abgeworfen worden, um die Bevölkerung zu schwächen.
Einfach schön!
Es gibt viel zu tun.
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