Donnerstag, 21. Oktober 2010

Eintagsladenprotagonisten - Birgit Simons


Birgit Simons mit BBags ist die dritte im Bunde. Viel Spaß!






1. Bitte stell Dich kurz vor :


Ich bin Grafik-Designerin in Frankfurt, doch mein besonderes Faible galt immer schon Mode, Nähen und Handtaschen. Seit ich drei Jahre in Japan gelebt habe, sind meine Leidenschaft traditionelle Kimono- und Obi-Vintage-Seidenstoffe, aus denen ich alles vom Schmuckstück bis zur Handtasche anfertige.


2. Was / welche Produkte entwirfst Du und wie heißt Dein Label?


Unter dem Label BBags entwerfe ich Taschen, Clutches, Armbänder, Halsketten, Etuis und vieles mehr.

Hauptsächlich mit japanischen Vintagematerialien wie Kimonoseide und Obibrokat direkt aus Japan und stets aus zweiter Hand. Gebrauchte Textilien haben einen faszinierenden Charme. Und noch dazu es ist umweltfreundliches Recycling.


3. Was inspiriert Dich? Hast Du Design-Vorbilder?


Mich inspiriert alles, was ich um mich herum wahrnehme; kurzlebige Trends dagegen sind nicht so mein Fall.
Toll finde ich, wenn eine kleine Idee mit Herzblut ganz groß wird. Und Ideen mit Message von Querdenkern, unabhängig von wem sie sind.


4. Beschreibe Deinen kreativen Arbeitsprozess oder -tag:


Ich arbeite am liebsten spontan und impulsiv. Wenig planen, sondern schöne Materialien vor mir ausbreiten und loslegen. Oft ist die Idee schon lange im Kopf und will dann irgendwann raus.


5. Beschreibe Deinen Stil. Was macht Deine Produkte besonders?


Exotisch, eigenwillig, romantisch, bunt, individuell, auffällig - und natürlich japanisch.


6. Wer kauft Deine Dinge und wen machst Du mit Deinen Entwürfen glücklich?


Individualistinnen, die etwas Besonderes suchen, das sonst niemand hat. Frauen, die Handarbeit und besondere Materialien zu schätzen wissen. Manchmal gehört auch etwas Mut dazu. Viele sind selbst Japan-Fans und kennen die Muster und Stoffe.


7. Was ist Dein Ziel / Dein Wunsch / Dein Traum?


Ich will mir immer treu bleiben und meine eigenen Ideen umsetzen, in einem Atelier mit Stoffen bis unter die Decke. Massenproduktion ist kein Ziel, dafür viele neue besondere Unikate, die durch die ganze Welt laufen.


8. Und zum Schluss ein Motto oder ein kluges Wort:


Don't dream it - be it!







Mittwoch, 20. Oktober 2010

Eintagsladenprotagonisten - Katrin van de Loo


Die zweite Eintagsladenprotagonistin, die sich meinen Fragen stellt ist Katrin van de Loo mit ihrem Label nirtaK






1. Bitte stell Dich kurz vor:


Katrin heiß ich, bin einundreißig Jahre alt, habe einst ein anständiges Handwerk (Raumausstatter) gelernt, war Bühnendekorateurin bei Oper/Theater/Schauspiel und auch Requisiteurin beim Film. Dann musste ich dringend mal was studieren, habe mich für Marketing- und Kommunikationswirtschaft entschieden und bin in diesem Bereich selbstständig – mehr oder weniger ein Schreibtischtäterjob.


2. Was / welche Produkte entwirfst Du und wie heißt Dein Label?


In erster Linie bin ich ein Umfunktionierer. MÜLL ist meine Passion. Es gibt fast nix, das nicht noch ein zweites Leben als Tasche, Täschchen, Wohnaccessoire oder Schmuck verdient hätte. Daher auch der Name meines Labels „nirtak“, also Katrin rückwärts – zweites Namenleben eben.

Seit kurzem verkaufe ich auch meine Ideen und Anleitungen für die, die mal selber was ausprobieren möchten unter dem Label DiDinga.


3. Was inspiriert Dich? Hast Du Design-Vorbilder?


Vorbilder sind die afrikanischen Recyclingkünstler. Wahnsinn, was dort (aber z.B. auch in Lateinamerika) aus vermeintlichem Müll passiert.

Ich gehe mit offenen Augen durch die Gegend, da kommt die Inspiration meist gleich mal kurz auf ein Schwätzchen vorbei. Außerdem wird der Kreis derer, die meine Leidenschaft für Müll kennen immer größer, was zur Folge hat, dass jeder mir ein wenig Abfall von Fernreisen mitbringt. Mein Vater kam vor kurzem mit zwei Pfund leeren Chipstüten und einem Schuhkarton voller Kronkorken aus Australien zurück –welch ein Fest!


