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Freitag, 15. August 2014

Smucke Steed – die wunderbare Pension in Glücksburg

Urlaub sollte ja schon am ersten Tag beginnen. Das ist manchmal gar nicht so einfach, zum Beispiel wenn man zwei Tage hinfahren muss in diesen Urlaub im allernördlichsten Zipfel Dänemarks. 






Als mir meine liebe Kollegin Alice Panthermüller, die ja bekanntlich aus Flensburg kommt, die nigelnagelneue Pension "Smucke Steed" in Glücksburg (also auf 2/3. Weg) empfahl, freute ich mich sehr. Ich reservierte flott ein Freundschaftszimmer mit Zustellbett für die Kids und mich.




Ein wenig über Straßenniveau in einem Park liegt die feine alte Villa. Beigefarbene Hortensien weisen den Weg zum Eingang oder direkt auf die romantische Terrasse hinterm Haus. Ein wahrhaft "schöner Ort". Auf einer Wiese unter Bäumen stehen gemütliche Liegen, auf die ich mich sofort niederlassen und schmökern wollte.










Die hohe Eingangshalle begrüsst mit freundlichem, naturnahem, skandinavischem Design: Leinenlampen, Birkenäste, Kissen, Kerzenleuchter, Körbe, Betonschreibtisch passend dazu die Farbkompositionen von Johanna Putensen.
Hinterm Schreibtisch sitzt Sönke Roß ganz leger in Jeans und Shirt und begrüßt uns mit einem verschmitzten Grinsen. Wir fühlen uns sofort sehr wohl.






Unser Zimmer ist genauso schön wie die Halle: großzügig, mit liebevollen Details versehen und mit zwei herrlichen Betten bestückt. Und einem, zwar bequemen, aber eben doch nur Zustellbett. Das gibt einen kurzen Disput, bis uns einfällt, dass wir ja auch auf der Rücktour wieder hier pausieren werden und dann eben das andere Kind im "Königsbett" schlafen darf. Die Königin darf natürlich beide Male.








Die Tochter duscht noch schnell im modernen Bad und ich freue mich über die Seife, auf der genau das steht, was ich jeden Morgen predige.
"Haste gesehen?", frage ich.
Sie grinst nur.




Als es sich die Kids später (nach einem langen abendlichen Spaziergang am direkt um die Ecke liegenden Strand) auf dem Sofa vor dem Fernseher mit Hollunder- und Rhabarber-Limonade gemütlich gemacht haben, sitze ich noch ein Weilchen auf der Terrasse in einem der schönen Bambussessel, schaue über die wilde Wiese unterhalb des Hauses zur Bucht hinüber, sehe den letzten orangefarbenen Strahlen der Sonne zu und trinke ein Glas Rotwein, das ich mir ebenso wie die Biolimo aus dem Kühlschrank neben der Küche genommen habe.






Am nächsten Morgen erwartet uns nicht nur die hübsche charmante Frau Roß, sondern auch ein richtig tolles Frühstück. So eines, das man seinen Freunden servieren würde. Typisch nordisch gibt es vielerlei Arten von Räucherfisch mit Sahnemerettich und Currysoßen, eine wunderbare Käse- und Wurstauswahl, zur Freude der Tochter einen richtig leckeren Avocado-Dipp, Marmeladen, Müsli, Obstsalat aus frischen Früchten, Quark, Brot und Brötchen und natürlich auch Schokoladencreme. Auch Eier aller Arten können wir bei Sönke Roß bestellen, dazu Cappuccino, heiße Schokolade und Milchkaffee.




Wem der Stil des Hauses gefällt, der findet überall im Haus ausgelegte Design- und Architekturbücher und schöne Sitzgelegenheiten, um darinnen zu schmökern.






Ich selbst habe auch mal unter die Zahnputzbecher nach dem Namen geschaut.




Alle weiteren Informationen findet Ihr hier. Vielleicht sollte ich schon mal das Zimmer für den nächsten Sommer buchen. Nicht, dass es sich noch rumspricht, wie wunderbar diese kleine feine Pension ist. Danke, liebe Familie Roß!

