Posts mit dem Label Backen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Backen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. April 2018

Tischdienst – ein Tutorial für ein wunderbares gemeinsames Speisen, Plauschen und Gerichte Tauschen


Mit lauter netten Leuten Selbstzubereitetes speisen, plaudern und Köstlichkeiten tauschen – wenn Euch bei dieser Vorstellung das Herz hüpft und das Wasser im Munde zusammenläuft, dann übernehmt doch den Tischdienst und organisiert eine fröhliche Runde an einer reich gedeckten Tafel. 




Die Idee
Zwei Freundinnen und ich ackern fürs Gemüse, kochen gerne und lieben es, verschiedenste Menschen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam zu speisen. So kam uns die Idee zum Tischdienst
Zu einem bestimmten Motto kocht jeder Teilnehmer ein Gericht, das auf die große Tafel gestellt wird. Vier kleinere Portionen desselben (oder einer selbst gemachten Zutat) werden hübsch verpackt zum Tausch mitgebracht. Als Paar kocht man natürlich entweder doppelt so viel oder zwei Gerichte. 


Grafik: Selina Willand


Beim Genießen, Rezepte Tauschen und über das Leben Plaudern lernt man nicht nur neue Gerichte und nette Menschen kennen, sondern geht auch mit dem Bauch voller Köstlichkeiten, dem Kopf voller Kochideen und einer Tüte voller Spezereien nach Hause. 

Einen Ort finden
Wer hat schon eine Tafel für etwa 20 Personen zuhause? Also macht man die Not zur Tugend und entdeckt besondere Orte, indem man mit offenen Augen durch die Stadt läuft. Gibt es eventuell offene Veranstaltungsräume oder Kantinen? Könnte man die nette Dame aus dem großzügigen Gewürzladen, den jungen Mann mit seinem Atelier oder die Frau mit der Musikschule gewinnen? Oder gibt es einen netten Ort open air?
Man braucht einen Raum für eine große Tafel, genügend Sitzmöglichkeiten drumherum, mit einem Wasseranschluss, eventuell einem Herd zum Aufwärmen und einer Toilette in der Nähe. 




Planen
Etwa 6 Wochen im Vorfeld bestimmt man einen Termin. 
Tipp: An einem Donnerstagabend von 19 bis 22 Uhr haben viele Menschen Zeit. Oder Sonntags. Dann passt das auch mit dem Kochen gut. Allerdings schauen viele Menschen gerne Tatort. :)
Dann überlegt man sich ein Motto, zu dem gekocht werden soll. Das kann etwas Saisonales wie Frühlingserwachen und Erntedank sein oder etwas Spezifisches wie 1000 Gewürze, Brotaufstriche und Alles aus Petersilie
Natürlich muss man überlegen, wie viele Leute kommen können. Wie groß ist die Tafel, die ich aus verschiedenen Tischen oder aus Böcken und alten Türen bauen kann? Wie viele Stühle kann ich besorgen? Bekomme ich genug Besteck, Gläser und Teller zusammen oder muss die jeder selbst mitbringen? 


Die Einladung
In der Einladung nennt man nicht nur Ort, Zeit und Motto, sondern beschreibt auch die Idee und bittet um Anmeldung bis zwei Wochen vor dem Termin unter der eigenen Email-Adresse. Wer Freude am Gestalten hat, findet unter thegraphicsfairy.com dekorative Vintage-Illustrationen aller Art zum kostenlosen Download. 
Will man etwas privater bleiben, verschickt man die Einladung nur an seine Freunde und Bekannte. Wer neue Menschen zusammenbringen und kennenlernen möchte, lässt die Einladung als Flyer drucken und verteilt sie in Buchläden, Cafés und im Kindergarten. Noch einfacher ist es, eine öffentliche Facebook-Veranstaltung zu erstellen. 


Grafik: Selina Willand


Die Gäste
Am Tag nach dem Anmeldeschluss fertigt man die Gästeliste an. Haben sich mehr Leute angemeldet, als um die Tafel passen, muss man leider einigen absagen. Doch vielleicht wiederholt man das Ereignis und kann darauf vertrösten? Den Gästen teilt man noch einmal genau mit, wann, wo und unter welchem Motto sie erwartet werden. Nun hat jeder Zeit, sich ein Gericht zu überlegen und ein- oder zweimal zur Probe zu kochen. Darüber freut sich die Familie zu Hause. 
Tipp: Etwa 20 Gäste sind ideal. Alle kommen miteinander ins Gespräch und die Speisen sind äußerst vielfältig, aber nicht zu viele, um eine jede zu probieren. 


Vorbereitung
Als Veranstalter hat man natürlich etwas mehr Arbeit als die Geladenen. Auf der Einkaufsliste sollten Servietten und Brot stehen. Außerdem frische Minze, Zitronen oder gefrorene Beeren, um mehrere Karaffen aromatisiertes Wasser als Getränk anzubieten. 
Etwa eine Stunde braucht man, um die Tafel vorzubereiten und einzudecken. Natürlich kann man mottogemäß dekorieren, doch das ist gar nicht nötig. Die Wasserkaraffen, ein paar frische Blumen oder Zweige auf verschiedene Vasen verteilt, und einige Kerzen runden die vielen Speisen, die auf der Tafel Platz finden werden, schön ab. 
Außerdem hält man DIN A5-Karten und einen Stift bereit. Hierauf schreibt jeder Gast, welches Gericht er mitbrachte, und stellt sie daneben. 


