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Sonntag, 8. April 2018

Tischdienst – ein Tutorial für ein wunderbares gemeinsames Speisen, Plauschen und Gerichte Tauschen


Mit lauter netten Leuten Selbstzubereitetes speisen, plaudern und Köstlichkeiten tauschen – wenn Euch bei dieser Vorstellung das Herz hüpft und das Wasser im Munde zusammenläuft, dann übernehmt doch den Tischdienst und organisiert eine fröhliche Runde an einer reich gedeckten Tafel. 




Die Idee
Zwei Freundinnen und ich ackern fürs Gemüse, kochen gerne und lieben es, verschiedenste Menschen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam zu speisen. So kam uns die Idee zum Tischdienst
Zu einem bestimmten Motto kocht jeder Teilnehmer ein Gericht, das auf die große Tafel gestellt wird. Vier kleinere Portionen desselben (oder einer selbst gemachten Zutat) werden hübsch verpackt zum Tausch mitgebracht. Als Paar kocht man natürlich entweder doppelt so viel oder zwei Gerichte. 


Grafik: Selina Willand


Beim Genießen, Rezepte Tauschen und über das Leben Plaudern lernt man nicht nur neue Gerichte und nette Menschen kennen, sondern geht auch mit dem Bauch voller Köstlichkeiten, dem Kopf voller Kochideen und einer Tüte voller Spezereien nach Hause. 

Einen Ort finden
Wer hat schon eine Tafel für etwa 20 Personen zuhause? Also macht man die Not zur Tugend und entdeckt besondere Orte, indem man mit offenen Augen durch die Stadt läuft. Gibt es eventuell offene Veranstaltungsräume oder Kantinen? Könnte man die nette Dame aus dem großzügigen Gewürzladen, den jungen Mann mit seinem Atelier oder die Frau mit der Musikschule gewinnen? Oder gibt es einen netten Ort open air?
Man braucht einen Raum für eine große Tafel, genügend Sitzmöglichkeiten drumherum, mit einem Wasseranschluss, eventuell einem Herd zum Aufwärmen und einer Toilette in der Nähe. 




Planen
Etwa 6 Wochen im Vorfeld bestimmt man einen Termin. 
Tipp: An einem Donnerstagabend von 19 bis 22 Uhr haben viele Menschen Zeit. Oder Sonntags. Dann passt das auch mit dem Kochen gut. Allerdings schauen viele Menschen gerne Tatort. :)
Dann überlegt man sich ein Motto, zu dem gekocht werden soll. Das kann etwas Saisonales wie Frühlingserwachen und Erntedank sein oder etwas Spezifisches wie 1000 Gewürze, Brotaufstriche und Alles aus Petersilie
Natürlich muss man überlegen, wie viele Leute kommen können. Wie groß ist die Tafel, die ich aus verschiedenen Tischen oder aus Böcken und alten Türen bauen kann? Wie viele Stühle kann ich besorgen? Bekomme ich genug Besteck, Gläser und Teller zusammen oder muss die jeder selbst mitbringen? 


Die Einladung
In der Einladung nennt man nicht nur Ort, Zeit und Motto, sondern beschreibt auch die Idee und bittet um Anmeldung bis zwei Wochen vor dem Termin unter der eigenen Email-Adresse. Wer Freude am Gestalten hat, findet unter thegraphicsfairy.com dekorative Vintage-Illustrationen aller Art zum kostenlosen Download. 
Will man etwas privater bleiben, verschickt man die Einladung nur an seine Freunde und Bekannte. Wer neue Menschen zusammenbringen und kennenlernen möchte, lässt die Einladung als Flyer drucken und verteilt sie in Buchläden, Cafés und im Kindergarten. Noch einfacher ist es, eine öffentliche Facebook-Veranstaltung zu erstellen. 


