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Samstag, 18. Juni 2016

Tischdienst – Köstlicher Salat aus Süßkartoffeln, Linsen, Ruccola und frischen Kräutern

Als ich das letzte Mal meine Freundin Regina in Sydney besuchte, servierte sie einen sehr köstlichen grünen Couscous-Salat. Das Rezept dazu hatte sie aus einem wunderbaren Kochbuch: Community – Salad Recipes from Arthur Street Kitchen. Zum Glück schenkte sie es mir zu meinem nächsten Geburtstag. Daraus bereitete ich mit einigen Abwandlungen für unseren letzten Tischdienst einen sehr leckeren Salat mit Süßkartoffeln, Linsen, Ruccola und frischen Kräutern.


Man braucht (für etwa 6 Portionen):

3 Handvoll Nüsse (nach Geschmack Walnüsse, Cashews, Mandeln, Erdnüsse)
2 EL Honig
1/4 TL Chili Flocken (gemahlen)
1/2 TL Curcuma
Salz

1,5 kg Süßkartoffeln (geschält und in 2 bis 3 cm-große Stücke geschnitten)
6 EL Olivenöl
1/2 TL gemahlenen Muskat
1 TL gemahlenen Zimt
2 TL Cumin (gemahlener Kreuzkümmel)
1/2 TL gemahlenen Piment
Salz und Pfeffer

250 g grüne Linsen
2 EL Honig
2 Knoblauchzehen (gerieben)
4 EL Balsamico
8 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

1 Bund Ruccola (etwas zerschnitten)
frische Kräuter / ich nahm je eine Handvoll Basilikumblätter, glattblättrige Petersilie und Minze (man kann auch noch Schnittlauch, Estragon, Kerbel, Dill, Koriander hinzufügen)
ein Stück Parmesan von100 g (gehobelt)

So geht´s:

Der Salat wird in 4 Schritten zubereitet.

Zuerst habe ich die Nüsse kandiert. Den Honig mit dem Curcuma, dem Salz und den Chiliflocken mischen. Die Mischung unter die Nüsse rühren. Die Nussmischung auf einem Backblech verteilen, bei ca. 200 Grad für ca. 15 Minuten im Ofen rösten. Sofort auf Alufolie oder Backpapier umgießen und auskühlen lassen.


Aus Olivenöl, Muskat, Zimt, Cumin, Piment, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren und die Süßkartoffeln damit einreiben (am besten mit den bloßen Händen). In eine Auflaufform geben und bei 200 Grad 25 min rösten, bis sie weich sind. Aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen.


Aus dem Honig, dem Olivenöl, dem geriebenen Knoblauch, dem Balsamico, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren.
Linsen in einem großen Topf mit Wasser für 10 bis 15 Minuten kochen, bis sie weich sind. Durch ein Sieb abgießen, in den Topf zurückgeben und die Vinaigrette unterziehen.


Nun die Kräuter fein hacken.


In einer großen Schüssel die Kartoffeln und die Linsen mischen.


Den grob zerschnittenen Ruccola und die Kräuter untermischen, die gerösteten Nüsse, den gehobelten Parmesan und einige gemahlene Chiliflocken darüber streuen.
Guten Appetit!

Samstag, 26. März 2016

Köstliche Oreo-Torte

In Magazinen und im Netz stieß ich auf verschiedene Rezepte für eine Torte mit Oreo Keksen, die ja eigentlich auch ohne Torte schon sehr lecker sind. Doch verarbeitet wie in diesem Rezept, das ich mir aus den anderen zusammengebastelt habe, sind sie einfach himmlisch.

Man braucht:

300 g Oreo Kekse
60 g Butter
750 g Sahnequark
3 Eigelb
600 ml gezuckerte Kondenzmilch (Milchmädchen)
1 Päckchen Sahnesteif
50 g geraspelte Schokolade
2 Limetten


So geht´s:
Zuerst darf man voll kindlicher Freude, die Oreo Kekse trennen. Die Kekshälften kommen in eine Plastiktüte, die Füllung in eine Rührschüssel.
Die Butter schmilzt man bei mittlerer Temperatur.
Die Kekshälften mit einem Nudelholz ganz fein zerbröseln. Etwa 3 bis 4 Esslöffel davon zur Seite stellen. Den Rest mit der geschmolzenen Butter gut mischen.
Eine Springform (24 cm Durchmesser) mit Backpapier auskleiden. Die Keks-Butter-Mischung fest auf den Boden drücken und für etwa eine Viertelstunde ins Gefrierfach stellen.
Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Keksfüllungen, den Sahnequark, die 3 Eigelb und 200ml der gezuckerten Kondenzmilch (den Rest in den Kühlschrank stellen) sehr gut mit dem Mixer verrühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Diese auf dem Keksboden verteilen und das Ganze für etwa 30 Minuten backen, herausnehmen und mit der geraspelten Schokolade bestreuen. Dann den Kuchen in der Form auskühlen lassen. Das dauert ziemlich lange (etwa 1 Stunde).
400 ml gezuckerte Kondenzmilch mit dem Saft der beiden Limetten aufschlagen, das Sahnesteif einrieseln lassen und solange schlagen, bis eine fluffige Creme entstanden ist. Diese auf die erkaltete Torte streichen.
Die Torte für etwa eine Stunde in den Gefrierschrank oder für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren mit den zur Seite gestellten Oreokrümeln bestreuen.
Köstlich!

