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Montag, 7. November 2011

Der Eintagsladen 4 - so war´s


Es war dufte!
Natürlich war es erst einmal alles sehr anstrengend, einiges klappte nicht und brachte mich kurz aus dem Konzept, der Aufbau der Aufsteller war erschöpfend, alle wollten noch etwas von der Veranstalterin, und natürlich war alles wichtig. Ein komplexes System, ist eben ein komplexes System und gar nicht wirklich planbar. Irgendwann dachte ich, ich würde mich gern in ein Séparé zurückziehen, wenigstens für eine Weile, vielleicht, um mal zu atmen
- und dann ging es los!
Ich hielt eine kleine Ansprache. Ich fand das passend, eine Vernissage, eine feierliche Eröffnung als Wertschätzung aller Teilnehmer. Ich habe mir Mühe gegeben. Und ein paar Gedanken zum Thema "Warum Handmade und Kunst" hineingemischt, etwas Nachhaltigkeit und Schönheit ... wer mag, kann sie hier nachlesen. Danach gab es ein Gläschen Sekt. So, wie es sein muss.

Doch nun meine Bilder des Ereignisses, wegen der romantischen Atmosphäre zum Teil etwas verwackelt, doch die herrschende Stimmung transportieren gerade diese vielleicht sogar noch besser.



Claudia Diehl hatte vielleicht schon geahnt, wie es werden würde ... sie bot an ihrem Stand designzauber eine zum Gefühl passende Fotografie an.





Der geliebte Mann erklärt seine Kunst.



Die Künstlerin Beate Katz führt inmitten der Kunst von Frau Ebbecke und buttablume eine interessante Jacke des Labels "Fundstücke" aus.



Nathali hat noch mehr von diesen farbenfrohen Kleidungsstücken.



Der schöne Stand von Dina Rautenberg.



Vorne Devaldes, hinten Nicole´s Art, ganz vorne Eintagsladen-Besucher.



Kosumschwestern



Eva mit ihrem Label Lili´s Loft.



La Buddenkotte am Stand von "Katinkas Mom". Wir hielten hier zwischendrin auch ein Adventskränzchen mit Apfelkuchen und Kaffee. Ich hoffe auf eine Kurzgeschichte über das Ereignis.



Katja Stefani hinter ihrer Puppe.



Mützen bei 5Sterne.



Designstraps für die Kamera.



Einige brachten ganz besondere Freunde mit:
Atelier Vierseitig,




Fenn´s Filz,



und Nicole Park. Sie waren alle sehr willkommen!



Kleine Freunde der Häkelkunst an Annas Stand "PIPOyourlife!"





Der romantisch-fröhliche "Glitzerstand" von Frau Manuela Olten - "jiume".



Flotte Strickhöschen gab es bei "Unvermittelbar".



Einen Moment der Entschleunigung brachte Claudia Diehls "Strickpavillon". Wie viele Meter Schal entstanden eigentlich?





Meine Mädels. Tausend Dank an Katja, die meine Rauschmittel an die Frau brachte. Und was sich das Töchterchen da gerade in den Mund schiebt, das habe ich nicht gesehen.

Tausend Dank an alle!!!!

Hier findet Ihr einige Bilder von Nicole von ihrem Stand Nicole´s Art zusammen mit isonca design.

Donnerstag, 3. November 2011

Zum Eintagsladen 4 - dachs dessert


Eigentlich hätte Doreen am liebsten nur etwas gezeichnet, um sich und ihr Label dachs dessert hier auf meinem Blog vorzustellen, denn ...



Doch sie schrieb auch ein paar Worte dazu. Wie schön. Beides.



"Ich bin Doreen und stelle Accessoires her, die sich um meine Zeichnungen drehen. Hergestellt wird alles in meinem kleinen Atelier in Heidelberg und auch meine Materialien beziehe ich am liebsten fair produziert und aus Deutschland.
Warum ich das mache?
Ich zeichne sooo gerne und liebe die freie Zeiteinteilung, die das Leben mit dachs dessert bringt. Außerdem mache ich mir Gedanken um die Zukunft und unsere Umwelt und fände es schön, einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. So lassen beispielsweise meine Aufbügler alte Sachen länger leben. Sie müssen also nicht gleich ersetzt werden.
Ich bin überzeugt, dass jedes Lächeln, das meine Produkte hervorrufen, das Leben ein klein wenig fabelhafter machen.



