Mittwoch, 15. Juni 2011

Recycling Design



Ich hatte eigentlich nie bewusst und konzeptionell entschieden: Ich mache Recycling Schmuck und Dekor. Das drängte sich von ganz allein in mein Schaffen und die Definition gaben andere, mir war es zu Beginn nicht einmal aufgefallen.



Es begann mit den Schmuckstücken, die ich aus den am Ozean gefundenen Plastikstückchen kreierte. Später kamen metallene Kleinteile hinzu wie Muttern, Unterlegscheiben und Dinge, die ihre Funktion verloren hatten.



Aus alten Zigarrenkisten begann ich Dekorationen, und ja, vielleicht auch Kunst, zu machen.



Und immer wieder entstehen Kleinmöbel und Wohnaccessoires im oberen Fall aus einem rustikalen Frühstücksbrettchen und einem Kerzenleuchterarm oder so wie auf dem unteren Bild aus alten Schubladen.



Recycling oder auch Upcycling ist über die Jahre ungeplant zu einem Hauptbestandteil meiner Arbeit geworden.

Trotzdem weiß ich nicht, ob ich mich für den 5. Recycling Designpreis bewerben darf.
Ein Kriterium ist nämlich der Hinweis und die Nachvollziehbarkeit der Materialbeschaffung. Das Design soll in Beschäftigungsfördermaßnahmen in Kleinserie hergestellt werden können.
Meine verwendeten Materialien gibt es natürlich zuhauf. Aber der Hinweis "Material auf Sperrmüllhaufen oder in den Schubladen sämtlicher Verwandten, Freunde und Nachbarn zu finden", ist sicher nicht das, was die Jury sich bei der Auslobung vorgestellt hatte.
Obwohl es den behinderten Mitmenschen und gelangweilten Jugendlichen so manch eines Beschäftigungszentrums sicher großen Spaß bereiten würde, die Strände der Welt vom Plastikmüll zu befreien. Für unermesslichen Nachschub sorgen ja (leider) die Plastikmüllteppiche im Pazifik und Atlantik. Zu diesem mir unglaublich wichtigen Thema gibt es nachher noch einen eigenen Post.


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