Das Ereignis 
In der ersten halben Stunde trudeln die Gäste ein. Jeder beschriftet sein Kärtchen und stellt sein Gericht auf die Tafel. Die vier Tauschportionen aller werden an einem zugänglichen Ort gesammelt. 
Wenn alle Platz genommen haben, begrüßt man die Gäste. In einer Vorstellungsrunde erzählt jeder etwas zu sich und seinem Gericht. Danach ist das Eis gebrochen und alle wünschen sich einen guten Appetit. 
Tipp: Wenn man einen Weinhändler mit ins Boot holt, kann dieser Weine zur Probe oder zum Selbstkostenpreis anbieten. Außerdem kann man mit einem Sekt den Abend eröffnen. 


Die Tauschrunde 
„Noch nie habe ich so lecker gegessen“, wird es unisono nach dem Essen klingen. Dann wird getauscht. Reihum darf sich jeder eine der Tauschportionen nehmen. Danach darf sich der letzte als erster nehmen. Das Ganze findet 4 Mal statt. 
Natürlich wird nach so einem netten Abend niemand den Gastgeber mit dem Abwasch alleine lassen. Während alle spülen und aufräumen, kann man schon den nächsten Tischdienst planen. 

Wer einmal bei uns vorbeischauen möchte, kann das hier tun: Tischdienst 



Samstag, 26. März 2016

Köstliche Oreo-Torte

In Magazinen und im Netz stieß ich auf verschiedene Rezepte für eine Torte mit Oreo Keksen, die ja eigentlich auch ohne Torte schon sehr lecker sind. Doch verarbeitet wie in diesem Rezept, das ich mir aus den anderen zusammengebastelt habe, sind sie einfach himmlisch.

Man braucht:

300 g Oreo Kekse
60 g Butter
750 g Sahnequark
3 Eigelb
600 ml gezuckerte Kondenzmilch (Milchmädchen)
1 Päckchen Sahnesteif
50 g geraspelte Schokolade
2 Limetten


So geht´s:
Zuerst darf man voll kindlicher Freude, die Oreo Kekse trennen. Die Kekshälften kommen in eine Plastiktüte, die Füllung in eine Rührschüssel.
Die Butter schmilzt man bei mittlerer Temperatur.
Die Kekshälften mit einem Nudelholz ganz fein zerbröseln. Etwa 3 bis 4 Esslöffel davon zur Seite stellen. Den Rest mit der geschmolzenen Butter gut mischen.
Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier auskleiden. Die Keks-Butter-Mischung fest auf den Boden drücken und für etwa eine Viertelstunde ins Gefrierfach stellen.
Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Keksfüllungen, den Sahnequark, die 3 Eigelb und 200ml der gezuckerten Kondenzmilch (den Rest in den Kühlschrank stellen) sehr gut mit dem Mixer verrühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Diese auf dem Keksboden verteilen und das Ganze für etwa 30 Minuten backen, herausnehmen und mit der geraspelten Schokolade bestreuen. Dann den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Das dauert ziemlich lange (etwa 1 Stunde).
400 ml gezuckerte Kondenzmilch mit dem Saft der beiden Limetten aufschlagen, das Sahnesteif einrieseln lassen und solange schlagen, bis eine fluffige Creme entstanden ist. Diese auf die erkaltete Torte streichen.
Die Torte für etwa eine Stunde in den Gefrierschrank oder für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit den zur Seite gestellten Oreokrümeln bestreuen.
Köstlich!

Sonntag, 20. März 2016

Leckere Frühlingszwiebel – Focaccia und Hummus

Für unser Probekochen zum nächsten Tischdienst mit dem Motto "Frühlingserwachen" hatte ich mir die Frühlingszwiebel heraus gesucht. Ich bug ein Brot und mixte dazu ein Hummus. Beides ergänzte sehr fein Annas Rote-Bete-Eier, das Gurkenlassi und die Rohkost-Karotten-Torte von Selina. Bitte schön, hier kommen meine Rezepte. Die der anderen beiden findet Ihr auf unserer Tischdienst-Seite.



Frühlingszwiebel-Petersilie-Focaccia:

Man braucht:
ca. 8 bis 10 ganze oder halbe Frühlingszwiebeln (falls sie zu dick sind, halbieren)
1 Bund glatte Petersilie
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz

ein drittel Stück frische Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 El Honig oder braunen Zucker
1 Tl Salz
Olivenöl
450 g Mehl (eventuell etwas mehr)

So geht´s:
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Kuhle hineindrücken, Hefe hineinkrümeln, den Honig, Salz, Olivenöl und etwas Wasser hinzugeben und daraus mit einer Gabel einen kleinen Vorteig mengen. Den für einige Minuten in der Mehlkuhle ruhen lassen. Dann nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und den Vorteig und das Mehl zu einem Hefeteig verarbeiten. So lange kneten, bis dieser schön geschmeidig ist.
In eine Schüssel etwas Olivenöl auf Boden und Wände verteilen, den Teig hineingeben, mit einem Küchenhandtuch abdecken und eine Stunde lang ruhen lassen.
Ein hohes Backblech (o. Ähnliches) mit Olivenöl etwas einfetten, den Teig darauf geben und mit den Händen zu einem Fladen auf das ganze Blech drücken.


Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Frühlingszwiebeln waschen, eventuell halbieren und je nach Geschmack überschüssiges Grün abschneiden.
Petersilie waschen und grob hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie und Knoblauch mit etwa 100 ml Olivenöl und einem Teelöffel Salz mischen.


Die Frühlingszwiebeln in den Teig drücken. Petersilienmischung großzügig darauf verteilen, dabei auch etwas Öl auf die Zwiebeln geben. Eventuell noch etwas grobes Salz über alles streuen.


Die Focaccia bei 200 Grad für etwa 20 bis 25 Minuten backen.



Dazu gibt es Frühlingszwiebelhummus.

Man braucht dafür:
10 Frühlingszwiebeln
Olivenöl
1 große oder zwei kleine Dosen Kichererbsen
ca 100 g Tahini (Sesampaste)
3 Bio-Zitronen
Salz
Chiliflocken


So geht´s:
Die Frühlingszwiebeln waschen, überschüssiges Grün abschneiden, in eine Auflaufform legen und mit reichlich Öl beträufeln. Die Auflaufform ca. 10 Minuten bei 200 Grad Celsius in den Ofen stellen.
Die Schale von zwei Zitronen abreiben und den Saft aller drei auspressen.
Frühlingszwiebeln, abgetropfte Kichererbsen, Tahini, Zitronenschale und -saft, ein, zwei Prisen Salz, gemahlene Chiliflocken nach Geschmack und einen ordentlichen Schuss Olivenöl in den Mixer geben und so lange mixen, bis eine sämige Masse entstanden ist. Falls die zu fest erscheint, löffelweise noch etwas Öl, Orangensaft oder Wasser zugeben.
In eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln, und mit gemahlenem Chili abrunden. (Auf dem Bild seht Ihr etwa ein Drittel der entstandenen Menge.)


Beides reicht für etwa 6 Leute. Vom Humus bleibt sogar noch etwas übrig. Das kann man in ein Schraubglas füllen, im Kühlschrank lagern und noch etwa eine Woche lang genießen.
Guten Appetit!


Freitag, 4. März 2016

Pavlova mit Mango und Erdbeersoße

Kennengelernt habe ich diese wunderbar leichte Torte als ein australisches Nationalgericht, zu Ehren der Tänzerin Anna Pavlova nach dieser benannt. Zwar streiten sich Neuseeland und Australien darum, wer nun der wahre Erfinder sei, doch mir ist das, ehrlich gesagt, völlig egal. Schön ist, dass sie in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts überhaupt erfunden wurde.
Irgendwie befürchtete ich immer, dass sie nicht klappen würde, büke ich sie einst einmal selbst. Doch das stimmte zum Glück nicht. Sie geht eigentlich ganz einfach, braucht nur ihre Zeit.
Nun ist der Damm gebrochen und die Pavlova gehört zu unserem Leben. Und wie! Denn dieses köstliche Gebäck, außen knuspernd, innen weich und saftig, gefüllt mit Sahne und Obst ist einfach himmlisch.

Man braucht:
* für das Baiser: 6 Eiweiß / 1 TL Apfelessig / 2 Tl Speisestärke / 280 g Zucker
* für die Füllung: 400 ml Sahne / 4 EL braunen Zucker / 1 TL Vanillepaste / 1 Päckchen Sahnesteif / eine reife, süße, nicht fasrige Mango / 1 Bio-Limette / 2 EL braunen Zucker
*für die Erdbeersoße: 400 g gefrorene Erdbeeren / 4 EL Holundersirup / 2 EL Puderzucker

So geht´s:
Den Ofen auf 125 Grad Celsius vorheizen.
Speisestärke sieben und mit dem Zucker mischen.
Die Eiweiß steif schlagen. Dabei den Essig und nach und nach die Zuckermischung dazugeben. So lange schlagen bis eine glänzende, zähe Masse entstanden ist.
Ein Backpapier auf ein Backblech legen. Darauf die Baisermasse als Kreis geben. Mit dem Löffel eine Art Körbchen von etwa 24 cm Durchmesser formen, also die Mitte vertiefen und einen breiteren Rand hochstehen lassen.


Ab in den Ofen damit und 2 Stunden backen. Dann den Ofen auf 80 Grad Celsius herunterstellen und das Baiser noch 2 weitere Stunden trocknen lassen.
Es wird vielleicht ein wenig reißen, besonders wenn der Rand etwas zu dünn war. Doch das macht nichts, denn das Innere verbleibt weicher und hält alles zusammen.
Das Baiser auskühlen lassen.


Eine Mango in kleine Würfel schneiden. Die Schale der Limette in feinen Streifen abreiben, den Saft auspressen. Mango, Limettenschale und Saft sowie den Zucker vermischen und kalt stellen.
Die angetauten Erdbeeren mit dem Sirup und dem Puderzucker in einen Mixer geben und pürieren.
Kurz vor dem Servieren Sahne steif schlagen. Dabei Sahnesteif, Vanillepaste und 4 EL braunen Zucker hinzugeben. Die geschlagene Sahne auf das Baiser streichen, Mango darüber geben und zum Schluss die Erdbeersoße großzügig darauf verteilen.
Die Pavlova lässt sich mit einem scharfen Messer in ganz normale Tortenstückchen schneiden.
Achtung: Superköstlich!



