Ich muss ein bisschen aufpassen, denn ich scheine in das Alter zu kommen, da man sich hin und wieder dabei erwischt zu denken: "Früher war das irgendwie schöner.". Trotzdem.
Also beispielsweise der Weihnachtsmarkt. Als ich ein kleines Mädchen war, liebte ich die Adventszeit. Ich liebte es, mit einer warmen Decke ausgestattet in den Magdeburger Dom zum Adventssingen zu gehen. Ich liebte es, die spärlichen, dafür um so romantischer wirkenden Weihnachtslichter zu betrachten, die in der Dunkelheit flimmerten. Ich freute mich über die Plätzchen meiner Omi und die geschmückten Tannenzweige all über all.
(Ich freute mich nicht über meine Verzweiflung, in den quasi leeren DDR-Geschäften irgendwo Weihnachtsschokolade aufzutreiben. Das brachte mich zum Weinen und in schiere Verzweiflung. (So geschehen in den letzten Ostjahren meines Lebens 1982 und 83. da war ich 11 und 12 Jahre alt und für den Familieneinkauf verantwortlich.).)
Ich liebte den Weihnachtsmarkt. Viel gab es da nicht, würde heute so mancher sagen. Busse voller Amerikaner oder Japaner wären dafür sicher nicht angereist gekommen. Und dennoch. Es gab Weihnachtslieder, Weihnachtslichter, es gab einen Weihnachtsmann, einen Weihnachtsbaum, einen Stand mit Holzengeln aus dem Erzgebirge, einen mit Glaskugeln aus Lauscha, eine Thüringer Bratwurstbude ... und Schmalzkuchen. Mehr war gar nicht nötig. Mein Herz, meine Augen und mein Mund waren übervoll. Und ich war glücklich. (Es gab auch Dresdener Stollen, aber ich mag keine Rosinen. Auch wenn damals gar nicht so viele Rosinen in der "Stolle" waren, wie eigentlich hineingehört hätten, überließ ich die lieber meinem Herrn Papa. Der aß sie gerne dick mit Butter beschmiert, weil sie ansonsten etwas trocken gewesen wäre.)
Heute laufe ich über Weihnachtsmärkte und möchte dort ganz schnell wieder weg.
Euch geht es anders? Ihr sucht Tipps für die schönsten Weihnachtsmärkte? Dann schaut einmal hier vorbei.
Berauschendes aus Kultur, dem Leben, der Küche und der Natur – erdacht, erlebt oder gefunden von Antje Herden
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Donnerstag, 12. Dezember 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Freitag, 4. Oktober 2013
Beauty is where you find it – Grün zur Erntezeit
Eine wunderbare Gelegenheit unsere Wassermelone zu zeigen, ist Nics Thema "Grün".
Ich war ja damals sehr skeptisch. Aber das Söhnchen bestand darauf. Auf dem Acker sollte eine Wassermelone heran reifen. Wenigstens eine und wenn sie auch nur sehr klein bleiben würde. Ich war mir beinahe sicher, es gäbe nicht einmal eine ganz kleine. Stimmte aber nicht. Es gab eine. Etwa 15 cm im Durchmesser und aromatisch, süß und köstlich. Wir haben die Kerne gesammelt. Für´s nächste Jahr.
Ich war ja damals sehr skeptisch. Aber das Söhnchen bestand darauf. Auf dem Acker sollte eine Wassermelone heran reifen. Wenigstens eine und wenn sie auch nur sehr klein bleiben würde. Ich war mir beinahe sicher, es gäbe nicht einmal eine ganz kleine. Stimmte aber nicht. Es gab eine. Etwa 15 cm im Durchmesser und aromatisch, süß und köstlich. Wir haben die Kerne gesammelt. Für´s nächste Jahr.
Donnerstag, 5. September 2013
Beauty is where you find it
In Nics Fotoprojekt "Beauty is where you find it" sollen heute Lieblingsplätze gezeigt werden.
Derer habe ich einige. Klar, ich war ja auch schon an vielen Orten dieser Welt. Und klar, es sind zumeist die am Wasser.
Obwohl ich lieber unterwegs bin, habe ich auch im Heimatstädtchen drei Lieblingsplätze. Einer ist oben auf dem Acker, wo ich mich als Urban Gardener am Gemüseanbau probiere, einer ist ein Café an den Bahngleisen (die ja doch wieder etwas mit dem Unterwegssein zu tun haben) und der dritte ist unsere Bude. Zum Glück. Sonst wüsste ich im Winter gar nicht wohin, wenn ich mal ein Lieblingsplätzchen bräuchte.