Grafik: Selina Willand


Die Gäste
Am Tag nach dem Anmeldeschluss fertigt man die Gästeliste an. Haben sich mehr Leute angemeldet, als um die Tafel passen, muss man leider einigen absagen. Doch vielleicht wiederholt man das Ereignis und kann darauf vertrösten? Den Gästen teilt man noch einmal genau mit, wann, wo und unter welchem Motto sie erwartet werden. Nun hat jeder Zeit, sich ein Gericht zu überlegen und ein- oder zweimal zur Probe zu kochen. Darüber freut sich die Familie zu Hause. 
Tipp: Etwa 20 Gäste sind ideal. Alle kommen miteinander ins Gespräch und die Speisen sind äußerst vielfältig, aber nicht zu viele, um eine jede zu probieren. 


Vorbereitung
Als Veranstalter hat man natürlich etwas mehr Arbeit als die Geladenen. Auf der Einkaufsliste sollten Servietten und Brot stehen. Außerdem frische Minze, Zitronen oder gefrorene Beeren, um mehrere Karaffen aromatisiertes Wasser als Getränk anzubieten. 
Etwa eine Stunde braucht man, um die Tafel vorzubereiten und einzudecken. Natürlich kann man mottogemäß dekorieren, doch das ist gar nicht nötig. Die Wasserkaraffen, ein paar frische Blumen oder Zweige auf verschiedene Vasen verteilt, und einige Kerzen runden die vielen Speisen, die auf der Tafel Platz finden werden, schön ab. 
Außerdem hält man DIN A5-Karten und einen Stift bereit. Hierauf schreibt jeder Gast, welches Gericht er mitbrachte, und stellt sie daneben. 


Das Ereignis 
In der ersten halben Stunde trudeln die Gäste ein. Jeder beschriftet sein Kärtchen und stellt sein Gericht auf die Tafel. Die vier Tauschportionen aller werden an einem zugänglichen Ort gesammelt. 
Wenn alle Platz genommen haben, begrüßt man die Gäste. In einer Vorstellungsrunde erzählt jeder etwas zu sich und seinem Gericht. Danach ist das Eis gebrochen und alle wünschen sich einen guten Appetit. 
Tipp: Wenn man einen Weinhändler mit ins Boot holt, kann dieser Weine zur Probe oder zum Selbstkostenpreis anbieten. Außerdem kann man mit einem Sekt den Abend eröffnen. 


Die Tauschrunde 
„Noch nie habe ich so lecker gegessen“, wird es unisono nach dem Essen klingen. Dann wird getauscht. Reihum darf sich jeder eine der Tauschportionen nehmen. Danach darf sich der letzte als erster nehmen. Das Ganze findet 4 Mal statt. 
Natürlich wird nach so einem netten Abend niemand den Gastgeber mit dem Abwasch alleine lassen. Während alle spülen und aufräumen, kann man schon den nächsten Tischdienst planen. 

Wer einmal bei uns vorbeischauen möchte, kann das hier tun: Tischdienst 



Samstag, 18. Juni 2016

Tischdienst – Köstlicher Salat aus Süßkartoffeln, Linsen, Ruccola und frischen Kräutern

Als ich das letzte Mal meine Freundin Regina in Sydney besuchte, servierte sie einen sehr köstlichen grünen Couscous-Salat. Das Rezept dazu hatte sie aus einem wunderbaren Kochbuch: Community – Salad Recipes from Arthur Street Kitchen. Zum Glück schenkte sie es mir zu meinem nächsten Geburtstag. Daraus bereitete ich mit einigen Abwandlungen für unseren letzten Tischdienst einen sehr leckeren Salat mit Süßkartoffeln, Linsen, Ruccola und frischen Kräutern.


Man braucht (für etwa 6 Portionen):

3 Handvoll Nüsse (nach Geschmack Walnüsse, Cashews, Mandeln, Erdnüsse)
2 EL Honig
1/4 TL Chili Flocken (gemahlen)
1/2 TL Curcuma
Salz

1,5 kg Süßkartoffeln (geschält und in 2 bis 3 cm-große Stücke geschnitten)
6 EL Olivenöl
1/2 TL gemahlenen Muskat
1 TL gemahlenen Zimt
2 TL Cumin (gemahlener Kreuzkümmel)
1/2 TL gemahlenen Piment
Salz und Pfeffer

250 g grüne Linsen
2 EL Honig
2 Knoblauchzehen (gerieben)
4 EL Balsamico
8 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

1 Bund Ruccola (etwas zerschnitten)
frische Kräuter / ich nahm je eine Handvoll Basilikumblätter, glattblättrige Petersilie und Minze (man kann auch noch Schnittlauch, Estragon, Kerbel, Dill, Koriander hinzufügen)
ein Stück Parmesan von100 g (gehobelt)

So geht´s:

Der Salat wird in 4 Schritten zubereitet.