Sonntag, 20. März 2016

Leckere Frühlingszwiebel – Focaccia und Hummus

Für unser Probekochen zum nächsten Tischdienst mit dem Motto "Frühlingserwachen" hatte ich mir die Frühlingszwiebel heraus gesucht. Ich bug ein Brot und mixte dazu ein Hummus. Beides ergänzte sehr fein Annas Rote-Bete-Eier, das Gurkenlassi und die Rohkost-Karotten-Torte von Selina. Bitte schön, hier kommen meine Rezepte. Die der anderen beiden findet Ihr auf unserer Tischdienst-Seite.



Frühlingszwiebel-Petersilie-Focaccia:

Man braucht:
ca. 8 bis 10 ganze oder halbe Frühlingszwiebeln (falls sie zu dick sind, halbieren)
1 Bund glatte Petersilie
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Salz

ein drittel Stück frische Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 El Honig oder braunen Zucker
1 Tl Salz
Olivenöl
450 g Mehl (eventuell etwas mehr)

So geht´s:
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Kuhle hineindrücken, Hefe hineinkrümeln, den Honig, Salz, Olivenöl und etwas Wasser hinzugeben und daraus mit einer Gabel einen kleinen Vorteig mengen. Den für einige Minuten in der Mehlkuhle ruhen lassen. Dann nach und nach das restliche Wasser hinzugeben und den Vorteig und das Mehl zu einem Hefeteig verarbeiten. So lange kneten, bis dieser schön geschmeidig ist.
In eine Schüssel etwas Olivenöl auf Boden und Wände verteilen, den Teig hineingeben, mit einem Küchenhandtuch abdecken und eine Stunde lang ruhen lassen.
Ein hohes Backblech (o. Ähnliches) mit Olivenöl etwas einfetten, den Teig darauf geben und mit den Händen zu einem Fladen auf das ganze Blech drücken.


Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Die Frühlingszwiebeln waschen, eventuell halbieren und je nach Geschmack überschüssiges Grün abschneiden.
Petersilie waschen und grob hacken. Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie und Knoblauch mit etwa 100 ml Olivenöl und einem Teelöffel Salz mischen.


Die Frühlingszwiebeln in den Teig drücken. Petersilienmischung großzügig darauf verteilen, dabei auch etwas Öl auf die Zwiebeln geben. Eventuell noch etwas grobes Salz über alles streuen.


Die Focaccia bei 200 Grad für etwa 20 bis 25 Minuten backen.



Dazu gibt es Frühlingszwiebelhummus.

Man braucht dafür:
10 Frühlingszwiebeln
Olivenöl
1 große oder zwei kleine Dosen Kichererbsen
ca 100 g Tahini (Sesampaste)
3 Bio-Zitronen
Salz
Chiliflocken


So geht´s:
Die Frühlingszwiebeln waschen, überschüssiges Grün abschneiden, in eine Auflaufform legen und mit reichlich Öl beträufeln. Die Auflaufform ca. 10 Minuten bei 200 Grad Celsius in den Ofen stellen.
Die Schale von zwei Zitronen abreiben und den Saft aller drei auspressen.
Frühlingszwiebeln, abgetropfte Kichererbsen, Tahini, Zitronenschale und -saft, ein, zwei Prisen Salz, gemahlene Chiliflocken nach Geschmack und einen ordentlichen Schuss Olivenöl in den Mixer geben und so lange mixen, bis eine sämige Masse entstanden ist. Falls die zu fest erscheint, löffelweise noch etwas Öl, Orangensaft oder Wasser zugeben.
In eine Schüssel füllen, mit etwas Olivenöl beträufeln, und mit gemahlenem Chili abrunden. (Auf dem Bild seht Ihr etwa ein Drittel der entstandenen Menge.)


Beides reicht für etwa 6 Leute. Vom Humus bleibt sogar noch etwas übrig. Das kann man in ein Schraubglas füllen, im Kühlschrank lagern und noch etwa eine Woche lang genießen.
Guten Appetit!


Freitag, 4. März 2016

Pavlova mit Mango und Erdbeersoße

Kennengelernt habe ich diese wunderbar leichte Torte als ein australisches Nationalgericht, zu Ehren der Tänzerin Anna Pavlova nach dieser benannt. Zwar streiten sich Neuseeland und Australien darum, wer nun der wahre Erfinder sei, doch mir ist das, ehrlich gesagt, völlig egal. Schön ist, dass sie in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts überhaupt erfunden wurde.
Irgendwie befürchtete ich immer, dass sie nicht klappen würde, büke ich sie einst einmal selbst. Doch das stimmte zum Glück nicht. Sie geht eigentlich ganz einfach, braucht nur ihre Zeit.
Nun ist der Damm gebrochen und die Pavlova gehört zu unserem Leben. Und wie! Denn dieses köstliche Gebäck, außen knuspernd, innen weich und saftig, gefüllt mit Sahne und Obst ist einfach himmlisch.