Trotzdem hier drei Impressionen des Ozeans mit dem ActionSampler aufgenommen.
Derer habe ich einige. Klar, ich war ja auch schon an vielen Orten dieser Welt. Und klar, es sind zumeist die am Wasser.
Obwohl ich lieber unterwegs bin, habe ich auch im Heimatstädtchen drei Lieblingsplätze. Einer ist oben auf dem Acker, wo ich mich als Urban Gardener am Gemüseanbau probiere, einer ist ein Café an den Bahngleisen (die ja doch wieder etwas mit dem Unterwegssein zu tun haben) und der dritte ist unsere Bude. Zum Glück. Sonst wüsste ich im Winter gar nicht wohin, wenn ich mal ein Lieblingsplätzchen bräuchte.
Trotzdem hier drei Impressionen des Ozeans mit dem ActionSampler aufgenommen.
Freitag, 30. August 2013
Donnerstag, 8. August 2013
Beauty is where you find it
"Das große Blau" sucht Nic heute in ihrem Fotoprojekt BIWYFI.
Klar, das Meer, der Himmel – das sind die blauen Dinge, die einem sofort in den Kopf kommen. Blaumachen, Freisein, die Weite spüren.
Und ein bisschen weitergedacht?
Eine Eishöhle vielleicht. In so einer war ich einmal als Kind. Irgendwo in der damaligen CSSR. Wunderschön. Ein Palast der Schneekönigin. Kalt. Märchenhaft.
Jemandem aus der Färbergasse fiele sicher die Blaufärberei mit dem Farbstoff Indigo ein, der erst mit Urin reagiert. Darum sollen ja die Gesellen angehalten worden sein, sich zu betrinken, damit sie viel müssen müssen. Und das sollten sie dann in die blaue Indigo-Mischung tun. Die waren dann total blau.
Für das Söhnchen war "das große Blau" ganz lange "Engelblau" – eine Eissorte, deren wahren Geschmack ich nie zu ergründen mochte – süß und blau eben.
Mein großes Blau ist dennoch der Ozean. Immer. Und immer wieder ...
... oder ein Kornblumenfeld. Aber das habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Klar, das Meer, der Himmel – das sind die blauen Dinge, die einem sofort in den Kopf kommen. Blaumachen, Freisein, die Weite spüren.
Und ein bisschen weitergedacht?
Eine Eishöhle vielleicht. In so einer war ich einmal als Kind. Irgendwo in der damaligen CSSR. Wunderschön. Ein Palast der Schneekönigin. Kalt. Märchenhaft.
Jemandem aus der Färbergasse fiele sicher die Blaufärberei mit dem Farbstoff Indigo ein, der erst mit Urin reagiert. Darum sollen ja die Gesellen angehalten worden sein, sich zu betrinken, damit sie viel müssen müssen. Und das sollten sie dann in die blaue Indigo-Mischung tun. Die waren dann total blau.
Für das Söhnchen war "das große Blau" ganz lange "Engelblau" – eine Eissorte, deren wahren Geschmack ich nie zu ergründen mochte – süß und blau eben.
Mein großes Blau ist dennoch der Ozean. Immer. Und immer wieder ...
... oder ein Kornblumenfeld. Aber das habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Und schaut einmal hier. Da kann man mein neues Buch gewinnen und das ist auch ein bisschen blau. Außerdem sind im Kapitel "Betrunken und Abgestürzt" die drei Helden Kurt, Sandro und Tilda (aka die Prinzessin) plötzlich ebenfalls ganz schön blau. Dabei haben sie gar keinen Alkohol getrunken. Wie konnte das passieren?
Donnerstag, 20. Juni 2013
Beauty is where you find it # 69
Regenbogen Farben sollen es heute in Nics Fotoprojekt sein. Dazu habe ich zwar nicht die allerbesten Fotos, dafür aber einen tollen Buch- und Veranstaltungstipp.
Kennt Ihr schon das preisgekrönte (Die besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk) – Dezember 2012, Monats-LUCHS (ZEIT/ Radio Bremen) Februar 2013, Lesepeter März 2013, Leipziger Lesekompass 2013, Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013) Kindersachbuch "Entdecke was Dir schmeckt. Kinder erobern die Küche"?
