Samstag, 14. Januar 2012

Der Fuchs - besungen oder um den Hals getragen oder der Weg der Ideen


Er ist ein Schelm, ein Lügner und Betrüger. Goethe hat einen Epos über ihn geschrieben (wer mag und es noch nicht in der Schule machen musste, kann dessen 12 Gesänge hier lesen) und er heißt Reinecke.
Gestern sind wir unter anderem auf den Fuchs gekommen. 
Wir sprachen über Ideen und Inspirationen und wo sie herkommen – aus dem eigenen Inneren oder doch, weil man sie unbewusst im Umfeld wahrnimmt? 


* der Fuchs im russischen Märchenbuch
*ist zwar eine Katze, passt trotzdem irgendwie: Illustration von Eva Schöffmann in meinem Kinderbuch "Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet"
* Dame um 1930 via
* Illustration von Ella Master
* Foto von F. C. Gundlach via 

"Letztens hatte ich die Idee, einen Fuchs um den Hals tragen zu wollen", erzählte meine Freundin. "Einen echten. Ich fand das provokant und interessant. Denn ich bin seit 13 Jahren Vegetarier und wäre auf die Reaktionen der Umwelt gespannt gewesen. Wahrscheinlich hätte man mich beschimpft, ohne zu fragen, also nur auf die (falsche) Fassade reagiert. Da realisierte ich auf einmal, dass es ein Trend war, einen Fuchs um den Hals zu tragen. Hatte ich also diese, meine ganz eigene ungewöhnliche Idee nur gehabt, weil ich sie doch irgendwo zuvor gesehen hatte? War meine Idee zuerst da? Oder ist sie nur entstanden durch Fremdeinwirkung?", (so in etwa sagte sie das).
Ein ewig interessantes Thema, über das man sich ständig den Kopf zerbrechen könnte. Letztendlich bleibt einem nur, schöne Ideen sofort umzusetzen. Sonst macht es ein anderer.


Wer auch Fuchs tragen möchte, sich aber kein abgezogenes Fell um den Hals legen will, wird beispielsweise hier fündig:
* Patchwork im shabby look von rotislotte
* Gestrickt oder gefilzt von celapiu
* tierische Seidenschals mit Kopf und Pfoten von Cleo Ferin Mercury

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