Man braucht:
* für das Baiser: 6 Eiweiß / 1 TL Apfelessig / 2 Tl Speisestärke / 280 g Zucker
* für die Füllung: 400 ml Sahne / 4 EL braunen Zucker / 1 TL Vanillepaste / 1 Päckchen Sahnesteif / eine reife, süße, nicht fasrige Mango / 1 Bio-Limette / 2 EL braunen Zucker
*für die Erdbeersoße: 400 g gefrorene Erdbeeren / 4 EL Holundersirup / 2 EL Puderzucker

So geht´s:
Den Ofen auf 125 Grad Celsius vorheizen.
Speisestärke sieben und mit dem Zucker mischen.
Die Eiweiß steif schlagen. Dabei den Essig und nach und nach die Zuckermischung dazugeben. So lange schlagen bis eine glänzende, zähe Masse entstanden ist.
Ein Backpapier auf ein Backblech legen. Darauf die Baisermasse als Kreis geben. Mit dem Löffel eine Art Körbchen von etwa 24 cm Durchmesser formen, also die Mitte vertiefen und einen breiteren Rand hochstehen lassen.


Ab in den Ofen damit und 2 Stunden backen. Dann den Ofen auf 80 Grad Celsius herunterstellen und das Baiser noch 2 weitere Stunden trocknen lassen.
Es wird vielleicht ein wenig reißen, besonders wenn der Rand etwas zu dünn war. Doch das macht nichts, denn das Innere verbleibt weicher und hält alles zusammen.
Das Baiser auskühlen lassen.


Eine Mango in kleine Würfel schneiden. Die Schale der Limette in feinen Streifen abreiben, den Saft auspressen. Mango, Limettenschale und Saft sowie den Zucker vermischen und kalt stellen.
Die angetauten Erdbeeren mit dem Sirup und dem Puderzucker in einen Mixer geben und pürieren.
Kurz vor dem Servieren Sahne steif schlagen. Dabei Sahnesteif, Vanillepaste und 4 EL braunen Zucker hinzugeben. Die geschlagene Sahne auf das Baiser streichen, Mango darüber geben und zum Schluss die Erdbeersoße großzügig darauf verteilen.
Die Pavlova lässt sich mit einem scharfen Messer in ganz normale Tortenstückchen schneiden.
Achtung: Superköstlich!



Donnerstag, 7. Januar 2016

Puddingkuchen im Gläschen

Manchmal backt oder kocht man ja etwas und dann ist das dermaßen lecker, dass man selbst ganz erschauert. So ging es uns mit dem gebackenen Vanillepudding. Zehn Gläschen hatte ich gemacht, aber als ich mir ein zweites holen wollte, waren schon alle weg. Dabei leben wir hier in der Bude nur zu dritt.


Man braucht dafür:
4 Eier / 180g Zucker / Vanillepaste oder das ausgekratzte Mark einer Schote / 125 Butter + etwas für die Gläschen / 125 g Mehl / 450 ml Milch / eine Prise Salz

10 kleine ofenfeste  Gläschen

So geht´s:
Ofen auf 175 Grad vorheizen.
Eier trennen.
Butter schmelzen.
Eiweiß steif schlagen, zur Seite stellen.
Eigelb und Zucker so lange schlagen, bis eine feste hellgelbe Creme (ähnlich einer Zabaione) entstanden ist.
Langsam die Butter zufügen.
Vanille und Salz hinzugeben.
Vorsichtig das Mehl unterheben.
Die Milch unterrühren (nicht erschrecken, die ganze Chose wird nun flüssig.)
Das steife Eiweiß vorsichtig aber so lange unterrühren, bis es sich gut verteilt hat und die Masse nun wie eine luftige, etwas angedickte Flüssigkeit wirkt.
Die Gläschen mit flüssiger Butter auspinseln. Mit einer kleinen Kelle die Teigmasse einfüllen.
Die Gläschen für 45 bis 50 Minuten in den Ofen stellen. Nach 25 Minuten mit Backpapier abdecken.


Wir konnten uns nicht einigen, ob diese kleine Köstlichkeit warm oder kalt besser schmeckt. Sie ist einfach sehr sehr lecker.

Freitag, 11. Dezember 2015

Süßkartoffel-Gnocchi mit Pesto aus gerösteter Roter Bete und Lebkuchenstreusel

Zu unserem 3. Tischdienst wollte ich mir etwas ganz Besonderes einfallen lassen, immerhin war das Thema "Weihnachtsschmaus". Außerdem hatten wir den Acker abgeerntet und ich hatte einige Rote Rüben im Haus. Doch der erdige Geschmack derselben schien nicht wirklich ein festliches Essen zu bedingen. Doch dann hatte ich eine Idee und es wurde mir berichtet (von meinen eigenen Geschmacksnerven, von meiner Tochter und von den Gästen des Tischdiensts), das es funktionierte.