Der Verlag schreibt dazu:
"Dieses Buch bietet weitaus mehr als ein herkömmliches Kochbuch. Es ist ein Buch für leidenschaftliche Gemüseschnitzer und für große und kleine Küchenforscher. Ein Buch für alle, die sich für Essen, Küche und Kochen interessieren - mit jeder Menge Ideen, Informationen und Mitmachaktionen."
Kennt Ihr schon das preisgekrönte (Die besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk) – Dezember 2012, Monats-LUCHS (ZEIT/ Radio Bremen) Februar 2013, Lesepeter März 2013, Leipziger Lesekompass 2013, Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013) Kindersachbuch "Entdecke was Dir schmeckt. Kinder erobern die Küche"?
Der Verlag schreibt dazu:
"Dieses Buch bietet weitaus mehr als ein herkömmliches Kochbuch. Es ist ein Buch für leidenschaftliche Gemüseschnitzer und für große und kleine Küchenforscher. Ein Buch für alle, die sich für Essen, Küche und Kochen interessieren - mit jeder Menge Ideen, Informationen und Mitmachaktionen."
Genau so eine Mitmachaktion bieten auch die beiden Autorinnen Anke M. Leitzgen und Lisa Rienermann, wenn man sie zu einer "Lesung" einlädt. Das durfte ich im Rahmen des Jugend- und Kinderliteraturfestivals "Huch, ein Buch! 2" Ende Mai im Heimatstädtchen erleben.
Da bauten sie nämlich einen Regenbogen-Essen-Probier-Parcour auf. Sehr schön fand ich die Erkenntnis, dass die Farbtöne Weiß bis Braun meinen Appetit weckten, während alle Kinder fröhlich zu Blau und Grün griffen.
Das wäre doch auch eine nette Idee für einen Kindergeburtstag!
Donnerstag, 13. Juni 2013
Beauty is where you find it #68
Schlafmützen möchte Nic heute sehen. Always and forever – mein allerliebstes Schlafmützenbild (auch wenn ich mich jetzt damit in die Reihe unzähliger Bilder schlafender Tiere und Kinder einfüge. Aber vielleicht erweckt das im erwachsenen, von Sorgen und Grübeleien gequälten, schlaflosen Ich eben diese wunderbar wehmütige Sehnsucht nach unschuldigem selbstvergessenem Schlaf - ach, ach, ach):
Das Söhnchen vor 9 Jahren
Das Söhnchen vor 9 Jahren
Donnerstag, 6. Juni 2013
Beauty is where you find it #67
Nic befürchtet, ihr heutiges Thema des Photoprojekts könne zynisch wirken und Bestürzung ob der akuten Wasserstandslagen auslösen.
Diese Sorge teile ich nicht. Ein "Schirm" ist nicht nur ein – oft modisches – Accessoire im Regen. Er kann auch Trost, Schutz, Zukunft und Hoffnung bedeuten.
Diese Sorge teile ich nicht. Ein "Schirm" ist nicht nur ein – oft modisches – Accessoire im Regen. Er kann auch Trost, Schutz, Zukunft und Hoffnung bedeuten.
Donnerstag, 30. Mai 2013
Beauty is where you find it # 66
"In meiner Handtasche" – das Thema heute in Nics Blog. Ich habe aber gar keine Handtasche, sondern eine kleine, eine mittlere und eine große Messanger Bag, je nach Situation. In allen dreien sammeln sich aber über die Zeiten ganz ähnliche Dinge an. So wie hier – eine Auswahl der mittleren Tasche:
beispielsweise Wäscheklammern für die Hosenbeine beim Fahrradfahren / Findesachen von irgendeinem Strandspaziergang / urbane Findesachen (ich bin eben ein Sachensucher) / ein Weltretterbutton / der Einkaufszettel für die Macarons letztens
beispielsweise Wäscheklammern für die Hosenbeine beim Fahrradfahren / Findesachen von irgendeinem Strandspaziergang / urbane Findesachen (ich bin eben ein Sachensucher) / ein Weltretterbutton / der Einkaufszettel für die Macarons letztens
Donnerstag, 23. Mai 2013
Beauty is where you find it #65
Die Superfrau ist heute in Nics Fotoprojekt gesucht.
Ich bin der Superfrauen ja etwas müde. Sie sind inflationär, weil die Welt es heute von einer jeden Frau erwartet, ja verlangt: Jede meiner Freundinnen ist eine, alle anderen, die ich kenne, sind auch welche – einschließlich mir. Frau wird ja geradezu vom schlechten Gewissen umgeworfen, wenn frau mal einen Tag lang keine Lust hat, eine Superfrau zu sein. Gerne würde ich da mal Pause von machen. So richtig lange.