Egal wo ich bin, ist ein kleines Notizbuch mein Begleiter und darin versammeln sich Geschichten und Figuren, welche ich dann oft für meine Produkte weiterverwenden kann. Daraus sind auch fast alle Motive meiner neuen Kettenanhänger entnommen. Deshalb haben die meisten Motive auch eine kleine Geschichte.



Ich vorfreue mich sehr, den Darmstädtern die neuen Motive zu zeigen und bin gespannt, welche Geschichte dann ihre nächste wird!"



Mittwoch, 2. November 2011

Im Birkenwäldchen



Manches Unerwartete ist einfach schön, beispielsweise der Artikel über den Eintagsladen 4 im P Stadtkulturmagazin des Novembers (der ist natürlich nicht unerwartet, immerhin lud mich mein Kollege Daniel Wildner zum Interview) in der unglaublich tollen Zusammenstellung mit der beeindruckenden Ankündigung der nächsten großen Ausstellung auf der Mathildenhöhe. Ab dem 13. November werden dort die "Film Noir"-anmutenden Kohlezeichnungen des niederländischen Künstlers Marcel van Eeden gezeigt. Das wird eine sehr feine Sache. Ebenso wie der Eintagsladen, der ja auf diesen Seiten des Magazins sehr erwartungsvoll, und ja, auch ein wenig kritisch, beäugt wird. Es wird wunderbar Herr Eeden, und herzlichen Dank an die Grafiker für diese schöne Zusammenstellung.
Sehr fein war auch das Interview zum Eintagsladen. Wir hatten es noch in der Sonne des Spätsommer gehalten. Von Daniel zu den eigenen Ideen, Konzepten, Projekten und Wünschen befragt, ließen mich diese Fragen eben jene in meinem Kopf wieder einmal neu ordnen - das war sehr interessant und aufschlussreich. Man sollte das öfter tun. Damit man den Weg nicht verliert, wenn das Ziel manchmal so weit weg ist, dass man es (noch) nicht sehen kann.

Ja, so war das damals und wenn mir mal wieder alles zuviel wird, dann werde ich diese Zeilen lesen - ein Ausschnitt des Artikels: "Davon lässt sich Antje Herden antreiben, wenn sie monatelang mit der Planung des Eintagsladens beschäftigt ist. Auch bei ihr begann alles mit einer kreativen Eingebung, als sie vor Jahren an der US-Küste Menschen beobachtete, die Strandgut lie-bevoll in kleine (un)nütze Dinge verwandelten und auf Märkten verkauften. Zurück in Deutschland vermisste sie die kleinen, ausgeflippten Kunstbasare in Ameri-ka – die Idee des Eintagsladens war geboren. Einen lokalen „Craft Market“ zu schaffen, fernab von Kirsch-kernkissen und zünftigen, regionalen Mittelalter- oder Handwerksmärkten."



Herr Wildner ist übrigens auch ein sehr feiner Fotograf, von dem wir beizeiten sicher noch hören werden. Aus gegebenen (mal wieder (noch) internen) Anlass, diese zwei Birkenwäldchenbilder von ihm. Hier gibt es mehr.


Dienstag, 1. November 2011

Zum Eintagsladen 4 - Nicola Koch


Eigentlich wäre die Künstlerin Nicola Koch ja auch eine Kandidatin für eine Ateliergeschichte gewesen. Nun drängt die Zeit - Himmel, nur noch wenige Tage! - und darum hier und heute ihr Selbstportrait.


"Zu meinem Motiv “Frankfurter Kranz” haben mir schon etliche Damen (natürlich auch jüngere) erklärt, dass sie eben so ein Damenkränzchen des öfteren abhalten und mir das Motiv gleich viermal - nämlich für sich und ihre Freundinnen - abgekauft."