Zuerst habe ich die Nüsse kandiert. Den Honig mit dem Curcuma, dem Salz und den Chiliflocken mischen. Die Mischung unter die Nüsse rühren. Die Nussmischung auf einem Backblech verteilen, bei ca. 200 Grad für ca. 15 Minuten im Ofen rösten. Sofort auf Alufolie oder Backpapier umgießen und auskühlen lassen.


Aus Olivenöl, Muskat, Zimt, Cumin, Piment, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren und die Süßkartoffeln damit einreiben (am besten mit den bloßen Händen). In eine Auflaufform geben und bei 200 Grad 25 min rösten, bis sie weich sind. Aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen.


Aus dem Honig, dem Olivenöl, dem geriebenen Knoblauch, dem Balsamico, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren.
Linsen in einem großen Topf mit Wasser für 10 bis 15 Minuten kochen, bis sie weich sind. Durch ein Sieb abgießen, in den Topf zurückgeben und die Vinaigrette unterziehen.


Nun die Kräuter fein hacken.


In einer großen Schüssel die Kartoffeln und die Linsen mischen.


Den grob zerschnittenen Ruccola und die Kräuter untermischen, die gerösteten Nüsse, den gehobelten Parmesan und einige gemahlene Chiliflocken darüber streuen.
Guten Appetit!

Sonntag, 20. März 2016

Leckere Frühlingszwiebel – Focaccia und Hummus

Für unser Probekochen zum nächsten Tischdienst mit dem Motto "Frühlingserwachen" hatte ich mir die Frühlingszwiebel heraus gesucht. Ich bug ein Brot und mixte dazu ein Hummus. Beides ergänzte sehr fein Annas Rote-Bete-Eier, das Gurkenlassi und die Rohkost-Karotten-Torte von Selina. Bitte schön, hier kommen meine Rezepte. Die der anderen beiden findet Ihr auf unserer Tischdienst-Seite.



Frühlingszwiebel-Petersilie-Focaccia:

Man braucht:
ca. 8 bis 10 ganze oder halbe Frühlingszwiebeln (falls sie zu dick sind, halbieren)
1 Bund glatte Petersilie
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz

ein drittel Stück frische Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 El Honig oder braunen Zucker
1 Tl Salz
Olivenöl
450 g Mehl (eventuell etwas mehr)

So geht´s:
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Kuhle hineindrücken, Hefe hineinkrümeln, den Honig, Salz, Olivenöl und etwas Wasser hinzugeben und daraus mit einer Gabel einen kleinen Vorteig mengen. Den für einige Minuten in der Mehlkuhle ruhen lassen. Dann nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und den Vorteig und das Mehl zu einem Hefeteig verarbeiten. So lange kneten, bis dieser schön geschmeidig ist.
In eine Schüssel etwas Olivenöl auf Boden und Wände verteilen, den Teig hineingeben, mit einem Küchenhandtuch abdecken und eine Stunde lang ruhen lassen.
Ein hohes Backblech (o. Ähnliches) mit Olivenöl etwas einfetten, den Teig darauf geben und mit den Händen zu einem Fladen auf das ganze Blech drücken.


Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Frühlingszwiebeln waschen, eventuell halbieren und je nach Geschmack überschüssiges Grün abschneiden.
Petersilie waschen und grob hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie und Knoblauch mit etwa 100 ml Olivenöl und einem Teelöffel Salz mischen.


Die Frühlingszwiebeln in den Teig drücken. Petersilienmischung großzügig darauf verteilen, dabei auch etwas Öl auf die Zwiebeln geben. Eventuell noch etwas grobes Salz über alles streuen.