Dann würde ich sorglos durch den Morgentau hüpfen, weiße Blumen in weißen Vasen arrangieren, köstliches Konfekt naschen und im Sonnenuntergang mit einem Drink in der Hand mit einem charmanten Menschen parlieren. Wobei ich natürlich einen Hut tragen würde.
In der Vitrine meiner Omi stand immer eine Porzellan-Ballerina. Die konnte ich stundenlang betrachten und davon träumen, eines Tages so schön zu sein. Heute steht sie in meiner Wohnung. Zusammen mit einem Fotoalbum von 1885, dass ich als Kind in einer alten Scheune fand und heimlich mit mir nahm. Manchmal schaue ich mir all diese Frauen an und frage mich, welches Leben sie hatten und von welchem sie träumten. Ich bin mir sicher, hinter den tiefgründigen sanften Lächeln verbergen sich ebenfalls Superfrauen.
Vielleicht hilft das ja schon und ich sollte es einmal üben: tiefgründig und sanft zu lächeln.
Ich bin der Superfrauen ja etwas müde. Sie sind inflationär, weil die Welt es heute von einer jeden Frau erwartet, ja verlangt: Jede meiner Freundinnen ist eine, alle anderen, die ich kenne, sind auch welche – einschließlich mir. Frau wird ja geradezu vom schlechten Gewissen umgeworfen, wenn frau mal einen Tag lang keine Lust hat, eine Superfrau zu sein. Gerne würde ich da mal Pause von machen. So richtig lange.
Dann würde ich sorglos durch den Morgentau hüpfen, weiße Blumen in weißen Vasen arrangieren, köstliches Konfekt naschen und im Sonnenuntergang mit einem Drink in der Hand mit einem charmanten Menschen parlieren. Wobei ich natürlich einen Hut tragen würde.
In der Vitrine meiner Omi stand immer eine Porzellan-Ballerina. Die konnte ich stundenlang betrachten und davon träumen, eines Tages so schön zu sein. Heute steht sie in meiner Wohnung. Zusammen mit einem Fotoalbum von 1885, dass ich als Kind in einer alten Scheune fand und heimlich mit mir nahm. Manchmal schaue ich mir all diese Frauen an und frage mich, welches Leben sie hatten und von welchem sie träumten. Ich bin mir sicher, hinter den tiefgründigen sanften Lächeln verbergen sich ebenfalls Superfrauen.
Vielleicht hilft das ja schon und ich sollte es einmal üben: tiefgründig und sanft zu lächeln.
Donnerstag, 9. Mai 2013
Beauty is where you find it # 63
Nics heutiges Thema heißt "Zeit für mich". Mich hat das sehr nachdenklich gemacht.
Als freie Autorin und Redakteurin habe ich keine "normale", fremd definierte Arbeitszeit. Ich kann quasi arbeiten wann und wo ich will, Hauptsache ich erfülle die Deadlines für Artikel-, Manuskript- oder Lektoratsabgaben. Heissa, mag der eine oder die andere denken, welche Freiheit! Wieviel Zeit für mich!
Doch weit gefehlt. Denn dadurch, dass ich keine "Bürozeiten" habe, arbeite ich quasi immer! Ich wage es, Zeit mit den Kindern zu verbringen und hin und wieder hinaus in die Kulturlandschaft zu entfliehen, auch gönne ich mir das Reisen, doch ansonsten arbeite ich tatsächlich immer. Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Montag oder Sonntag, zwischen 10 Uhr morgens oder 12 Uhr nachts. Einfach mal abschalten, mir Zeit für mich zu nehmen – auch wenn ich es theoretisch könnte - wage ich nicht. Unruhe bemächtigt sich dann meiner, "ich sollte und ich könnte doch jetzt lieber", denke ich. Das ist nicht gesund, ich weiß das. Ich habe einen mehrfachen Tinitus und immer mal wieder gern einen angedeuteten oder echten Hörsturz. Und doch, und doch, ich kann nicht ruhen.
Manchmal würde ich gern das Gras wachsen oder die Wolken vorbeiziehen sehen. Und dann erwische ich mich dabei, wie ich diese Motive in eine neue Geschichte einbaue oder bedauere, die Kamera nicht dabei zu haben.
Ich glaube, ich muss noch viel lernen. Aber bereit dazu wäre ich.