Donnerstag, 7. Januar 2016

Puddingkuchen im Gläschen

Manchmal backt oder kocht man ja etwas und dann ist das dermaßen lecker, dass man selbst ganz erschauert. So ging es uns mit dem gebackenen Vanillepudding. Zehn Gläschen hatte ich gemacht, aber als ich mir ein zweites holen wollte, waren schon alle weg. Dabei leben wir hier in der Bude nur zu dritt.


Man braucht dafür:
4 Eier / 180g Zucker / Vanillepaste oder das ausgekratzte Mark einer Schote / 125 Butter + etwas für die Gläschen / 125 g Mehl / 450 ml Milch / eine Prise Salz

10 kleine ofenfeste  Gläschen

So geht´s:
Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Eier trennen.
Butter schmelzen.
Eiweiß steif schlagen, zur Seite stellen.
Eigelb und Zucker so lange schlagen, bis eine feste hellgelbe Creme (ähnlich einer Zabaione) entstanden ist.
Langsam die Butter zufügen.
Vanille und Salz hinzugeben.
Vorsichtig das Mehl unterheben.
Die Milch unterrühren (nicht erschrecken, die ganze Chose wird nun flüssig.)
Das steife Eiweiß vorsichtig aber so lange unterrühren, bis es sich gut verteilt hat und die Masse nun wie eine luftige, etwas angedickte Flüssigkeit wirkt.
Die Gläschen mit flüssiger Butter auspinseln. Mit einer kleinen Kelle die Teigmasse einfüllen.
Die Gläschen für 45 bis 50 Minuten in den Ofen stellen. Nach 25 Minuten mit Backpapier abdecken.


Wir konnten uns nicht einigen, ob diese kleine Köstlichkeit warm oder kalt besser schmeckt. Sie ist einfach sehr sehr lecker.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Cheese Cake Muffins mit Salzkaramell

Kurz vor unserem 3. Tischdienst haben wir Organisatorinnen uns zum gemeinsamen Kochen und Backen getroffen. Ich entschied mich für diese äußerst leckeren kleinen Cheese Cakes mit Karamellsoße (12 Stück +).


Zutaten für den Cheese Cake:
* 15 Vollkorn-Butterkekse / 3 Esslöffel braunen Zucker / 100 g geschmolzene Butter
* 250 g Frischkäse / 125 g Saure Sahne / 125 g Créme Fraîche / 4 Eier / 200 g Zucker / 3 gehäufte Esslöffel Mehl / Vanilleextrakt

für das Karamell:
* 300 g Zucker / 60 ml Wasser / 90 g Butter / 180 ml Sahne / grobes Salz

So geht´s:
Cheese Cake-Muffins:
Ofen auf 180° C vorheizen.
Ein Muffin-Blech (12 Stück) mit Papierförmchen bestücken.
Für den Teig in einer Schüssel die Kekse zu Mehl zerbröseln, mit dem Zucker und der flüssigen Butter zu einem krümligen Gemisch mengen. Dieses in die 12 Muffin-Förmchen pressen und das Ganze 5 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

In einer großen Schüssel Mehl und Zucker vermengen. Käse dazugeben und verrühren. Nach und nach die Eier unterschlagen, aber bitte nicht zu lange, sonst wird das Ganze sehr flüssig. Vanille, Créme Fraîche und Saure Sahne vermischen, das Gemisch unter die Käsecréme heben.
Damit die Muffinförmchen auffüllen. Das Blech mehrmals auf den Tisch schlagen (vorsichtig, :-) ), damit die Luftblasen aufsteigen.

Bei 180 ° C etwa 25 Minuten backen. Auskühlen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen (kleiner Tipp: Cheese Cake schmeckt eigentlich immer erst nach einer Nacht im Kühlschrank so richtig, richtig superlecker.)
Die restliche Käsecréme (es wird auf alle Fälle einen kleinen Rest geben), kann man in Extra-Gläschen mitbacken.


Karamellsoße (Achtung: Heiß und gefährlich!):
In einer beschichteten Pfanne den Zucker und das Wasser mengen und bei dreiviertel Hitze kochen. Dabei die ganze Zeit mit einem Holzlöffel rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und hellbraun karamellisiert. Das dauert etwas, nicht ungeduldig werden.
Die Butter zum Karamell geben. Achtung: Es spritzt und blubbert. Rühren bis sich alles schön vermischt hat.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die Sahne peu á peu dazu gießen. Wieder Achtung! Solange rühren bis sich eine feine Karamellcréme gebildet hat. In ein Glas umfüllen. (Ein Trick mit der heißen Masse umzugehen ist, aus Backpapier und einer Wäscheklammer einen Trichter zu basteln.) Abkühlen lassen.


Die Cheese Cake Muffins mit dem Karamell toppen und mit groben Salz bestreuen. Ich verwendete aus optischen Gründen ein schwarzes Grubensalz.
Kann man sogleich essen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann sind sie wie gesagt noch köstlicher.

Dienstag, 30. Juni 2015

Versunkene Kirschkuchenzeit

Meine Chemielehrerin in der Schule sagte immer: "Backen ist Chemie. Da muss man sich genau an die Rezepte und die Maße halten, sonst wird das nix."
Am Wochenende plünderten wir den Kirschbaum im Garten meiner Eltern. Einen Teil der Beute verarbeitete ich zu Kompott, einen Teil aßen wir so und aus dem Rest wollte ich einen Kuchen backen. Die Zutaten für einen Schmandkirschkuchen hatte ich nicht in der Bude, also einen sogenannten Versunkenen. Doch beim Blick in die "Schublade für Süßes" fehlten 200 g Mehl. Ich missachtete den Rat meiner Chemielehrerin und experimentierte. Das lohnte sich.