Die Focaccia bei 200 Grad für etwa 20 bis 25 Minuten backen.



Dazu gibt es Frühlingszwiebelhummus.

Man braucht dafür:
10 Frühlingszwiebeln
Olivenöl
1 große oder zwei kleine Dosen Kichererbsen
ca 100 g Tahini (Sesampaste)
3 Bio-Zitronen
Salz
Chiliflocken


So geht´s:
Die Frühlingszwiebeln waschen, überschüssiges Grün abschneiden, in eine Auflaufform legen und mit reichlich Öl beträufeln. Die Auflaufform ca. 10 Minuten bei 200 Grad Celsius in den Ofen stellen.
Die Schale von zwei Zitronen abreiben und den Saft aller drei auspressen.
Frühlingszwiebeln, abgetropfte Kichererbsen, Tahini, Zitronenschale und -saft, ein, zwei Prisen Salz, gemahlene Chiliflocken nach Geschmack und einen ordentlichen Schuss Olivenöl in den Mixer geben und so lange mixen, bis eine sämige Masse entstanden ist. Falls die zu fest erscheint, löffelweise noch etwas Öl, Orangensaft oder Wasser zugeben.
In eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln, und mit gemahlenem Chili abrunden. (Auf dem Bild seht Ihr etwa ein Drittel der entstandenen Menge.)


Beides reicht für etwa 6 Leute. Vom Humus bleibt sogar noch etwas übrig. Das kann man in ein Schraubglas füllen, im Kühlschrank lagern und noch etwa eine Woche lang genießen.
Guten Appetit!


Freitag, 11. Dezember 2015

Süßkartoffel-Gnocchi mit Pesto aus gerösteter Roter Bete und Lebkuchenstreusel

Zu unserem 3. Tischdienst wollte ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen, immerhin war das Thema "Weihnachtsschmaus". Außerdem hatten wir den Acker abgeerntet und ich hatte einige Rote Rüben im Haus. Doch der erdige Geschmack derselben schien nicht wirklich ein festliches Essen zu bedingen. Doch dann hatte ich eine Idee und es wurde mir berichtet (von meinen eigenen Geschmacksnerven, von meiner Tochter und von den Gästen des Tischdiensts), das es funktionierte.


Ich röstete die Rote Bete, erstellte daraus ein Pesto, in diesem wälzte ich selbstgemachte Süßkartoffel-Gnocchi und zum Abschluss überstreute ich das Ganze mit Lebkuchenstreusel.
(Ich habe leider in der Aufregung unseres wunderbaren Events völlig vergessen, mein Gericht ihm angemessen zu fotografieren. Zum Glück tat dies eine Freundin. Allerdings bevor die Streusel getreuselt waren.)

Die ersten Schritte müssen übrigens am Vortag des Speisens getan werden.

Man braucht für etwa 4 bis 6 Portionen folgendes:

Süßkartoffel-Gnocchis:
* 400g Süßkartoffeln / 320g Ricotta / eine Handvoll geriebenen Parmesan / Salz / 200 bis 250 g Mehl

Pesto:
* 1 große oder 2 kleine Rote Beten / 3 frische Knoblauchzehen / Olivenöl zum Braten / gutes kaltgepresstes Olivenöl / 1 Handvoll Ruccola / 1 Handvoll glatte Petersilie / 1 Handvoll Walnüsse / Saft einer halben Zitrone / Salz / Pfeffer

Lebkuchenstreusel:
* 1 Scheibe knochentrockenes Grau- oder Vollkornbrot / eine Handvoll Walnüsse / 2 Printen / eine Prise gemahlene Nelken / eine Prise gemahlener Anis

Und so geht´s:
Am Vortag muss man drei Schritte erledigen:

Die Süßkartoffeln legt man bei 200 Grad für 50 Minuten auf den Rost in den Ofen. Achtung: Eine Auffangschale darunter stellen. Nach dem Erkalten schälen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Den dabei anfallenden Saft kippt man am nächsten Morgen fort.