Als freie Autorin und Redakteurin habe ich keine "normale", fremd definierte Arbeitszeit. Ich kann quasi arbeiten wann und wo ich will, Hauptsache ich erfülle die Deadlines für Artikel-, Manuskript- oder Lektoratsabgaben. Heissa, mag der eine oder die andere denken, welche Freiheit! Wieviel Zeit für mich!
Doch weit gefehlt. Denn dadurch, dass ich keine "Bürozeiten" habe, arbeite ich quasi immer! Ich wage es, Zeit mit den Kindern zu verbringen und hin und wieder hinaus in die Kulturlandschaft zu entfliehen, auch gönne ich mir das Reisen, doch ansonsten arbeite ich tatsächlich immer. Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Montag oder Sonntag, zwischen 10 Uhr morgens oder 12 Uhr nachts. Einfach mal abschalten, mir Zeit für mich zu nehmen – auch wenn ich es theoretisch könnte - wage ich nicht. Unruhe bemächtigt sich dann meiner, "ich sollte und ich könnte doch jetzt lieber", denke ich. Das ist nicht gesund, ich weiß das. Ich habe einen mehrfachen Tinitus und immer mal wieder gern einen angedeuteten oder echten Hörsturz. Und doch, und doch, ich kann nicht ruhen.
Manchmal würde ich gern das Gras wachsen oder die Wolken vorbeiziehen sehen. Und dann erwische ich mich dabei, wie ich diese Motive in eine neue Geschichte einbaue oder bedauere, die Kamera nicht dabei zu haben.
Ich glaube, ich muss noch viel lernen. Aber bereit dazu wäre ich.
Donnerstag, 25. April 2013
Beauty is where you find it #61
"Auf der Kirmes" heißt das heutige fotografische Thema auf Nics Blog. Eine tolle Gelegenheit einmal eine wunderbare Fotostrecke zu zeigen, für die ich nicht verantwortlich zeichne.
Im Heimatstädtchen findet alljährlich am ersten Juliwochenende das größte Innenstadtfest Südhessens statt: das Heinerfest. 1951 wurde es zum ersten Mal organisiert. Damals wollte man die von den Kriegsschrecken traumatisierten Menschen erfreuen, das Heimatgefühl stärken und auch die Stadtflüchtlinge einladen, zurück zu kehren.
Vor drei Jahren – einen Tag vor der Eröffnung – schnappte sich das damals 11-jährige (!) Töchterchen eine Kamera. Sie wollte schon immer mal einen Rummelplatz ohne Rummel fotografieren, sagte sie. Zurück kam sie mit diesen melancholisch poetischen Bildern eines Vergnügungsgeschäfts, das seiner Funktion beraubt zu sein scheint.
Im Heimatstädtchen findet alljährlich am ersten Juliwochenende das größte Innenstadtfest Südhessens statt: das Heinerfest. 1951 wurde es zum ersten Mal organisiert. Damals wollte man die von den Kriegsschrecken traumatisierten Menschen erfreuen, das Heimatgefühl stärken und auch die Stadtflüchtlinge einladen, zurück zu kehren.
Vor drei Jahren – einen Tag vor der Eröffnung – schnappte sich das damals 11-jährige (!) Töchterchen eine Kamera. Sie wollte schon immer mal einen Rummelplatz ohne Rummel fotografieren, sagte sie. Zurück kam sie mit diesen melancholisch poetischen Bildern eines Vergnügungsgeschäfts, das seiner Funktion beraubt zu sein scheint.
Donnerstag, 18. April 2013
Beauty is where you find it #60
Eine Woche war ich in München und habe dort im Rahmen des Kinder Krimifests in fünf Bibliotheken und in einer Schule gelesen. Meinen Rucksack hatte ich wetterentsprechend gepackt und stand darum in dicken Winterklamotten in einer plötzlichen Frühsommersonne. Es war warm, aber wunderschön. Yeah, endlich Frühling!
Darum konnte ich mich gestern um den Balkon kümmern – mein Frühlingsbote und so einen möchte Nic heute in ihrem Fotoprojekt sehen.
Die meisten Terrakotta-Kästen und -töpfe waren geplatzt. Ich schleppte mehrere Wäschekörbe voller Erde, Tonscherben und Pflanzenreste die 88 Stufen zur Mülltonne runter. Heute habe ich Muskelkater, aber der Minibalkon ist fein und wartet auf Bepflanzung. Bei 2 qm kann ich das nicht so sorglos angehen. Kräuter, Wildblumen als Bienennahrung, und drei, die tapfer immer wieder kommen: ein Farn, eine Hosta und ein Sedum.