Man braucht:
250 g Butter / 250 g braunen Zucker / 4 frische große Eier / 150g Mehl / 100g Mandelmehl / 100g in der Mulinette pulverisierte Haferflocken / 1/2 Päckchen Backpulver / 1/2 Teelöffel Kardamom / 1 Teelöffel Vanillepaste / 1 Prise Salz
so viele entsteinte Süßkirschen, wir darauf passen

So geht´s:
Butter schaumig rühren. Zucker dazugeben und noch schaumiger rühren. Salz, Kardamom und Vanille unterrühren. Ei für Ei kräftig unterschlagen und solange mixen, bis eine wunderbar fluffige Masse entstanden ist. Mehl, Mandeln, Haferflockenmehl und Backpulver vermischen und unterheben. Nicht mehr lange rühren, damit der Teig nicht zäh wird.
Ofen vorheizen auf 180 Grad.
Eine Springform fetten, Teig hineingeben, viele, viele Kirschen hineindrücken.
Den Kuchen eine sehr gute Stunde in den Ofen geben. Derweil die Teigschüssel ausnaschen. Nach zufriedenstellender Zahnstocherprobe den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen lassen.

Sahne schlagen. Braunen Zucker und Vanille unterheben. Kuchen und Sahne mit Schokostreusseln bestreuen. Das Ganze bis auf den letzten Krümel verspeisen.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Whoopies – Wer braucht da noch Macarones?

Endlich mal wieder gebacken. Und wie! Whoopie yooppie heya!
Meinen Selbstbackversuch von Macarones hatte ich vor längerer Zeit hier beschrieben. Die wertvolle Erkenntnis war: Macarones kaufe ich lieber und das auch nur in Biarritz und in der Bäckerei am Kreisel von Moliet an der Atlantikküste. Schade war es trotzdem irgendwie, denn ganz so oft sind wir da nicht. Nun habe ich einen wunderbaren Ersatz, ach was schreibe ich, Ausgleich gefunden. Quasi die Macarones für Kinder und solche, die nicht nur gerne an einem edlen Küchelchen naschen, sondern leckere Kuchen in vollen Zügen genießen wollen: Whoopie Pies.


Man braucht
für den Teig:
150 g Butter (weich) / 130 g Zucker / 4 kleine bis mittlere Eier / 175 g Mehl / 1 TL Backpulver / 1 Prise Salz / 2 Päckchen Rote-Grütze-Pulver / pinkfarbene Lebensmittelfarbe

für die Füllung:
250 g Mascarpone / 100 g Crème Fraîche / 75 g gesiebten Puderzucker / ein bis zwei Esslöffel Rote Früchte Marmelade / Vanille


So geht´s:
Die weiche Butter mit dem Zucker richtig schaumig aufschlagen. Das dauert bestimmt 5 bis 7 Minuten. Dann nach und nach die Eier unterrühren. Noch einmal aufschlagen bis eine fluffige Masse entstanden ist. Mehl, Backpulver, Rote-Grütze-Pulver und Salz mischen und darüber sieben, die Lebensmittelfarbe dazugeben und das Ganze so kurz wie nötig aber so gut wie möglich vermischen.

Ofen auf 175 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen (man hat etwa drei bis 4 Lagen zu backen, entweder hat man entsprechend viele Bleche oder man bereitet alles auf den einzelnen Backpapierblättern zu und schiebt die dann nacheinander auf das Blech.)
Teig in einen Spritzbeutel mit großer Tülle oder in eine Tüte mit abgeschnittener Ecke geben. Kleine Häufchen von etwa 3 cm Durchmesser und 2 cm Höhe auf das Backpapier geben. Wer das mit einem Löffel hinkriegt, kann das natürlich auch damit machen. Um jedes Häufchen genug Platz lassen, dass sich die Whoopiehälften etwa 2,5 Mal ausdehnen können. Zirka zwölf Minuten backen. Etwas auskühlen lassen, vom Papier nehmen und ganz auskühlen lassen.

Für die Füllung alle Zutaten kräftig im Mixer aufschlagen. Dann die eine Hälfte dick damit bestreichen und die andere vorsichtig darauflegen. Whoopie, köstlich!

Das Praktische an den Whoopies ist, das man sie gut vorbereiten und dann ganz frisch fertigstellen kann. Dazu lagert man die Hälften in einer Keksdose und die Füllung in einem Glas im Kühlschrank. Kurz vor dem Verzehr bestreicht man einfach die Küchleinhälften. Aber bitte sehr dick.


Weitere Kuchen und von mir Gebackenes findet Ihr hier.