Auch die Rote Beete kann man schon am Vortag (gemeinsam mit den Kartoffeln) rösten. Dazu putzt man sie, schneidet die Enden ab und legt sie in eine kleine Auflaufform. Zwei der Knoblauchzehen gibt man mit der Schale dazu. Das Ganze großzügig mit Olivenöl übergiessen. Für etwa 50 Minuten bei 200 Grad in den Ofen stellen. Nach Erkalten die Rote Bete schälen, zusammen mit dem Knoblauch im Öl aufbewahren.

In ein Haarsieb legt man ein sauberes Geschirrtuch. Dort hinein wird der Ricotta gegeben. Im Kühlschrank kann der Käse über Nacht entwässern.


Süßkartoffelgnocchis:
Die gegarten und entwässerten Kartoffeln in einer großen Schüssel mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Den entwässerten Ricotta hinzugeben und mit einem hölzernen Löffel zu einer einheitlichen Masse rühren. Den geriebenen Parmesan und zwei ordentliche Prisen Salz unterrühren. Nun nach und nach das Mehl dazugeben und mit den Händen vorsichtig unterkneten. Achtung: Je weniger Mehl man benutzt, desto fluffiger werden die Gnocchis.


Den Teig in vier Teile teilen und aus jedem auf einen Holzbrett eine Rolle von etwa 2 cm Durchmesser formen. Diese in 2 cm breite Scheiben schneiden. Schließlich die Scheibchen mit einer Gabel etwas platt drücken.


In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Darin Portion für Portion der Gnocchis garen bis sie oben schwimmen. Das dauert ein bis zwei Minuten. Die fertigen Gnocchis im Haarsieb abtropfen lassen. Danach vorsichtig im Pesto wenden.

Pesto:
In einen Mixer die Rote Beete, den gerösteten Knoblauch und alle anderen Zutaten geben. Zum Schluss einen guten Schuss feines Olivenöl zugeben. Alles mixen bis eine sämige rot-violette Creme entstanden ist.


Lebkuchenstreusel:
Alle Zutaten in einem Zerkleinerer (ich habe und liebe eine Moulinette) zu kleinen Streuseln / zu groben Mehl zerkleinern. Die Streusel in einer Pfanne etwas rösten.


Die Gnocchis auf einem Teller anrichten und mit Streuseln bestreuen. (Auf dem Foto stehen sie noch neben dran.)

Sonntag, 25. Oktober 2015

Herrliche Herbstfarfalle – mit Waldpilzen, Pastinaken und Mangold

Der Herbst überschüttet uns mit seinen Köstlichkeiten. Wir können nichts anderes tun, als sie einzusammeln, sie zuzubereiten oder zu konservieren. Und natürlich sie zu genießen.


Im Wald sammelte ich Maronen und Fichtensteinpilze, von meinem Gemüseacker holte ich Pastinaken, Mangold und Petersilie. Mit diesen Schätzen verschwand ich in meiner Küche, um kurz darauf den Herbst zu schmecken.


Das braucht man (2 Portinen):
ca. 8 mittelgroße Waldpilze, 1 Pastinake, 2 Handvoll kleingeschnittenen Mangold, 1 Handvoll kleingeschnittene Petersilie
Olivenöl und Butter
Ahornsirup
Brühe und Sahne
Pfeffer, Salz
gekochte Farfalle

So geht´s:
Die Pastinake in mundgerechte Stücke scneiden. In einer großen Pfanne 3 EL Olivenöl und 2 EL Butter erhitzen. Pastinake darin braten. Kleingeschnittene Pilze dazugeben. Eine Weile bei dreiviertel Hitze knusprig braten, 2 EL Ahornsirup dazugeben und die Mischung etwas karamellisieren lassen. Dann mit 100 ml Brühe ablöschen. Mangold und Petersilie dazugeben und unter einem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Sahne nach Geschmack angießen, salzen und pfeffern. Zum Schluss die Farfalle untermischen.
Fertig und verdammt lecker. Guten Appetit!