Ich röstete die Rote Bete, erstellte daraus ein Pesto, in diesem wälzte ich selbstgemachte Süßkartoffel-Gnocchi und zum Abschluss überstreute ich das Ganze mit Lebkuchenstreusel.
(Ich habe leider in der Aufregung unseres wunderbaren Events völlig vergessen, mein Gericht ihm angemessen zu fotografieren. Zum Glück tat dies eine Freundin. Allerdings bevor die Streusel getreuselt waren.)

Die ersten Schritte müssen übrigens am Vortag des Speisens getan werden.

Man braucht für etwa 4 bis 6 Portionen folgendes:

Süßkartoffel-Gnocchis:
* 400g Süßkartoffeln / 320g Ricotta / eine Handvoll geriebenen Parmesan / Salz / 200 bis 250 g Mehl

Pesto:
* 1 große oder 2 kleine Rote Beten / 3 frische Knoblauchzehen / Olivenöl zum Braten / gutes kaltgepresstes Olivenöl / 1 Handvoll Ruccola / 1 Handvoll glatte Petersilie / 1 Handvoll Walnüsse / Saft einer halben Zitrone / Salz / Pfeffer

Lebkuchenstreusel:
* 1 Scheibe knochentrockenes Grau- oder Vollkornbrot / eine Handvoll Walnüsse / 2 Printen / eine Prise gemahlene Nelken / eine Prise gemahlener Anis

Und so geht´s:
Am Vortag muss man drei Schritte erledigen:

Die Süßkartoffeln legt man bei 200 Grad für 50 Minuten auf den Rost in den Ofen. Achtung: Eine Auffangschale darunter stellen. Nach dem Erkalten schälen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Den dabei anfallenden Saft kippt man am nächsten Morgen fort.

Auch die Rote Beete kann man schon am Vortag (gemeinsam mit den Kartoffeln) rösten. Dazu putzt man sie, schneidet die Enden ab und legt sie in eine kleine Auflaufform. Zwei der Knoblauchzehen gibt man mit der Schale dazu. Das Ganze großzügig mit Olivenöl übergiessen. Für etwa 50 Minuten bei 200 Grad in den Ofen stellen. Nach Erkalten die Rote Bete schälen, zusammen mit dem Knoblauch im Öl aufbewahren.

In ein Haarsieb legt man ein sauberes Geschirrtuch. Dort hinein wird der Ricotta gegeben. Im Kühlschrank kann der Käse über Nacht entwässern.


Süßkartoffelgnocchis:
Die gegarten und entwässerten Kartoffeln in einer großen Schüssel mit einer Gabel zu Brei zerdrücken. Den entwässerten Ricotta hinzugeben und mit einem hölzernen Löffel zu einer einheitlichen Masse rühren. Den geriebenen Parmesan und zwei ordentliche Prisen Salz unterrühren. Nun nach und nach das Mehl dazugeben und mit den Händen vorsichtig unterkneten. Achtung: Je weniger Mehl man benutzt, desto fluffiger werden die Gnocchis.


Den Teig in vier Teile teilen und aus jedem auf einen Holzbrett eine Rolle von etwa 2 cm Durchmesser formen. Diese in 2 cm breite Scheiben schneiden. Schließlich die Scheibchen mit einer Gabel etwas platt drücken.


In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Darin Portion für Portion der Gnocchis garen bis sie oben schwimmen. Das dauert ein bis zwei Minuten. Die fertigen Gnocchis im Haarsieb abtropfen lassen. Danach vorsichtig im Pesto wenden.

Pesto:
In einen Mixer die Rote Beete, den gerösteten Knoblauch und alle anderen Zutaten geben. Zum Schluss einen guten Schuss feines Olivenöl zugeben. Alles mixen bis eine sämige rot-violette Creme entstanden ist.


Lebkuchenstreusel:
Alle Zutaten in einem Zerkleinerer (ich habe und liebe eine Moulinette) zu kleinen Streuseln / zu groben Mehl zerkleinern. Die Streusel in einer Pfanne etwas rösten.


Die Gnocchis auf einem Teller anrichten und mit Streuseln bestreuen. (Auf dem Foto stehen sie noch neben dran.)

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Cheese Cake Muffins mit Salzkaramell

Kurz vor unserem 3. Tischdienst haben wir Organisatorinnen uns zum gemeinsamen Kochen und Backen getroffen. Ich entschied mich für diese äußerst leckeren kleinen Cheese Cakes mit Karamellsoße (12 Stück +).


Zutaten für den Cheese Cake:
* 15 Vollkorn-Butterkekse / 3 Esslöffel braunen Zucker / 100 g geschmolzene Butter
* 250 g Frischkäse / 125 g Saure Sahne / 125 g Créme Fraîche / 4 Eier / 200 g Zucker / 3 gehäufte Esslöffel Mehl / Vanilleextrakt

für das Karamell:
* 300 g Zucker / 60 ml Wasser / 90 g Butter / 180 ml Sahne / grobes Salz

So geht´s:
Cheese Cake-Muffins:
Ofen auf 180° C vorheizen.
Ein Muffin-Blech (12 Stück) mit Papierförmchen bestücken.
Für den Teig in einer Schüssel die Kekse zu Mehl zerbröseln, mit dem Zucker und der flüssigen Butter zu einem krümligen Gemisch mengen. Dieses in die 12 Muffin-Förmchen pressen und das Ganze 5 Minuten backen.
Auskühlen lassen.