Montag, 27. Oktober 2014

Meine große Liebe – New York Style Cheese Cake


Die New Yorker sagen, Cheese Cake war niemals richtiger Cheese Cake, bevor er nicht New Yorker Cheese Cake wurde. Meine Tochter sagte: "Mama, back doch mal wieder den echten New York Cheese Cake."Das tat ich mit Lust.
Unser "echter" ist der von LINDY´S. Er ist unendlich cremig und reich, aber trotzdem etwas "fluffig", also nicht so fest und schwer und dessertähnlich wie beispielsweise der bei Starbucks oder Häagen Dasz verkaufte oder wie die typische "Philadelphia Torte", die manche irrtümlich für amerikanischen Käsekuchen halten.
Das LINDY´S war übrigens DAS Restaurant im Theater District der 1940er Jahre. Hier verspeisten die Schauspieler spät in der Nacht nach ihren Aufführungen süße Desserts. Meistens Cheese Cake. Der wurde sogar im Musical Guys and Dolls besungen. Noch heute gilt LINDY`S als der Ort N.Y.s mit dem besten Käsekuchen.
Ich entdeckte das Rezept einst im New York Cook Book von Molly O´Neill und verliebte mich.
Der Kuchen ist wunderbar. Allerdings hat er zwei Nachteile. Erstens: Man sollte ihn über Nacht im Kühlschrank stehen lassen, bevor man ihn anschneidet (Hilfe! Folter!). Zweitens: Man sollte dringend Gäste haben, um ihn zu teilen. Denn gestern Abend sagte mein Sohn: "Diesen Kuchen darfst du nie wieder backen. Der ist einfach zu köstlich. Man muss so lange davon essen, bis er weg ist."
Also, um es ganz klar zu sagen, Kalorienzähler brauchen hier gar nicht erst weiterzulesen. :-)


Man braucht:
130 g + 3 EL Mehl / 480 g Zucker / die abgeriebene Schale von 2 Limonen / die abgeriebene Schale einer Orange / Vanillepaste (oder das Mark einer Schote) / 5 Eier + 3 Eigelb / 110 g Butter / 4 Familienpackungen Frischkäse a 265 g  (also etwa 1,1 Kg) / 60 ml Creme Fraîche

So geht´s:
1. In einer Schüssel werden 130g Mehl, 60g Zucker, die Schale einer Limone und etwas Vanillepaste zusammengemischt. Dann kommen ein Eigelb und die Butter dazu. Mit dem Mixer daraus einen Mürbeteig herstellen. Den zu einem Ball formen und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Eine Springform buttern oder mit Backpapier auskleiden. Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

3. Etwas mehr als ein Drittel des Teigs auf den Boden der Form auslegen. Das klappt am besten, wenn man kleine Stücke abreißt, diese mit den Fingern knetet und platt auf den Formboden presst. Beim Ausrollen reißt der Teig gerne und man ärgert sich. Den Boden ca. 12 bis 15 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

4. In einer großen Schüssel den Frischkäse, den restlichen Zucker, 3 EL Mehl, Vanillepaste, die Schale der zweiten Limone und die Schale der Orange gut zusammen mixen. Dann die 5 Eier, die 2 verbliebenden Eigelbe und die Creme Fraîche dazugeben und sehr gut mixen. Das Ganze muss eine homogene Masse ergeben und darf keine Frischkäseklümpchen mehr enthalten.

5. Den Ofen auf 270 Grad Celsius hochstellen.

6. Den restlichen Teig wieder mit den Fingern an den Rand der Springform und gegen den schon gebackenen Boden drücken. Dabei darauf achten, dass es keine Löcher gibt.
Nun die Frischkäsemasse einfüllen.

7. Den Kuchen 12 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 95 Grad herunterdrehen. Nach einer Stunde den Ofen ausstellen, die Tür etwas öffnen und den Kuchen noch 30 Minuten im Ofen lassen.

8. (Achtung: total gemein!!!) Den Kuchen mehrere Stunden, am besten über Nacht kaltstellen.

9. Gäste einladen und genießen.

Sonntag, 29. Juni 2014

Kirschkuchen mit Schmandguss – der perfekte Sommer-Sonntags-Oma-Kuchen vom Blech

Habt Ihr noch Kirschen im Garten? Oder vielleicht der Nachbar? Dann könntet Ihr damit diesen himmlisch köstlichen Kuchen backen.



Man braucht:

für den Teig:
200g zimmerwarme weiche Butter / 100 g Zucker / eine Prise Salz / 4 zimmerwarme Eier / 250g Mehl / 2 TL Backpulver / etwas Milch

für den Schmandguss:
500g Schmand / 4 Eier / 100 g Zucker

etwa 600 - 700 g Kirschen (je nach Geschmack)

So geht´s:
Die Kirschen entsteinen. Das funktioniert zum Beispiel mit dem runden Ende einer großen Sicherheitsnadel ganz prima, auch wenn es etwas spritzt.

Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Butter, Zucker und Salz schön schaumig rühren. Nach und nach die Eier zugeben und weiter schaumig rühren.
Mehl und Backpulver mischen.
Das Mehl unter die Zucker-Butter-Eiermischung geben.
Mit ca. 5 Esslöffel Milch den Teig geschmeidig rühren. Achtung: Sobald das Mehl im Teig ist, immer nur noch ganz kurz rühren, sonst wird das Ganze kleistrig.

Ein hohes Kuchenblech (meines ist 26 x 38 x 4 cm und für die Teigmenge perfekt) ausbuttern (oder einfetten, ;-)). Den Teig darin verteilen. Darauf die Kirschen legen.

Schmand, Eier und Zucker verquirlen und über die Kirschen geben. Den Kuchen 35 Minuten in den Ofen schieben.