Samstag, 4. Juli 2015

Zucchini-Chutney mit Feigen und Walnüssen

Wer Zucchinis im Garten hat, der weiß, wenn man nicht schnell hinterher ist, wachsen dort im Beet viele viele Baseballschläger heran. Doch jeden Tag Zucchini auf den Tisch? Selbst die Nachbarn winken schon ab, wenn man mit den grünen Kürbisfrüchten locken möchte.
Eine schöne und äußerst köstliche Art der Verwertung sind Chutneys. Hier ist das Rezept eines mit Feigen und Walnüssen.


Man braucht, folgende vorbereitete Zutaten:

600 g klein gewürfelte Zucchini
200 g fein gewürfelte rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
50 g Walnüsse, in der Pfanne ohne Fett geröstet und gehackt
5 getrocknete Feigen, fein gewürfelt
eine Handvoll Petersilie, gehackt
3 bis 4 EL Olivenöl
100 g braunen Zucker
100 ml Apfelessig
25 ml Balsamico
½ TL Paprikapulver
½ TL gemahlenen Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
frisch gemahlenen Pfeffer
Salz

Damit macht man folgendes:

In einer hohen Pfanne das Olivenöl erhitzen und darin Zwiebeln und Knoblauch glasig braten. Zucchini dazugeben und einige Minuten braten. Zucker und die Gewürze hinzugeben und weiter braten. (Eigentlich beginnt nun alles zu köcheln, da die Zucchini ihre Flüssigkeit freigeben.) Nach ca. 5 Minuten mit Essig ablöschen. Feigen und Nüsse zur Masse geben. Das Ganze ca. 25 Minuten köcheln lassen. Für die letzten 5 Minuten die Petersilie dazugeben. Salzen und in heiß gespühlte Gläser mit Schraubverschluss geben.

Dienstag, 31. März 2015

Bulgursalat mit Datteln, frischem und gebratenem Gemüse und orientalischem Touch

Manchmal liegen einige Zutaten in der Küche herum und plötzlich vermeine ich ihren vereinten Geschmack auf der Zunge zu spüren. Manchmal bereite ich sie dann zu. Und manchmal ist das dann so lecker, dass ich es gerne teilen möchte. Wenigstens virtuell. Bitte schön.


Dieser köstliche Salat mit einem orientalischen Touch kann als Beilage, Vorspeise oder als Hauptmahlzeit gereicht werden. Er wird aus 3 verschiedenen Einheiten zusammengemischt.

Man braucht (für 6 kleine, 4 mittlere oder 2 große Portionen):
(Wie immer sind meine Mengenangaben ohne Gewähr. Ich finde ja, man muss sich an die jeweiligen Mengen herankochen, also wie schmeckt mir das Ganze am besten.)

Einheit 1(Bulgur):
150g feinen Bulgur / 1/2 TL Brühepulver / 3 EL Olivenöl / 1/2 Limette

Einheit 2 (gebratenes Gemüse):
eine Fenchelknolle / eine rote Paprika / 10 getrocknete Datteln / eine Handvoll Sonnenblumenkerne / etwas Olivenöl zum Braten / 4 EL Honig / eine gute Prise Zimt und einen Hauch Cumin (Kreuzkümmelpulver) / Salz / Pfeffer / Chiliflocken

Einheit 3 (Frisches):
einen kleinen Apfel / eine Tomate / ein Stück Gurke

Salz / Pfeffer / ev. noch etwas Olivenöl


So geht es:

1. Bulgur in eine mittelgroße Schüssel geben. Das Ölivenöl und die Brühe untermischen. Mit kochendem Wasser gerade abdecken. Ziehen lassen, bis die Körnchen weich sind (etwa 10 Minuten). Den Saft der halben Limette unterrühren.

2. Fenchel, Paprika und Datteln klein würfeln. In einer Pfanne das Öl erhitzen (hoch). Gemüse und Datteln dazugeben. Sonnenblumenkerne unterrühren. Den Honig darübergeben. Herd herunterdrehen (mittel) und das Ganze schmurgeln lassen (6 bis 8 Minuten). Mit Zimt, Cumin, Salz, Pfeffer und einigen Chiliflocken würzen. Etwas abkühlen lassen.