"Mein Name ist Nicola Koch, ich bin Illustratorin, Künstlerin und Diplom-Designerin.
Seit einigen Jahren arbeite ich vorwiegend künstlerisch-illustrativ und vermarkte immer mehr eigene Produkte wie Postkarten, Farbdrucke, Acrylbilder, Bilderbücher und Kalender.
Meine Illustrationen fertige ich in meinem gemütlichen Büro in einem schönen Altbau im Johannesviertel, die größerformatigen Acrylbilder male ich in meinem Atelier in der Wackerfabrik im Mühltal , wo ich richtig schön rumklecksen kann, ohne dass es jemanden stört.



Ich liebe es, mit Pinsel und Farbe oder mit Schabekarton zu arbeiten, ich mag den Geruch von Farben, Stiften, das Gefühl, verschiedene Werkstoffe oder schönes Papier in den Händen zu halten - ich bin eine richtige Handwerkerin. Den Computer sehe ich eher als nützliches Werkzeug, mit dem ich meine Illustrationen coloriere oder Designs erstelle.
Ich habe schon als Kind viel gemalt und gezeichnet und ganz früh für mich festgestellt, dass ich einmal Malerin werden möchte. Mit Umwegen über die Werbebranche, in der ich einige Jahre als Art-Directorin gearbeitet habe, ist mir dies auch gelungen. Darauf bin ich stolz!
2002 habe ich mich selbständig gemacht. Seither gibt es immer wieder Höhen und Tiefen und es ist sicher nicht einfach, davon zu leben, aber ich habe es nie bereut – es ist das, was mich glücklich macht.



Mein Lieblingsprodukt dieser Saison ist der illustrierte Wandkalender “Darmstadt 2012”, den ich selbst gestaltet und in meinem eigenen Verlag “Edition Aquarius” herausgebracht habe und jetzt selbst vermarkte. Ich finde, er ist mir richtig gut gelungen und er zeigt mit viel Augenzwinkern und einer guten Prise Humor mal ein ganz anderes Bild der Stadt Darmstadt, die mir in all den Jahren, die ich jetzt hier lebe, ans Herz gewachsen ist.
Der Kalender hat DIN A3-Format und kostet 19,90 Euro. Er ist handgefertigt in Schabetechnik (hat mich viele Stunden Arbeit gekostet!) und dann computercoloriert.



Drei Dinge, die ich zum Leben brauche:
1. Farbe
2. Gutes Essen
3. Urlaub



Mein größter Erfolg bisher war, dass meine Regenwald-Illustration einmal fast auf einer bundesweiten Plakat- und Postkartenkampagne für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gelandet wäre. Ich war mit einem Motiv schon in der engeren Auswahl, dann ist die Kampagne plötzlich abgeblasen worden. Schade!

Mein größter Misserfolg bisher ist die Tatsache, dass ich es trotz langjähriger hartnäckiger Arbeit daran nicht in den Kinderbuchmarkt geschafft habe und nun einige schöne Kinderbuchideen von mir in der Schublade liegen.

So, das war’s, bis Sonntag!"


Für den, der Lust auf noch mehr hat, hier zwei weitere Tipps:



* In der Novemberausgabe des P Stadtkulturmagazins - zu dem sie auch das Cover gestaltet hat - (liegt im Heimatstädtchen aus oder online hier) gibt es einen Artikel zu Nicolas Kalender zu lesen
* Bis zum 13. November läuft im Atelierhaus Darmstadt eine Ausstellung der BKK "Drei mal zwei ist Neun", an der Nicola beteiligt ist.

Und natürlich stellt Nicola am Eintagsladen 4 am 6. November aus.

Weitere Portraits über am Eintagsladen 4 teilnehmende Künstler und Kreative findest Du hier.