In einer großen Schüssel Mehl und Zucker vermengen. Käse dazugeben und verrühren. Nach und nach die Eier unterschlagen, aber bitte nicht zu lange, sonst wird das Ganze sehr flüssig. Vanille, Créme Fraîche und Saure Sahne vermischen, das Gemisch unter die Käsecréme heben.
Damit die Muffinförmchen auffüllen. Das Blech mehrmals auf den Tisch schlagen (vorsichtig, :-) ), damit die Luftblasen aufsteigen.

Bei 180 ° C etwa 25 Minuten backen. Auskühlen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen (kleiner Tipp: Cheese Cake schmeckt eigentlich immer erst nach einer Nacht im Kühlschrank so richtig, richtig superlecker.)
Die restliche Käsecréme (es wird auf alle Fälle einen kleinen Rest geben), kann man in Extra-Gläschen mitbacken.


Karamellsoße (Achtung: Heiß und gefährlich!):
In einer beschichteten Pfanne den Zucker und das Wasser mengen und bei dreiviertel Hitze kochen. Dabei die ganze Zeit mit einem Holzlöffel rühren, bis sich der Zucker gelöst hat und hellbraun karamellisiert. Das dauert etwas, nicht ungeduldig werden.
Die Butter zum Karamell geben. Achtung: Es spritzt und blubbert. Rühren bis sich alles schön vermischt hat.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die Sahne peu á peu dazu gießen. Wieder Achtung! Solange rühren bis sich eine feine Karamellcréme gebildet hat. In ein Glas umfüllen. (Ein Trick mit der heißen Masse umzugehen ist, aus Backpapier und einer Wäscheklammer einen Trichter zu basteln.) Abkühlen lassen.


Die Cheese Cake Muffins mit dem Karamell toppen und mit groben Salz bestreuen. Ich verwendete aus optischen Gründen ein schwarzes Grubensalz.
Kann man sogleich essen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann sind sie wie gesagt noch köstlicher.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Herrliche Herbstfarfalle – mit Waldpilzen, Pastinaken und Mangold

Der Herbst überschüttet uns mit seinen Köstlichkeiten. Wir können nichts anderes tun, als sie einzusammeln, sie zuzubereiten oder zu konservieren. Und natürlich sie zu genießen.


Im Wald sammelte ich Maronen und Fichtensteinpilze, von meinem Gemüseacker holte ich Pastinaken, Mangold und Petersilie. Mit diesen Schätzen verschwand ich in meiner Küche, um kurz darauf den Herbst zu schmecken.


Das braucht man (2 Portinen):
ca. 8 mittelgroße Waldpilze, 1 Pastinake, 2 Handvoll kleingeschnittenen Mangold, 1 Handvoll kleingeschnittene Petersilie
Olivenöl und Butter
Ahornsirup
Brühe und Sahne
Pfeffer, Salz
gekochte Farfalle

So geht´s:
Die Pastinake in mundgerechte Stücke scneiden. In einer großen Pfanne 3 EL Olivenöl und 2 EL Butter erhitzen. Pastinake darin braten. Kleingeschnittene Pilze dazugeben. Eine Weile bei dreiviertel Hitze knusprig braten, 2 EL Ahornsirup dazugeben und die Mischung etwas karamellisieren lassen. Dann mit 100 ml Brühe ablöschen. Mangold und Petersilie dazugeben und unter einem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Sahne nach Geschmack angießen, salzen und pfeffern. Zum Schluss die Farfalle untermischen.
Fertig und verdammt lecker. Guten Appetit!

Sonntag, 5. Juli 2015

Erbsen-Minz-Aufstrich

Ich mag Erbsen, nicht nur weil sie grün und kugelrund sind. Ich esse gerne die ganz jungen Zuckerschoten, ob roh im Salat oder gebraten in Frühlingsgerichten. Aber der wahre Knüller ist die Erbse, wenn sie sich rundet und die Schote beult. Im Garten oder auf dem Acker neben den Erbsenbüschen zu hocken, die Schoten krachen zu lassen (es gibt verschiedene, in der Kindheit ausgefeilte Methoden) und die süßen Erbsen daraus zu naschen, das ist Wonne pur. Kurz nach dieser Zeit sind sie dann auch so reif, dass man sie schnell ernten muss, bevor die Erbsen trocken und mehlig werden.
Aus frischen Erbsen (oder auch TK-Erbsen) kann man ratzfatz leckere Aufstriche bereiten. Zum Beispiel den hier:


Man braucht:

200 g Erbsen (frisch oder Tiefkühl)
eine Handvoll Minzblätter
eine Handvoll Petersilie
1 halbe Knoblauchzehe (oder eine kleine)
50 ml Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
1 EL Agavendicksaft
Salz
Pfeffer
etwas Chili

So geht´s:
Alle Zutaten in den Mixer geben. Fertig! 