3. Apfel, Tomate und Gurke fein würfeln.

4. Alles miteinander vermischen. Eventuell mit Salz und Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken.

Sonntag, 3. August 2014

Zucchinis in rauen Mengen – ein feines Zucchini-Relish


Erzählte mir jemand, dass eines Tages die Zucchinis die Weltherrschaft übernähmen, ich würde es glauben. Himmel, wie ist das möglich, dass innerhalb weniger Tage aus den zauberhaften Blütenfeen solche Baseballkeulen werden?


Das einzig Problematische am Acker ist der Überreichtum einer einzigen Sorte Gemüse, wenn sie denn reif ist. Jeden Tag Zucchini möchte man ja auch nicht speisen. Nachdem ich gestern schon etliche Kilo mit Ölivenöl, Salz und einer Menge Knoblauch grillte und einlegte, kochte ich heute einige Gläser Relish (etwa 2,5 Liter).
Aus verschiedensten Rezepten und Vorgehensweisen erstellte ich meine eigene. Lecker, muss ich sagen. Wer´s auch probieren möchte, bitte schön.


Man braucht (ich gebe die Mengenverhältnisse mit an, weil Ihr vielleicht sehr viel mehr oder auch weniger Zucchinis habt. Ist ein bisschen Mathe, aber geht schon):

* grüne oder gelbe Zucchini und Zwiebeln im etwaigen Mengenvehältnis 2:1. Also, eine Tasse Zwiebeln auf zwei Tassen Zucchini. Ich nahm etwa 10 Tassen Zucchinis und 5 Tassen Zwiebeln.

* braunen Zucker und Weißweinessig im Verhältnis 2:1 und zu den Zucchinis 1:2, also bei meinen 10 Tassen Zucchinis sind das 5 Tassen Zucker und 2,5 Tassen Essig

* 1 grüne Chilischote / 3 Knoblauchzehen

* 5 EL Salz / 1 TL Muskat / 1/2 TL gemahlenen Koriander / 1 EL scharfer Senf

So geht´s:

Einige Rezepte empfehlen das Kleinschneiden von Zucchini und Zwiebeln, salzen und über Nacht abtropfen lassen. Ich fand eine schnellere Lösung: Die Zucchini und die Zwiebeln habe ich in der Moulinette kleingehäckselt, in ein Haarsieb gegeben und abtropfen lassen. In die letzte Runde gab ich die Chilischote, den Knoblauch und noch etwas Essig, damit das Ganze schön fein wird.
In einem großen Topf mischte ich das Gemüse den Essig und den Zucker. Dann gab ich die Gewürze hinzu und mischte alles noch einmal gut durch. 15 Minuten wurde das Ganze dann gekocht, heiß in Schraubgläser gefüllt, kurz auf den Kopf gestellt und fertig. Nun muss das Relish noch einige Zeit (etwa 6 Wochen) am besten im Kühlschrank durchziehen, bis es perfekt schmeckt.
Es ist ganz wunderbar auf Sandwiches, zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder auch Käse.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Frühstücksbrot mit karamellisiertem Mangold und Salbei – meine Lieblingsvariation mit Ei

Alle guten Dinge sind drei, so sagt man. Darum hier also meine dritte Frühstücksbrot-Variante. Und zu dem auch noch die, die mir am besten schmeckt.


Man braucht pro Portion:
zwei Handvoll Schnittmangold / eine Handvoll Salbeiblätter /1 Scheibe Lieblingsbrot / etwas Butter / eine Scheibe würzigen Käse / eine Scheibe Serrano Schinken / 1 Ei / Salz / Pfeffer / Chillischote / Honig

So geht´s:


1. Mangold und Salbei klein schneiden und in etwas Butter bei mittlerer Hitze braten bis der Mangold weich ist. Dann in einem Hauch Honig karamellisieren lassen. Salzen, pfeffern und etwas getrocknete, gemahlene oder frische, klein gehackte Chilischote dazugeben.