Ich bin ganz verliebt in dieses kleine Plätzchen unterm Himmel. Außerdem mag ich, was das Wetter mit den Dingen, die dort stehen, macht. Darum gibt es nicht nur ein Bild.
Die Wimpel hat der Winterwind zerfetzt – da muss eine neue Girlande her.
Unsere tolle Sammlung: Driftwood, Muscheln, Schwimmer, Zähne, Schädel, Haieier, Möwenkrallen, angeschwemmtes Plastik, Federn – einfach toll. Da fällt mir sofort ein Lied ein, das mir mein Herr Papa einst beibrachte:
"Lumpen, Knochen, Flaschen und Papier – ausgeschlagene Zähne sammeln wir ..."
Oh je – den seltsamen Sprayversuche des Töchterchens konnte der kalte lange Winter nichts anhaben.
Darum konnte ich mich gestern um den Balkon kümmern – mein Frühlingsbote und so einen möchte Nic heute in ihrem Fotoprojekt sehen.
Die meisten Terrakotta-Kästen und -töpfe waren geplatzt. Ich schleppte mehrere Wäschekörbe voller Erde, Tonscherben und Pflanzenreste die 88 Stufen zur Mülltonne runter. Heute habe ich Muskelkater, aber der Minibalkon ist fein und wartet auf Bepflanzung. Bei 2 qm kann ich das nicht so sorglos angehen. Kräuter, Wildblumen als Bienennahrung, und drei, die tapfer immer wieder kommen: ein Farn, eine Hosta und ein Sedum.
Ich bin ganz verliebt in dieses kleine Plätzchen unterm Himmel. Außerdem mag ich, was das Wetter mit den Dingen, die dort stehen, macht. Darum gibt es nicht nur ein Bild.
Unsere tolle Sammlung: Driftwood, Muscheln, Schwimmer, Zähne, Schädel, Haieier, Möwenkrallen, angeschwemmtes Plastik, Federn – einfach toll. Da fällt mir sofort ein Lied ein, das mir mein Herr Papa einst beibrachte:
"Lumpen, Knochen, Flaschen und Papier – ausgeschlagene Zähne sammeln wir ..."
Oh je – den seltsamen Sprayversuche des Töchterchens konnte der kalte lange Winter nichts anhaben.
Donnerstag, 11. April 2013
Beauty is where you find it #59
Nun ist es ja wirklich nicht schwer, im eigenen Kinde die Schönheit zu finden. Aber als ich Nics heutiges Thema "Scherzkeks" las, musste ich sofort an das Söhnchen denken. Ein Scherzkeks vor dem Herrn.
Zumal ich gerade ein echtes Monsterprojekt bearbeite – ein Fotobuch mit etwa 200 Seiten: die ersten Jahre von null bis zwölf.
Mir fielen zwei echte ScherzkeksBilder von 2005 in die Hände. Von denen nur das Linke einen kleinen Dialog braucht.
Situation: Wir müssen los! Wir müssen ganz dringend los!!
Mama (das gefühlte 10000ste Mal): "Bitte zieh jetzt deine Socken an. Jetzt!"
Scherzkeks: "Ich habe meine Socken schon längst angezogen."
Danke dafür!
So, nun schnappe ich gleich meinen Rucksack und verschwinde bis Dienstag nach München. Dort werde ich im Rahmen des KinderKrimiFestivals sechsmal aus meinem Buch "Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet" lesen. Die Weltretter-Buttons, die die Kids nach den Lesungen bei einem super Quiz gewinnen können, habe ich schon gestern eingepackt.
Zumal ich gerade ein echtes Monsterprojekt bearbeite – ein Fotobuch mit etwa 200 Seiten: die ersten Jahre von null bis zwölf.
Mir fielen zwei echte ScherzkeksBilder von 2005 in die Hände. Von denen nur das Linke einen kleinen Dialog braucht.
Situation: Wir müssen los! Wir müssen ganz dringend los!!
Mama (das gefühlte 10000ste Mal): "Bitte zieh jetzt deine Socken an. Jetzt!"
Scherzkeks: "Ich habe meine Socken schon längst angezogen."
Danke dafür!
So, nun schnappe ich gleich meinen Rucksack und verschwinde bis Dienstag nach München. Dort werde ich im Rahmen des KinderKrimiFestivals sechsmal aus meinem Buch "Letzten Donnerstag habe ich die Welt gerettet" lesen. Die Weltretter-Buttons, die die Kids nach den Lesungen bei einem super Quiz gewinnen können, habe ich schon gestern eingepackt.