Freitag, 18. Januar 2013

Made by yourself – Ein schönes Buch!

Nicht nur weil ich vorhin mit der Kamera durch die Bude streifte und dachte uiuiuiuiui – Stichworte: Chaos und Staub – sondern auch weil ich jeden Januar so ein seltsames Alles-neu-und-raus-Gefühl bekomme UND weil Holly auf ihrem Blog decor8 ein Interview mit dem Stylisten und Autoren Peter Fehrentz brachte, fiel mir das Buch "Made by Yourself" von eben demselben wieder ein, das ich ja eigentlich schon auf der Buchmesse im Herbst entdeckte. (Oh, ein geradezu Thomas Mannscher Satz, ;-))


Die Projekte darinnen sind wirklich pfiffig und besonders. Sie erfordern keine übermäßige Geschicklichkeit, sind aber auch keine reinen "Bastelein", wenn Ihr versteht, was ich meine.
Wer also sowieso Lust hat, mal etwas neuen Schwung in die Bude zu bringen, der ist mit diesem Buch wirklich gut beraten.


Auch Herrn Fehrentz´s Webseite ist sehr inspirierend (daher habe ich auch die unteren Bilder). Schaut einmal rein. In Hollys Interview natürlich auch.




Dienstag, 16. Oktober 2012

Meine Entdeckungen auf der Buchmesse #3 – Buntgemischte Tüte

Heute also der dritte und letzte Post zu meinen Entdeckungen auf der Buchmesse. Dieses Mal: Street Art und Illustrationen.

1. Ein wunderschönes Memo-Spiel


Der niederländische Verlag BIS Publisher hat ein poetisches und lustiges Memo Spiel herausgebracht: "Can you see what I see?" – Siehst du was ich sehe?


Eine Karte zeigt ein alltägliches Ding, das Pendant dazu dasselbe Ding mit einigen verändernden Kleinigkeiten, die eine völlig andere Geschichte erzählen.



2. Ein "goldenes" Street-Art-Buch mit Herz

Der Fotoband "Anleitung zum Ausbrechen –Art helps! Kreativtraining mit Favelakindern" von Thomas Lupo hat den Deutschen Fotobuchpreis in Gold zu recht verliehen bekommen.


"Fünf Monate lebte Tom für das Hilfsprojekt Kinderhorizonte e.V. auf dem Morro do Papagaio, einer der gefährlichsten Favelas Belo Horizontes, wo er mit einfachsten Mitteln ein Kreativtrainingscamp für Kinder initiierte.



Die Arbeiten, die mit Pappkartons und Streichholzschachteln, Stoffresten und Kleister dort entstehen, dokumentierte er.
Seine Erfahrungen und seine Arbeit spiegeln sich perfekt auf den 248 Seiten und über 1000 Abbildungen wider. Der Leser wird mit dem Buch in eine andere Welt versetzt. Ihm wird gezeigt, wie Kinder aus einer Favela ihre Welt verstehen.
Kaum zurück in Deutschland, gründete Tom eine neue Hilfsorganisation namens ARTHELPS."


3. augen:falter


"augen:falter ist ein Zusammenschluß von 8 Buchkünstlerinnen. Gemeinsam ist uns allen das Arbeiten mit den originalgrafischen Techniken. Uns vereint auch die Liebe zum Medium Buch und wir arbeiten alle gegenständlich. In unseren Grafiken sind zeichnerische und malerische Stile zu finden, mit mal mehr, mal weniger starker Farbigkeit."
Ganz besonders gefielen mir die Arbeiten von Franziska Neubert.