Zum Genießen gibt es zwei Varianten:
* noch warm mit Vanillesahne oben drauf
* oder kalt (gerne auch am nächsten Tag)

Sonntag, 15. Juni 2014

Frau Herdens Lieblings-Erdbeer-Rhabarber-Crumble

Im letzten Jahr "erfand" ich mir ein leckeres Rhabarber-Crumble. Ein Crumble ist ja quasi mit knusprigen Krümeln überbackenes Obst. Gestern bug ich wieder einmal ein solches und ich muss sagen, diese kleine Köstlichkeit toppte die vom letzten Jahr noch einmal um Längen. Darum hier und heute mein Lieblings-Erdbeer-Rhabarber-Crumble wie immer im Glas, aber natürlich genauso gut in der Auflaufform möglich.
Man beginnt damit schon am Abend vorher, zumindest einige Stunden vor dem Backen.


Zutaten für etwa 10 Gläschen:

500 g Erdbeeren / vier Stangen Rhabarber / ca. 6 bis 7 EL Zucker (zum Zuckern der Früchte) /  100 g weiche Butter / 100 g Vollkornhaferflocken / 100 g braunen Zucker / 50 g Mehl / 50 g geriebene Haselnusskerne / 1 TL Vanillepaste / Prise Salz


So geht´s:

Die Erdbeeren waschen und in Scheiben schneiden. Zuckern und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Den Rhabarber waschen, schälen in Scheiben schneiden, ordentlich zuckern und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Das könnte man natürlich auch in einer gemeinsamen Schale machen, aber dann kann man die übrig gebliebenen Erdbeeren am nächsten Morgen nicht einfach so verspeisen, weil ja dann der ungekochte Rhabarber dazwischen ist.)

Am nächsten Morgen:
Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Gläschen (oder die Form) buttern und zur Hälfte mit Erdbeeren und Rhabarber füllen. Dabei auch vom süßen Saft nehmen. (Falls Saft übrig bliebt, kann man den in ein Glas füllen und mit Sprudelwasser auffüllen. Lecker!)

Alle anderen Zutaten mit der Maschine oder den Händen zu Krümeln verkneten. Davon jeweils eine Handvoll fest in die Gläschen auf das Obst drücken.
Nun die Gläschen (ich stelle sie immer auf das Backblech und kann sie so alle auf einmal rein- und rausziehen) etwa 20 bis 25 Minuten in den Ofen stellen.
Herausholen, fertig. Lecker und saftig in warm, lauwarm, kalt und am nächsten Tag.

Wer auch einmal das andere Crumble vom letzten Jahr probieren möchte, der findet das Rezept hier.

Freitag, 21. Februar 2014

Kuchen zur Premierefeier – Cookie-Brownies

Gleich hat mein Sohn Premiere mit einem Theaterstück des Schultheaters. Dafür haben sie beinahe 2 Jahre gearbeitet. Ich bin schon sehr gespannt und aufgeregt. Natürlich gibt es danach eine Feier. Dafür habe ich gerade diese gewünschten Brownies gemacht. Sie sind nämlich echt köstlich. Das Rezept fand ich einst in der LECKER bakery 3/12. Ich habe es ein ganz kleines bisschen abgewandelt, weil meine Backversuche direkt nach Rezept sehr feucht und fettig waren.


Man braucht:

Für den Cookieteig:
125 weiche Butter / 175 g Zucker / ein große Prise Meersalz / 1 Ei / 175 g Mehl / 1 TL Backpulver / 50 g gehackte Zartbitterschokolade /


Für den Brownieteig:
200 g Zartbitterschokolade / 200 g Butter / 3 Eier / 90 g Zucker / Vanillepaste / 80 g Mehl / eine gute Prise Meersalz

250 g Oreo-Cookies (oder einen ähnlichen Keks)

So geht´s:

Zuerst schlägt man die weiche Butter mit dem Zucker und der guten Prise Meersalz schaumig. Ich finde es sehr lecker, wenn das Ganze so einen salzigen Tough hat. Wer das nicht mag, nimmt einfach eine normale Prise Salz. Dann das Ei unterschlagen. Sehr gut schlagen, damit alles schön fluffig wird. (Später mit dem zugefügten Mehl, wird der Teig dann wieder fester).


Mehl und Backpulver mischen und unterheben. nun nicht mehr so viel schlagen, sonst wird´s Kleister. Zum Schluss die gehackte Schokolade untermischen.
Wer mag könnte nun schon aufhören, den Teig in einen Pot Vanilleeis mischen und sich mit dieser himmlischen Mischung auf´s Sofa verkrümeln.


Alle anderen machen so weiter: In eine viereckige Backform (15 x 30 oder 20 x 25 cm) Backpapier hineinfriemeln. Darauf den Teig verschmieren. Okay, das ist ein bisschen nervig, finde ich. Aber mit den Händen geht es ganz gut, :-). Nun die Cookies auf den Teig drücken (dabei kann man ihn auch noch mal ein bisschen begradigen).


In einem Wasserbad (ein wirklich guter Kauf ist so ein Wasserbad-Töpfchen mit rundem Boden) 200 g Zartbitterschokolade und 200 g Butter schmelzen (im Originalrezept steht hier 200 g Kouvertüre (die mag ich aber nicht) und 250 g Butter (das finde ich etwas viel)). Gut verrühren, so dass eine schöne glatte Mischung entsteht. Diese abkühlen lassen.
Ofen auf 175 Grad vorheizen.