Samstag, 4. Juli 2015

Zucchini-Chutney mit Feigen und Walnüssen

Wer Zucchinis im Garten hat, der weiß, wenn man nicht schnell hinterher ist, wachsen dort im Beet viele viele Baseballschläger heran. Doch jeden Tag Zucchini auf den Tisch? Selbst die Nachbarn winken schon ab, wenn man mit den grünen Kürbisfrüchten locken möchte.
Eine schöne und äußerst köstliche Art der Verwertung sind Chutneys. Hier ist das Rezept eines mit Feigen und Walnüssen.


Man braucht, folgende vorbereitete Zutaten:

600 g klein gewürfelte Zucchini
200 g fein gewürfelte rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
50 g Walnüsse, in der Pfanne ohne Fett geröstet und gehackt
5 getrocknete Feigen, fein gewürfelt
eine Handvoll Petersilie, gehackt
3 bis 4 EL Olivenöl
100 g braunen Zucker
100 ml Apfelessig
25 ml Balsamico
½ TL Paprikapulver
½ TL gemahlenen Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
frisch gemahlenen Pfeffer
Salz

Damit macht man folgendes:

In einer hohen Pfanne das Olivenöl erhitzen und darin Zwiebeln und Knoblauch glasig braten. Zucchini dazugeben und einige Minuten braten. Zucker und die Gewürze hinzugeben und weiter braten. (Eigentlich beginnt nun alles zu köcheln, da die Zucchini ihre Flüssigkeit freigeben.) Nach ca. 5 Minuten mit Essig ablöschen. Feigen und Nüsse zur Masse geben. Das Ganze ca. 25 Minuten köcheln lassen. Für die letzten 5 Minuten die Petersilie dazugeben. Salzen und in heiß gespühlte Gläser mit Schraubverschluss geben.

Dienstag, 30. Juni 2015

Versunkene Kirschkuchenzeit

Meine Chemielehrerin in der Schule sagte immer: "Backen ist Chemie. Da muss man sich genau an die Rezepte und die Maße halten, sonst wird das nix."
Am Wochenende plünderten wir den Kirschbaum im Garten meiner Eltern. Einen Teil der Beute verarbeitete ich zu Kompott, einen Teil aßen wir so und aus dem Rest wollte ich einen Kuchen backen. Die Zutaten für einen Schmandkirschkuchen hatte ich nicht in der Bude, also einen sogenannten Versunkenen. Doch beim Blick in die "Schublade für Süßes" fehlten 200 g Mehl. Ich missachtete den Rat meiner Chemielehrerin und experimentierte. Das lohnte sich.


Man braucht:
250 g Butter / 250 g braunen Zucker / 4 frische große Eier / 150g Mehl / 100g Mandelmehl / 100g in der Mulinette pulverisierte Haferflocken / 1/2 Päckchen Backpulver / 1/2 Teelöffel Kardamom / 1 Teelöffel Vanillepaste / 1 Prise Salz
so viele entsteinte Süßkirschen, wir darauf passen

So geht´s:
Butter schaumig rühren. Zucker dazugeben und noch schaumiger rühren. Salz, Kardamom und Vanille unterrühren. Ei für Ei kräftig unterschlagen und solange mixen, bis eine wunderbar fluffige Masse entstanden ist. Mehl, Mandeln, Haferflockenmehl und Backpulver vermischen und unterheben. Nicht mehr lange rühren, damit der Teig nicht zäh wird.
Ofen vorheizen auf 180 Grad.
Eine Springform fetten, Teig hineingeben, viele, viele Kirschen hineindrücken.
Den Kuchen eine sehr gute Stunde in den Ofen geben. Derweil die Teigschüssel ausnaschen. Nach zufriedenstellender Zahnstocherprobe den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etwas auskühlen lassen.

Sahne schlagen. Braunen Zucker und Vanille unterheben. Kuchen und Sahne mit Schokostreusseln bestreuen. Das Ganze bis auf den letzten Krümel verspeisen.

Dienstag, 31. März 2015

Bulgursalat mit Datteln, frischem und gebratenem Gemüse und orientalischem Touch

Manchmal liegen einige Zutaten in der Küche herum und plötzlich vermeine ich ihren vereinten Geschmack auf der Zunge zu spüren. Manchmal bereite ich sie dann zu. Und manchmal ist das dann so lecker, dass ich es gerne teilen möchte. Wenigstens virtuell. Bitte schön.


Dieser köstliche Salat mit einem orientalischen Touch kann als Beilage, Vorspeise oder als Hauptmahlzeit gereicht werden. Er wird aus 3 verschiedenen Einheiten zusammengemischt.

Man braucht (für 6 kleine, 4 mittlere oder 2 große Portionen):
(Wie immer sind meine Mengenangaben ohne Gewähr. Ich finde ja, man muss sich an die jeweiligen Mengen herankochen, also wie schmeckt mir das Ganze am besten.)

