Montag, 25. Oktober 2010

Eintagsladenprotagonistin Dagmar Bausch


Heute beantwortet Dagmar Bausch mit ihrem Label mimi-handarbeit die Fragen der Blog-Redakteurin.






1. Bitte stell Dich kurz vor:

Dagmar (44) und Familie (Mann, 2 Kinder, Opa und Kater)

Ich bin mehr Handwerkerin als Künstlerin, da ändern auch ein paar Semester Designstudium nichts. Ich bin Landschaftsgärtnerin und Bürokauffrau, arbeite für eine Architektin und für einen Fotografen.

Ich bin süchtig nach schönen Materialien, nach Farben. Das ist ein kostspieliges Hobby, eher Lebenselixier. Ich muss immer was tun: nähen, malen, stricken, filzen, werkeln. Zum Glück gibt es einige Menschen, die meine Sachen schön finden und mir sogar Geld dafür geben!

(Anmerkung der Redaktion: Erstaunlich, erstaunlich, wenn man sich anschaut, wie jung und frisch Dagmar auf dem Foto rüber kommt, ;-))

2. Was / welche Produkte entwirfst Du und wie heißt Dein Label?


Die Erfindung der Wendesattelmütze hat mir zu „Ruhm und Ehre“ verholfen. Sie ist mein „Topseller“, wie man so schön sagt. Da sie aus einer regenfesten und einer Fleece - Seite besteht, nähe ich auch andere Sachen (Kulturrollen, Kosmetiktäschchen, Kinderschürzen) aus diesem Material. Außerdem mache ich gern Schneekugeln, nach Auftrag, für Hochzeiten, Geburtstage, als Reisegutschein. Und Filzsachen.

handarbeit mit immer mehr ideen mimi – handarbeit

3. Was inspiriert Dich? Hast Du Design-Vorbilder?

Die Materialien an sich. Ich brauche sie bloß anzusehen und bekomme sofort Lust was daraus bzw. damit zu machen. Manchmal kommen auch Freunde, die gern einen Wunsch verwirklicht hätten.

4. Beschreibe bitte kurz Deinen kreativen Arbeitsprozess oder -tag:

Zurzeit verkaufen sich die Sattelmützen so gut, dass ich überwiegend „Mützen“ nähe. Da bleibt die Kreativität etwas auf der Strecke und wenn ich mehr Zeit in die Kreativität stecke, bleibt die Familie auf der Strecke. Ein Dilemma.

5. Beschreibe Deinen Stil. Was macht Deine Produkte besonders?

Ich würde nicht sagen, dass ich einen bestimmten Stil verfolge. Bei beschichteten Stoffen bin ich davon abhängig, was der Markt bietet und der bietet nicht so viel. Ich mag es eigentlich nicht so „mainstreamig“. Ich mag es gern auch mal kitschig.

6. Wer kauft Deine Sachen und wen machst Du mit Deinen Entwürfen glücklich?


Leute, die ein bisschen Farbe in den Alltag bringen wollen. Die ein witziges, erschwingliches Geschenk für Freunde, Schwiegermütter, Kinder, Enkel o. a. suchen.


7. Was ist Dein Ziel / Dein Wunsch / Dein Traum?

Schön wäre es, in einer kleinen Werkstatt oder einem netten Laden zu nähen und zu werkeln und damit ein Auskommen zu haben, ohne halbtags für andere zu arbeiten (obwohl meine Arbeit/Arbeitgeber wirklich klasse ist/sind!!!)

8. Und zum Schluss ein Motto oder ein kluges Wort:


Obwohl ich selbstverständlich unerhört klug bin, habe ich gerade keine Zeit, Euch daran teilhaben zu lassen.

Ich kann vielleicht noch sagen: Ich mache lieber statt drüber zu reden! Kommt alle am 7. November!






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