Nun die 3 Eier mit dem Zucker und dem Meersalz aufschlagen. (Wer das richtig schaumig hinkriegen will (was aber nicht nötig ist), der muss seine Schüssel und die Wedel mit Seife spülen. Ich habe einfach die benutzte Schüssel wieder genommen. Durch das Fett werden die Eier dann aber nicht schaumig.)
Die Vanillepaste hinzugeben und die geschmolzene Schokobutter. Gut schlagen. Zum Schluss das Mehl hineinrühren.
Das Ganze in die Form über die Kekse geben.


Die Chose 35 Minuten backen.
Achtung: Die Brownies wirken relativ weich (beinahe etwas flüssig), wenn man sie aus dem Ofen holt. Sobald die Butter aber festgeworden ist (1 bis 2 Stündchen im Kühlschrank), hält man ein Stück Himmel in Händen. Aber nicht lange. :-).

Montag, 30. September 2013

Eine phantastische Steinpilz-Pizza

Gestern zeigte ich Euch einen Teil der Beute, die wir aus dem Steinpilzwald mitbrachten und versprach Euch eine Pizza. Hier ist sie. Und sie ist köstlich!


Man braucht für ein Blech:
1 fertigen Pizzateig aus dem Kühlregal / Ziegenfrischkäse / Frischkäse / Creme Fraîche / 4 bis 5  Steinpilze / Lauch / ein Stück mittelalten Gouda / frischen Thymian / Salz / Pfeffer / gemahlene Chili-Schoten / Olivenöl


So geht´s:
Den Teig auf Backpapier im Blech ausrollen.
Aus 2 gehäuften EL Ziegenfrischkäse, 2 gehäuften EL Frischkäse und 3 gehäuften EL Creme Fraîche mit dem Schneebesen eine sahnige Creme herstellen. Damit den Teig dick bestreichen.


Die Pilze in dünne Scheiben schneiden und auf der Käsecreme verteilen.
Lauch ebenfalls in Scheiben schneiden und auf den Pilzen verteilen.
Thymianblättchen darüber geben.
Mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Chilischoten würzen.
Das ganze mit Olivenöl besprenkeln.
Käse reiben und auf der Pizza verteilen.
Bitte verwendet keinen vorgeriebenen Pizzakäse. Irgendwo las ich mal eine Bewertung sämtlicher Reibekäsearten und die war erschütternd. Außerdem schmeckt der mittelalte Gouda einfach wunderbar zu dieser Pizza.


Einige Worte zu den Mengen: Der eine mag gerne Käse, der andere liebt Lauch. Entsprechend wird sich jeweils eine persönliche Mengenverteilung ergeben. Dennoch: Aromen brauchen Platz, sich zu entfalten. Das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Geschmäcker ergibt sich aus der richtigen Dosierung einer jeden Zutat. Eine dicke Käseschicht würde nun einmal den Pilzgeschmack erdrücken, zuviel Lauch ergötzt sicher den Zwiebelfreund, doch der Thymian wäre auf verlorenem Posten.


Ich denke, auf dem Bild erkennt man ganz gut, in welchem Maße die Zutaten gut zusammenspielen. So belegt, fanden wir die Pizza himmlisch und schmeckten wirklich jedes Aroma heraus.


Bei 220 Grad (bitte vorheizen) etwa 15 Minuten backen. Fertig ist die Pizza, wenn sie gut aussieht. So ein Blech ergibt 2 bis 3 Hauptspeisen.
Guten Appetit!

Sonntag, 22. September 2013

Pflaumen Crumble zum Frühstück

Herrlich, herrlich. Nach einer anstrengenden Woche (habt Ihr meine Leserunde entdeckt?) nun also ein sonniger Sonntag inklusive leckerem Frühstück.
Während die anderen Spiegeleier und Bacon braten, bereite ich ein Crumble mit Pflaumen, Pfirsichen und Äpfeln – ein richtiges Herbstcrumble.


Man braucht (für eine Auflaufform von etwa 25 auf 15 cm):

10 Pflaumen, 1 Pfirsich, 1 Apfel (Sorte: Braeburn) / 3 EL braunen Zucker / 1 MSP Kardamompulver / 1 MSP Zimt
100 g Zucker / 100 Mehl / 50 g Mandelmehl / 50 Haferflocken / 120 g Butter / Vanillepaste / gehobelte Mandeln


So geht´s:

Das Obst waschen, entsteinen und in mundgerechte Stücke schneiden. In eine Schüssel geben, den braunen Zucker und die Gewürze untermischen. Beiseite stellen.
Aus den Crumble-Zutaten Streusel kneten. Ich werfe erst alles in die Kitchen Aid und wenn die Zutaten schön feucht und gut gemischt sind, knete ich mit den Händen daraus die Streusel.


Den Ofen auf 200 Grad heizen. Eine entsprechende Auflaufform buttern. Das Obst einfüllen und darauf die Streusel verteilen. Zum Schluss gehobelte Mandeln darüber geben. Etwa 10 bis 15 Minuten in den Ofen stellen. Fertig!
Mit Sahne oder Vanille-Sahne-Quark anrichten.
Guten Morgen!


Nachtrag: Gerne stelle ich, wie gebeten, dieses Rezept im Küchenplausch ein.