Montag, 31. Oktober 2011

Zum Eintagsladen 4 - die Vernissage



Na, da habe ich mir ja ein Ei gelegt:
"Der Eintagsladen 4 beginnt um 13 Uhr mit einer Vernissage."
So steht´s geschrieben, so muss es sein: Die feierliche Eröffnung einer Kunstausstellung also.
Dazu wird üblicherweise ein Getränk gereicht und eine Kleinigkeit zu knabbern. Ein Showakt oder besser gesagt, eine kleine Performance, wäre auch schön.
Das habe ich heute nacht - gedanklich, konzeptionell und in Absprache - schon organisiert.
Bleibt eine kleine Ansprache. Zwei Stolpersteine.
Der Erste: Oh, Gott, vor all den Leuten! Allerdings: Eigentlich bin ich das ja gewohnt und es ist auch eine kleine Vorübung für meine nächste Lesung - nach 2 Jahren mal wieder für Erwachsene! (Herzlich Willkommen dazu, übrigens!)
Der Zweite: eine KLEINE Ansprache. Das wird schwer, denn, ach, so viel hätte ich zu sagen.
Ich würde parlieren über das Selbermachen, über social capitalism, den Trend des D.I.Y., über die schönere Welt voller kreativer Menschen, über Kunst und über die Fragen: Was ist das? Und wo liegt die Grenze zwischen Kunst und Handmade? Gibt es eine?
Doch wer bringt soviel Zeit mit, sich all dies anzuhören? Zumal die mitgebrachte Zeit, der Betrachtung und dem Kauf der Kunst und vieler schöner Dinge, dem Austausch mit Künstlern und Freunden, dem Versuch dem eigenen Glück am Tombola-Stand auf den Zahn zu fühlen und nicht zu vergessen, einigen Reihen am Strickpavillon vorbehalten sein sollte.
Glücklicherweise habe ich über die Punkte 1 und 2 schon hier geschrieben und auch das Thema drei mit diesem Artikel abgehakt. Und da ich, wenn etwas mit Liebe und von innen heraus gestaltet wurde, keinen Unterschied zwischen Kunst und Handmade finden kann, bleibt es an mir, die Gäste herzlich zu begrüßen.
Das krieg ich hin. Ich freu mich drauf.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Tapetenbuch-Geschenkverpackungen



(Auch, ;-)) Gestern war ich eine Heldin. Fünf Stunden lang habe ich genäht. Ich nähe sonst nicht. Hinterher musste ich über die Mütter vieler Geschichten nachdenken, von denen man lesen kann, dass sie jede Nacht über ihre Nähmaschine gebeugt, das spärliche Brot verdienten, während das Rattern der Maschine die Kinder durch den Schlaf begleitete. Was mussten die für Rückenschmerzen haben!
Für die Tombola des Eintagsladen 4 hatten mir alle Teilnehmer ein schönes Stück geschickt. Diese Dinge mussten glamourös verpackt werden, denn es sind ja glamouröse Gewinne - insgesamt 46 Päckchen. Autsch.
Trotzdem war es sehr charmant, denn so habe ich jedes einzelne Stück anschauen können. Die Vorstellung, wie sich die Gewinner jeweils darüber freuen werden, war schön und zum Schluss war ich ganz aufgekratzt.



Ich benutzte ein Tapeten-Muster-Buch. Ich hatte einige davon auf dem Dachboden, wollte sie eigentlich als Hintergründe für Collagen und Bilder verwenden. Doch viele der Muster sind dick und weich und nicht aus Papier. Allerdings hervorragend geeignet, um feste Tüten für Geschenke daraus zu nähen.
Das geht (eigentlich) ganz leicht:
Je nach Geschenk jeweils von rechts und links stark überlappend einschlagen und unten zusammennähen (Bzw., wenn das Geschenk größer ist, mittig falten und unten und seitlich zusammen nähen. Bei ganz großen Geschenken habe ich einfach zwei verschiedene Musterseiten zusammengenäht.), Geschenk hinein und oben zusammen nähen. Fäden und Kanten gerade abschneiden.
Für unsere Tombola habe ich die Visitenkarte des jeweiligen Labels an eine Borte und diese dann an die obere Naht genäht.
Alles übrigens im Zickzack-Stich.
Sehr charmant fand ich, dass ein Label "cloudy design" heißt und ich diese Wölkchentapete fand. Die erinnerte mich auch ganz stark an meine Jugend - irgendetwas war da mit Wölkchen.



Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ateliergeschichten - Tanja Ebbecke


"Heute ist so ein Tag ... Wohnte ich in einem Hotelzimmer, dann würde ich es heute zerstören", mit diesen Worten begrüßt mich Tanja Ebbecke in ihrem Atelier. Prima, freue ich mich, ein wildes Künstler-Weib. Vorsichtig gucke ich mich um und sehe eigentlich das gleiche Chaos wie beim letzten Besuch. Gott sei Dank. Nichts ist zerstört. Ich mag die spröden Zeichnungen, die an den Wänden hängen nämlich sehr, besonders das Blatt mit den Pilzen. Ist ja auch kein Hotelzimmer hier. Außerdem lächelt Frau Ebbecke.