Donnerstag, 28. März 2013
Beauty is where you find it #58
Köstlich – so soll es heute sein, wenn man bei Nics Fotoprojekt mitmacht.
Nun denn, das passt ja wunderbar. Denn heute, nachdem ich schon ganz fleißig vier Stunden am Manuskript gearbeitet habe, stehe ich in der Küche und bereite meine Post aus meiner Küche vor. Davon darf ich jedoch noch nichts zeigen, denn es soll für meine Swap-Partnerin eine Überraschung werden.
Dafür dieses hier: Der Schokoladenkuchenteig von letztens. Lecker! Wieso backt man den eigentlich noch?
Nun denn, das passt ja wunderbar. Denn heute, nachdem ich schon ganz fleißig vier Stunden am Manuskript gearbeitet habe, stehe ich in der Küche und bereite meine Post aus meiner Küche vor. Davon darf ich jedoch noch nichts zeigen, denn es soll für meine Swap-Partnerin eine Überraschung werden.
Dafür dieses hier: Der Schokoladenkuchenteig von letztens. Lecker! Wieso backt man den eigentlich noch?
Donnerstag, 21. März 2013
Beauty is where you find it #57
Ein Lächeln möchte Nic heute von jedem sehen.
Das schenke ich gern. Zumal hier im Blog in dieser Woche ein bisschen Ruhe herrscht. Der Eintagsladen am kommenden Sonntag und das hoch her laufende Lektorat meines nächsten Buches fordern gerade etwas Tribut in Form meiner Zeit.
Einst verdiente ich mit meinem Lächeln sogar mein Studium. Wie schön, dass ich es an das Söhnchen und das Töchterchen weitergab. Wir alle haben diese Angewohnheit, die Oberlippe lustig zu kräuseln, wenn wir lächeln. Das ist schön zu sehen.
Es ist sowieso wunderbar, seine Kinder anzuschauen. Meist hat man dann ein ganz versonnenes Lächeln im Gesicht, das Glück, Freude, Erwartung und Neugierde beinhaltet.
Hier zeige ich Euch eine 13 Jahre alte Anzeige. Darauf lächle ich ganz versonnen mein niegelnagelneues Töchterchen an. Dessen Lächeln klappte damals noch nicht so einwandfrei. Heute hat es sogar Haare, ;-).
Das schenke ich gern. Zumal hier im Blog in dieser Woche ein bisschen Ruhe herrscht. Der Eintagsladen am kommenden Sonntag und das hoch her laufende Lektorat meines nächsten Buches fordern gerade etwas Tribut in Form meiner Zeit.
Einst verdiente ich mit meinem Lächeln sogar mein Studium. Wie schön, dass ich es an das Söhnchen und das Töchterchen weitergab. Wir alle haben diese Angewohnheit, die Oberlippe lustig zu kräuseln, wenn wir lächeln. Das ist schön zu sehen.
Es ist sowieso wunderbar, seine Kinder anzuschauen. Meist hat man dann ein ganz versonnenes Lächeln im Gesicht, das Glück, Freude, Erwartung und Neugierde beinhaltet.
Hier zeige ich Euch eine 13 Jahre alte Anzeige. Darauf lächle ich ganz versonnen mein niegelnagelneues Töchterchen an. Dessen Lächeln klappte damals noch nicht so einwandfrei. Heute hat es sogar Haare, ;-).
Donnerstag, 14. März 2013
Beauty is where you find it #56
Heute warten auf Nics Blog alle auf Grün ... Ich kann dazu nicht viel mehr sagen ... außer: Darmstadt, 14. März 2013, 9.06 Uhr, -10° Celsius. Ich habe trotzdem versucht, Schönheit darin zu finden, ;-).
Donnerstag, 7. März 2013
Beauty is where you find it #55
Die Freundschaft ist das Motto heute bei Nics Fotochallenge – ein so weit gefasstes Thema mit unendlichen Möglichkeiten, dass ich zum Naheliegendsten griff, im wahrsten Sinn des Wortes. Hier im Bücherregal steht nämlich eine kleine Plexiglasscheibe: Sommer `96. Verdammt lang her, doch die Erinnerung ist lebendig, als wäre es gestern gewesen.