 
2. Eine Scheibe Lieblingsbrot toasten oder in der Pfanne mit etwas Butter rösten.


3. Das Brot mit Käse und Schinken belegen.


 4. Darauf das karamellisierte Gemüse anrichten.
In der Pfanne ein Spiegelei braten. Ich lasse das Gelb flüssig, aber drehe es ganz kurz mal um, damit das Weiß überall fest ist. So eine Mischung aus Sunny side up und Over easy wie der Amerikaner es nennt.
Das Ei auf das Gemüse geben. Fertig! Lecker!


Eine andere Variante mit knusprig gebratenem Salbei und Ei findest Du hier.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Kommt Frühstücken! – Variationen mit Ei, dieses Mal: Salbei

Ein großes Bund Salbei aus dem Garten meiner lieben Frau Mama ließ mich heute eine neue Frühstücksvariante mit Ei ausprobieren. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt.

Man braucht pro Portion:
1 Scheibe Lieblingsbrot (auch altbacken, sprich von gestern oder vorgestern) / Blue Cheese (Blauschimmelkäse oder Gorgonzola) / Salbeiblätter / Ei / Butter / Pfeffer / Salz



1. Die Brotscheibe toasten. Ich mag´s knusprig.



2. Blue Cheese darauf verteilen. Nicht zu sparsam. (Ich glaube, Brotporenzukratzer mögen meine Rezepte aber sowieso nicht, ;-).)



3. In Butter bei mittlerer Hitze die Salbeiblätter braten, etwas salzen. Diese auf den Käse geben.



4. Danach in der Pfanne das Ei braten. Salzen, Pfeffern. Vorsichtig auf die Salbeiblätter gleiten lassen und das Gelb einstechen.
Guten Appetit!

Du magst Salbei nicht so gerne? Wie wäre es mit Spinat? Hier findest Du eine andere Variante mit Ei.

Sonntag, 25. Mai 2014

Pikantes Frühstück mit Spinat

Ich mag das Frühstück. Nicht das Schnelle unter der Woche, wenn keiner Zeit dafür hat und ich denke, ich auch nicht. Sondern das Sonntagsfrühstück oder Ferienfrühstück. Tage, die schon im Aufwachen langsamer beginnen. Dann probiere ich gerne Varianten mit Ei. Denn Eier müssen sein zum Frühstück.
Da auf dem Acker auch der Pflückspinat fast schon in die Blüte schießt, muss er schnell geerntet werden.
Darum gibt es heute hier zwei Rezepte mit Spinat, die sich hervorragend zum Frühstücken eignen.

Gebratener Spinat mit Ei auf Toast


Man braucht (pro Portion):
2 Handvoll Pflückspinat / ein Stück Blauschimmelkäse oder Gorgonzola / 1/2 Birne / 1 Ei / Toastbrot / etwas Butter / Pfeffer

So geht´s:
Die Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne schmelzen lassen, dann den Spinat dazu geben und einfallen lassen. Den Käse in Stückchen schneiden und untermischen. Die halbe Birne in kleine Scheibchen schneiden und dazugeben. Pfeffern und alles eine Weile schmurgeln lassen.
Alles in eine Ecke der Pfanne schieben und auf die leere Seite das Ei geben. Wenn es leicht gebräunt ist vorsichtig und ganz kurz wenden, damit das Weiß zwar überall fest ist, das Gelb aber nicht.
Auf ein getoastetes Toastbrot den Spinat legen, darauf das Ei mit dem Gelb nach unten anrichten. Das Gelb einstechen, so dass es über alles läuft.
Dann genießen.
Salz habe ich kein zusätzliches verwendet. Das braucht man nicht, wenn der Käse salzig genug ist.


Spinat-Artischocken-Dipp


Man braucht:

1 Dose Artischocken-Herzen oder -Böden / 2 Handvoll jungen Spinat / 1 EL Zitronensaft / 1 Knoblauchzehe / Pfeffer / Salz / etwas braunen Zucker

Die Artischocken abtropfen lassen. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer grünen Paste zerkleinern.
Sehr lecker mit Radischen. Ansonsten ein Superdipp für Brot oder Gemüse oder auch als Beilage zu Grill-Fleisch und warme Kartoffel- oder Eigerichte.
Der Dipp hält sich in einem Schraubglas im Kühlschrank etwa eine Woche.