Einheit 1(Bulgur):
150g feinen Bulgur / 1/2 TL Brühepulver / 3 EL Olivenöl / 1/2 Limette

Einheit 2 (gebratenes Gemüse):
eine Fenchelknolle / eine rote Paprika / 10 getrocknete Datteln / eine Handvoll Sonnenblumenkerne / etwas Olivenöl zum Braten / 4 EL Honig / eine gute Prise Zimt und einen Hauch Cumin (Kreuzkümmelpulver) / Salz / Pfeffer / Chiliflocken

Einheit 3 (Frisches):
einen kleinen Apfel / eine Tomate / ein Stück Gurke

Salz / Pfeffer / ev. noch etwas Olivenöl


So geht es:

1. Bulgur in eine mittelgroße Schüssel geben. Das Ölivenöl und die Brühe untermischen. Mit kochendem Wasser gerade abdecken. Ziehen lassen, bis die Körnchen weich sind (etwa 10 Minuten). Den Saft der halben Limette unterrühren.

2. Fenchel, Paprika und Datteln klein würfeln. In einer Pfanne das Öl erhitzen (hoch). Gemüse und Datteln dazugeben. Sonnenblumenkerne unterrühren. Den Honig darübergeben. Herd herunterdrehen (mittel) und das Ganze schmurgeln lassen (6 bis 8 Minuten). Mit Zimt, Cumin, Salz, Pfeffer und einigen Chiliflocken würzen. Etwas abkühlen lassen.

3. Apfel, Tomate und Gurke fein würfeln.

4. Alles miteinander vermischen. Eventuell mit Salz und Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Whoopies – Wer braucht da noch Macarones?

Endlich mal wieder gebacken. Und wie! Whoopie yooppie heya!
Meinen Selbstbackversuch von Macarones hatte ich vor längerer Zeit hier beschrieben. Die wertvolle Erkenntnis war: Macarones kaufe ich lieber und das auch nur in Biarritz und in der Bäckerei am Kreisel von Moliet an der Atlantikküste. Schade war es trotzdem irgendwie, denn ganz so oft sind wir da nicht. Nun habe ich einen wunderbaren Ersatz, ach was schreibe ich, Ausgleich gefunden. Quasi die Macarones für Kinder und solche, die nicht nur gerne an einem edlen Küchelchen naschen, sondern leckere Kuchen in vollen Zügen genießen wollen: Whoopie Pies.


Man braucht
für den Teig:
150 g Butter (weich) / 130 g Zucker / 4 kleine bis mittlere Eier / 175 g Mehl / 1 TL Backpulver / 1 Prise Salz / 2 Päckchen Rote-Grütze-Pulver / pinkfarbene Lebensmittelfarbe

für die Füllung:
250 g Mascarpone / 100 g Crème Fraîche / 75 g gesiebten Puderzucker / ein bis zwei Esslöffel Rote Früchte Marmelade / Vanille


So geht´s:
Die weiche Butter mit dem Zucker richtig schaumig aufschlagen. Das dauert bestimmt 5 bis 7 Minuten. Dann nach und nach die Eier unterrühren. Noch einmal aufschlagen bis eine fluffige Masse entstanden ist. Mehl, Backpulver, Rote-Grütze-Pulver und Salz mischen und darüber sieben, die Lebensmittelfarbe dazugeben und das Ganze so kurz wie nötig aber so gut wie möglich vermischen.

Ofen auf 175 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen (man hat etwa drei bis 4 Lagen zu backen, entweder hat man entsprechend viele Bleche oder man bereitet alles auf den einzelnen Backpapierblättern zu und schiebt die dann nacheinander auf das Blech.)
Teig in einen Spritzbeutel mit großer Tülle oder in eine Tüte mit abgeschnittener Ecke geben. Kleine Häufchen von etwa 3 cm Durchmesser und 2 cm Höhe auf das Backpapier geben. Wer das mit einem Löffel hinkriegt, kann das natürlich auch damit machen. Um jedes Häufchen genug Platz lassen, dass sich die Whoopiehälften etwa 2,5 Mal ausdehnen können. Zirka zwölf Minuten backen. Etwas auskühlen lassen, vom Papier nehmen und ganz auskühlen lassen.

Für die Füllung alle Zutaten kräftig im Mixer aufschlagen. Dann die eine Hälfte dick damit bestreichen und die andere vorsichtig darauflegen. Whoopie, köstlich!

Das Praktische an den Whoopies ist, das man sie gut vorbereiten und dann ganz frisch fertigstellen kann. Dazu lagert man die Hälften in einer Keksdose und die Füllung in einem Glas im Kühlschrank. Kurz vor dem Verzehr bestreicht man einfach die Küchleinhälften. Aber bitte sehr dick.


Weitere Kuchen und von mir Gebackenes findet Ihr hier.

Sonntag, 9. November 2014

Crunch aus Nüssen, Haferflocken und Honig

In der Nähe des Hauses meiner Eltern steht ein großer Nussbaum. Darum haben wir jeden Herbst einen großen Sack Walnüsse. Heute fand ich den vom letzten Jahr unterm Küchenschrank wieder. Ich knackte eine und stellte beglückt fest, die Nüsse sind noch astrein und köstlich. Also machte ich ein schnelles Crunch daraus.