Sie wußte schon vor ihrer Geburt, dass sie Künstlerin werden würde, darum malte Tanja auch ihre gesamte Kindergartenzeit hindurch inbrünstig ein Bild nach dem anderen.
Doch dann, später, als Kunst in der Schule Noten einbrachte und Malen nach Zahlen und auf Knopfdruck passieren musste, wurden es immer weniger. "Es war, als hätte ich mein Eigenes verloren", sagt sie.
Erst die Darmstädter Künstlerin Dorothee Wilkes schaffte es durch ihre freie Art, Tanja in einem Zeichenkurs wieder zu motivieren. "Dorothee erwartete keine exakten Zeichnungen. Sie brachte uns bei, dass Bilder nicht "schön" sein müssen".



Tanja studierte später in der HFG in Offenbach freie Gestaltung, Zeichnen und Druckgrafik. Dort sah ich sie auch das erste Mal - als Sängerin einer Band auf der Bühne. "Jemand brachte damals einen dieser ganz neuen Gettoblaster mit CD-Spieler mit. Wir hörten die Musik von Michelle Shocked rauf und runter. Ich holte eine Gitarre raus und spielte die Songs nach. Dann gründeten wir die Band (Molly Unemployed)".



Tanjas künstlerisches Thema ist der "Road Movie". Dabei ist sie gar nicht besonders reiselustig, aber auf der Suche, will nachhause finden.
Als Beifahrerin sitzt sie während des kreativen Schaffensprozess´ im Auto, fasziniert von der Aussicht auf die Straße und zeichnet, was sie sieht. Sie liebt dieses bewegte Zeichen in jedem Sinn, das Fließen, die Fortbewegung. Skizzen und Minutenzeichnungen mit verschieden dicken Stiften entstehen, die sie später im Atelier weiter bearbeitet indem sie Flächen füllt, Tiere, Pflanzen, Propeller oder Dinge, die im Auto lagen, einfügt.



Wenn ihr etwas nicht gefällt, dann streicht sie es einfach durch. Trotzdem bleibt es erkennbar. Das nennt Tanja zeichnerische Befreiung - alles ist erlaubt, darum gibt es auch keinen Abfall, irgendetwas Wertvolles hat jedes Bild und wenn es nur eine kleine Ecke ist.



Tanja wird am Eintagsladen 4 und auch am Dreitageladen teilnehmen (hier wird sie auch mit ihrer Band "candyjane" auftreten) und Werke zum Verkauf anbieten.
Sie sagt dazu:
"Da Orginalzeichnungen einer konzeptionell ausgearbeiteten und zugleich persönlichen Reihe wahrscheinlich nicht zum entsprechenden Preis auf einem Handmade-Markt verkauft werden können, biete ich für den Eintagsladen eine dekorative und markttaugliche Linie an ...



... einige Zeichnungen in Form von Postkartenbüchern und Bilder aus Modulen meiner Kunst, arrangiert auf ansprechende Weise mit Geschöpfen des Zeitgeistes in Natur und Unterwasserwelten."



"Clint Eastwood hat mein Leben verändert", sagt Tanja.



Als Charlotte Wielage, Studentin des Kommunikationsdesigns, das Atelier betritt, erzählen mir die beiden von ihrem gemeinsamen Projekt. Seit Juni treffen sie sich nämlich jeden Montag zum Kunst Machen im wahrsten Sinn der Worte: Jeder bringt irgendetwas mit und dann wird einfach losgelegt - Tinte klecksen, Kartoffeldruck, experimentelles Ausprobieren mit Spaß und Kribbeln im Kopf und ohne konzeptionelle Vorgaben. Beide gemeinsam am, im und mit demselben Blatt. Fertig ist es nach gemeinsamer Absprache. Charlotte bringt Farbe in Tanjas Zeichnungen. Die Ergebnisse sind wild, bunt und einfach schön.
Auf die geplante Abschluß-Ausstellung freue ich mich schon und werde sie auf alle Fälle hier ankündigen.



Weitere Ateliergeschichten findest Du hier.