Montag, 13. Juni 2011

Tapes oder Kassetten



Als wir einmal, vor einigen Jahren, vor einem Plattenladen standen, fragte das Töchterchen, was diese schwarzen Scheiben seien. Ich erklärte es und dachte über Werte nach.
Die Zeiten ändern sich. Schnell tun sie das. Meistens zu schnell. Für mich jedenfalls, die weder auf die neue IPhone Generation noch auf ein Word-Update wartet.
Ich bin ein Kassetten-Mädchen gewesen. Zwar hörte ich keine Benjamin Blümchen Kassetten, so wie die Meinen noch immer, weil ich im Osten stattdessen den Vinyl-Scheiben mit Geschichten aus dem Märchenwald von Fuchs und Elster, Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi lauschte, aber meine erste Lieblingsmusik war auf einer Kassette und ich bekam von netten Menschen wunderbare Mixtapes geschenkt, die mir damit etwas sagen wollten, meistens irgendetwas über Verwirrung und Liebe.
Natürlich weiß ich, dass die Magnetbänder irgendwann leiern, genauso wie alte Filmrollen reißen, auch das durfte ich noch live und in echt erleben.
Genau diese verendenden Bänder benutzt die Künstlerin Erika Iris Simmons für ihre Kunst. Vielleicht nicht besonders tiefgründig. Aber würdig, dekorativ und einfach schön.




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