Dafür braucht man:

Nüsse, etwas zerkleinert / kernige Haferflocken (so viele man mag) / Honig (entsprechend der Nuss- und Flockenmenge / Kardamom, gemahlen / Zimt, gemahlen

So geht´s:

In einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur die Nüsse rösten. Unbedingt dabei bleiben und rühren, sonst brennen sie ratzfatz schwarz. Temperatur etwas zurückstellen auf mittlere Hitze. Die Pfanne vom Herd nehmen und die gelösten Nusshäutchen wegpusten. Pfanne auf den Herd zurück stellen. Haferflocken dazugeben. Kardamom und Zimt unterrühren. So viel Honig darüber gießen, dass die Mischung im Honig schmurgelt, aber nicht darinnen ertrinkt. Nach ca. 2 bis 3 Minuten Schmurgeln die Masse auf Alufolie gießen. Auskühlen lassen und in Stücke brechen. Diese kann man nun gleich aufessen oder in einem verschließbarem Glas aufheben.


Man könnte auch ein nettes Dessert mit zaubern. Dazu griechischen Joghurt mit Vanillepaste und braunem Zucker verrühren. In eine Schale geben. Papayastücke darauf verteilen und mit Crunch bestreuen. Köstlich!

Montag, 27. Oktober 2014

Meine große Liebe – New York Style Cheese Cake


Die New Yorker sagen, Cheese Cake war niemals richtiger Cheese Cake, bevor er nicht New Yorker Cheese Cake wurde. Meine Tochter sagte: "Mama, back doch mal wieder den echten New York Cheese Cake."Das tat ich mit Lust.
Unser "echter" ist der von LINDY´S. Er ist unendlich cremig und reich, aber trotzdem etwas "fluffig", also nicht so fest und schwer und dessertähnlich wie beispielsweise der bei Starbucks oder Häagen Dasz verkaufte oder wie die typische "Philadelphia Torte", die manche irrtümlich für amerikanischen Käsekuchen halten.
Das LINDY´S war übrigens DAS Restaurant im Theater District der 1940er Jahre. Hier verspeisten die Schauspieler spät in der Nacht nach ihren Aufführungen süße Desserts. Meistens Cheese Cake. Der wurde sogar im Musical Guys and Dolls besungen. Noch heute gilt LINDY`S als der Ort N.Y.s mit dem besten Käsekuchen.
Ich entdeckte das Rezept einst im New York Cook Book von Molly O´Neill und verliebte mich.
Der Kuchen ist wunderbar. Allerdings hat er zwei Nachteile. Erstens: Man sollte ihn über Nacht im Kühlschrank stehen lassen, bevor man ihn anschneidet (Hilfe! Folter!). Zweitens: Man sollte dringend Gäste haben, um ihn zu teilen. Denn gestern Abend sagte mein Sohn: "Diesen Kuchen darfst du nie wieder backen. Der ist einfach zu köstlich. Man muss so lange davon essen, bis er weg ist."
Also, um es ganz klar zu sagen, Kalorienzähler brauchen hier gar nicht erst weiterzulesen. :-)


Man braucht:
130 g + 3 EL Mehl / 480 g Zucker / die abgeriebene Schale von 2 Limonen / die abgeriebene Schale einer Orange / Vanillepaste (oder das Mark einer Schote) / 5 Eier + 3 Eigelb / 110 g Butter / 4 Familienpackungen Frischkäse a 265 g  (also etwa 1,1 Kg) / 60 ml Creme Fraîche

So geht´s:
1. In einer Schüssel werden 130g Mehl, 60g Zucker, die Schale einer Limone und etwas Vanillepaste zusammengemischt. Dann kommen ein Eigelb und die Butter dazu. Mit dem Mixer daraus einen Mürbeteig herstellen. Den zu einem Ball formen und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

2. Eine Springform buttern oder mit Backpapier auskleiden. Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

3. Etwas mehr als ein Drittel des Teigs auf den Boden der Form auslegen. Das klappt am besten, wenn man kleine Stücke abreißt, diese mit den Fingern knetet und platt auf den Formboden presst. Beim Ausrollen reißt der Teig gerne und man ärgert sich. Den Boden ca. 12 bis 15 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

4. In einer großen Schüssel den Frischkäse, den restlichen Zucker, 3 EL Mehl, Vanillepaste, die Schale der zweiten Limone und die Schale der Orange gut zusammen mixen. Dann die 5 Eier, die 2 verbliebenden Eigelbe und die Creme Fraîche dazugeben und sehr gut mixen. Das Ganze muss eine homogene Masse ergeben und darf keine Frischkäseklümpchen mehr enthalten.

5. Den Ofen auf 270 Grad Celsius hochstellen.

6. Den restlichen Teig wieder mit den Fingern an den Rand der Springform und gegen den schon gebackenen Boden drücken. Dabei darauf achten, dass es keine Löcher gibt.
Nun die Frischkäsemasse einfüllen.

7. Den Kuchen 12 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 95 Grad herunterdrehen. Nach einer Stunde den Ofen ausstellen, die Tür etwas öffnen und den Kuchen noch 30 Minuten im Ofen lassen.

8. (Achtung: total gemein!!!) Den Kuchen mehrere Stunden, am besten über Nacht kaltstellen.

9. Gäste einladen und genießen.