Sonntag, 14. Oktober 2012

Meine Entdeckungen auf der Buchmesse #2 – Japanische Craftbücher ... manche auf Deutsch

Wer liebt sie nicht, die kleinen charmanten japanischen Bücher mit der papiernen Banderole von BNN. Leider ist es nicht ganz einfach an sie heran zu kommen ohne monstermäßige shipping costs zu bezahlen.
So manch kleiner Buchladen, der sein Sortiment auf Design und Kunst ausrichtet, führt sie aber. Im Heimatstädtchen fand ich schon den ein oder anderen Band im Georg Büchner Buchladen.
Auf dem Blog des Verlags kann man sich inspirieren lassen und in die Bücher Einblick nehmen.
Vier des vielfältigen Angebots fielen mir besonders ins Auge:

1. Collage Book




2. Travel Scrapbook




3. Craft Idea Book by HELLO SANDWICH
(den bunten Blog der australischen, in Tokyo lebenden Künstlerin findet man hier )




4. girls Zine #2



Zwei Dinge muss ich noch zu den schönen Büchern schreiben.
Erstens: Sie sind natürlich auf Japanisch.
Zweitens: Die Japaner scheinen bessere Augen zu haben als ich, denn die Abbildungen sind ganz schön klein.



Darum freut meine nächste Entdeckung vielleicht den ein oder anderen: die charmante Edition Michael Fischer.
Die Verleger Michael und Jean Michel Fischer haben nicht nur das japanische ZakKa (also Handarbeiten) übersetzt, sondern noch viele andere Lizenzen nach Deutschland gebracht. Beispielsweise:
* das leidenschaftliche Urban Art Core (Achtung, mit echt nettem Filmchen zum Buch auf der Seite)
* das supercharmante Vintage Häkeln
* das Bastelprojekt Deko Mobile
* das künstlerische Zeichen-Lab

Viel Vergnügen!

Samstag, 15. September 2012

4 Ideen zum Wochenende #5

Es wird tatsächlich Herbst, gestern fanden wir die ersten Pilze. Es ist aber, wie auch in den letzten Jahren, noch immer sonnig und warm. Gestern Nacht durften wir auf dem Johannesplatz um die Ecke einem wunderbaren Straßentheater beiwohnen.
Na, so lässt es sich doch aushalten oder besser: wohlfühlen.

Man könnte an diesem Wochenende zum Beispiel:

* rausgehen und natürliche Herbstausstattungen auflesen


die oberen 2 Bilder aus einer alten Marie Claire Idees



... wie Blätter, alte Fruchtstände, verholzte Gräser (und meinetwegen auch Eicheln und Kastanien). Man könnte sie mit nach hause nehmen und etwas Hübsches draus basteln. Oder sie gleich vor Ort arrangieren und sich darüber freuen, dass irgendjemand das entdecken und sich darüber freuen wird. (So wie auf dem dritten Bild. Dieses kleine Arrangement entdeckte ich letztens.)

* mit einem letzten Sommergericht, den Sommer noch einmal aufleben lassen (und damit es sich richtig sommerlich anfühlt, die frischen Zutaten auf dem Markt kaufen)

aus dem Sommer jamie mag

Lemon Surf ´n` Turf:
4 Salsicce (pikante italienische Würste) / 12 Chickenwings / 3 halbierte Bio-Zitronen / 3 Rispen Kirschtomaten / 18 große Garnelen mit Schale / 1 Bund Thymian 

Marinade: Schale einer Bio-Zitrone + Saft einer Hälfte / 4 EL Olivenöl / 4 Tomaten / 1 kleine Zwiebel / 8 Knoblauchzehen / 1 rote Chilli ohne Kerne / Bund Oregano / Bund Basilikum
alles in einen Mixer zu einer Paste vermixen

Das Fleisch aus den Würsten lösen und 12 Bällchen daraus formen (geht besser mit etwas Olivenöl an den Händen). Bällchen, Wings, Zitronenhälften und Tomaten auf ein großes Backblech geben, Marinade drüber gießen und eine Stunde stehen lassen. Blech bei 180 Grad 30 Minuten in den Ofen stellen. Zwischendurch alles mal durchrütteln. Garnelen dazugeben, die gerösteten Zitronen über dem Blech ausdrücken, Thymianstiele darüber verteilen, alles noch einmal für 10 Minuten in den Ofen. Fertig! 

* auf den Flohmarkt gehen und kleine seltsame Figuren sammeln


Damit könnte man nämlich diese tolle Lampe von Design Systems Ltd ganz individuell füllen.




* ein nettes Online-Magazin durchblättern



Ein schönes Wochenende!