Meine heute in Sidney lebende Freundin Regina und ich auf unserem ersten gemeinsamen Surf-VW-Bus-Trip an die Atlantikküste. Das Foto entstand nach einer kleinen Surfsession in Anglet bei Biarritz. Die Surffreude war spontan unterbrochen wurden, weil ich in den fiesen Giftstachel eines Petermännchenens getreten war. Kennt Ihr das? Es tut höllisch weh. Als das Foto geschossen wurde, kochten wir uns gerade neben dem Bus einen Kaffee, ich trug meine grüne Wollmütze und es ging mir schon wieder gut.
Später schenkte mir Regina das Bild in dieser tollen Art zu Weihnachten. Wir studierten damals Architektur und hatten gerade den Transfer von Fotos auf Plexiglas oder Holz entdeckt.
So geht es:
* Foto mit einem Tintenstrahldrucker spiegelverkehrt kopieren. Die Kopie mit der Bildseite auf den entsprechenden Untergrund legen. Von hinten vorsichtig mit einem in Aceton getränkten Läppchen tupfend und drückend einweichen. Vorsichtig nachgucken und sich freuen, wenn möglichst viel Tinte des Bildes auf dem Untergrund haften blieb.
Das sieht auch ganz toll aus, wenn man Farbkopien auf Holz aufbringt. Ach, ich glaube, das mache ich mal wieder.
Meine heute in Sidney lebende Freundin Regina und ich auf unserem ersten gemeinsamen Surf-VW-Bus-Trip an die Atlantikküste. Das Foto entstand nach einer kleinen Surfsession in Anglet bei Biarritz. Die Surffreude war spontan unterbrochen wurden, weil ich in den fiesen Giftstachel eines Petermännchenens getreten war. Kennt Ihr das? Es tut höllisch weh. Als das Foto geschossen wurde, kochten wir uns gerade neben dem Bus einen Kaffee, ich trug meine grüne Wollmütze und es ging mir schon wieder gut.
Später schenkte mir Regina das Bild in dieser tollen Art zu Weihnachten. Wir studierten damals Architektur und hatten gerade den Transfer von Fotos auf Plexiglas oder Holz entdeckt.
So geht es:
* Foto mit einem Tintenstrahldrucker spiegelverkehrt kopieren. Die Kopie mit der Bildseite auf den entsprechenden Untergrund legen. Von hinten vorsichtig mit einem in Aceton getränkten Läppchen tupfend und drückend einweichen. Vorsichtig nachgucken und sich freuen, wenn möglichst viel Tinte des Bildes auf dem Untergrund haften blieb.
Das sieht auch ganz toll aus, wenn man Farbkopien auf Holz aufbringt. Ach, ich glaube, das mache ich mal wieder.
Donnerstag, 28. Februar 2013
Beauty is where you find it 54
Im dunkelsten Winter seit 43 Jahren wünscht sich Nic Fotos wärmender Maschen.
Erstaunlich aber wahr: Mit wolligen gestrickten Maschen kann ich kaum dienen. Zwar kämpfte ich mich schon mit 16 durch die wohl schwierigste Anleitung eines Männerpullovers – einige Eckdaten dazu: Im liebevoll handgemachten Weihnachtsgeschenk für meinen damaligen Freund steckten 3 Monate meines Teenagerlebens und gefühlte 100 kg Schurwolle, getragen wurde das gute Stück etwa 1,5 Mal und das auch nur kurz, immerhin inspirierte es mich Dekaden später zu einem Kurzkrimi – aber ich kann Wolle nicht auf der Haut haben. Sie macht mich ganz kribbelig. Darum häkele ich lieber. Häkelmaschen haben aber ehr ein sommerliches Erscheinungsbild. Doch das kann ja auch wärmen.
Erstaunlich aber wahr: Mit wolligen gestrickten Maschen kann ich kaum dienen. Zwar kämpfte ich mich schon mit 16 durch die wohl schwierigste Anleitung eines Männerpullovers – einige Eckdaten dazu: Im liebevoll handgemachten Weihnachtsgeschenk für meinen damaligen Freund steckten 3 Monate meines Teenagerlebens und gefühlte 100 kg Schurwolle, getragen wurde das gute Stück etwa 1,5 Mal und das auch nur kurz, immerhin inspirierte es mich Dekaden später zu einem Kurzkrimi – aber ich kann Wolle nicht auf der Haut haben. Sie macht mich ganz kribbelig. Darum häkele ich lieber. Häkelmaschen haben aber ehr ein sommerliches Erscheinungsbild. Doch das kann ja auch wärmen.
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