4. Beschreibe Deinen kreativen Arbeitsprozess oder -tag:


Ich sammle viele Dinge, manche gezielt, manche erstmal „nur so“ in meiner kleinen Werkstatt. Manchmal habe ich konkrete Vorstellungen von dem, was ich machen will, manchmal belehrt mich die Materialeigenschaft und es kommt am Schluss was ganz anderes heraus. Am Anfang steht oft eine fürchterliche Kritzelzeichnung aus der dann nach und nach Schnittmuster, Maßplänchen u.ä. werden. Meistens brauche ich auch mehrere Anläufe und Versuche, bis das ´rauskommt, was ich will. Bei den Portemonnaies aus alten Musikkassetten z.B., habe ich tagelang getüftelt, zugeschnitten, genäht, wieder von vorne angefangen …


5. Beschreibe Deinen Stil? Was macht Deine Produkte besonders?


Schönschrägschrill und manchmal ein wenig morbid.


6. Wer kauft Deine Dinge und wen machst Du mit Deinen Entwürfen glücklich?


Das ist sehr unterschiedlich. Was auffällig ist, dass die mitgeschleppten Männer auf den Kunsthandwerkermärkten sich oft an meinem Stand tummeln.

(AHA! (Anmerkung der Redaktion))


7. Was ist Dein Ziel / Dein Wunsch / Dein Traum?


Im Moment träume ich von mehr Werkel- und Tüftel-Zeit. Noch mehr Menschen sollten sich vom Einheitsmainstreammassenkonsum loseisen und sich auch trauen, selber kreativ zu werden.


8. Und zum Schluss ein Motto oder ein kluges Wort von Dir:


Alles hat zwei Seiten, irgendwo steckt immer was Gutes drin und (sich) Probieren kommt immernoch vor Studieren!





Dienstag, 19. Oktober 2010

Eintagsladenprotagonisten - Tanya Holleis


Heute beginne ich mit der Interviewreihe aller Eintagsladenprotagonisten. Damit Eure Vorfreude mit jedem Tag ein bisschen größer wird.

Die erste ist Tanya Holleis mit ihrem Label Tiger & Roses.




1. Bitte stell Dich kurz vor:

Tanya, 41 Jahre alt, gelernte Damenschneiderin mit 9 Jahren Berufserfahrung in der Textilbranche, dann Quereinstieg in eine andere (besser bezahlte) Branche, die mir ermöglicht Teilzeit zu arbeiten und nachmittags "mein Ding" zu nähen

2. Was / welche Produkte entwirfst Du und wie heißt Dein Label?

Tiger & Roses (mein Lieblingstier und -blume): eine Kollektion mit Kindertaschen und Turnbeutel mit Tieren vorne drauf. Der Clou: zu jeder Tasche gehört eine kleine Geschichte. Auf der Seite und hinten befinden sich weitere Motive, die zusammen diese Geschichte ergeben, die das Kind dann weitererzählen kann...

3. Was inspiriert Dich? Hast Du Design-Vorbilder?

Ich liebe 70er Jahre Plastik und Antiquitäten, das mische ich gerne. Panton, Jacobsen, Eames, yes, please!

Meine Taschen bauen aber eher auf Qualität, Haltbarkeit und Phantasie auf.
Die Inspiration dazu kommt aus meinem Kopf, der muß sich einfach immer komische Dinge ausdenken, ich kann nichts dagegen tun ... :-)

4. Beschreibe Deinen kreativen Arbeitsprozess oder -tag:

Wie bereits gesagt, halbtags. Meistens nähe ich, ich bin aber auch der Verkauf, Vertrieb, Einkauf, Webdesigner, etc., da gibt es immer was zu tun!
Zur Zeit mache ich eine kleine Pause wegen Umzug in den Taunus ...

5. Wie beschreibst Du Deinen Stil? Was macht Deine Produkte besonders?

Liebe, Handarbeit, Haltbarkeit ... Ich habe mir viele Gedanken gemacht, die Taschen Kind-sicher und phantasievoll zu gestalten.

Mein Stil ist ein bischen ungewöhnlich, aber nicht extrem, immer mit hoher Qualität im Hinterkopf!

6. Wer kauft Deine Dinge und wen machst Du mit Deinen Entwürfen glücklich?

Die Eltern der Kinder. Ältere Kinder, kann bis Mitte 60 gehen!!! Freude durch Individualität und Qualität! Liebe!

7. Was ist Dein Ziel / Dein Wunsch / Dein Traum?

Aus den Geschichten zu den Taschen richtige Kinderbücher werden lassen. Mein Traum! Ich arbeite dran! :-)
Jemanden zu treffen, der mit einer meiner Taschen unterwegs ist - ein Freund rief letztens an, er hätte eine Frau mit einer "Fridolina" in der Stadt gesehen, das war klasse - mir persönlich ist das leider noch nicht passiert!

8. Und zum Schluss ein Motto oder ein kluges Wort von Dir:

Krieg Deinen Arsch vom Sofa und fang einfach an!



Der Flyer zum Eintagsladen am 7. November 2010


Der aufmerksame Leser des Sidebars hat es schon festgestellt:
Der Countdown läuft! Nicht mehr lang bis zum 7. November und damit bis zum Eintagsladen in der Centralstation.
Gestern ist auch die Vorderseite des Flyers fertig geworden. Großer Dank gebührt Wanja Olten (hier).



Montag, 18. Oktober 2010

street art monday für die Kleinen


Irgendwo muss man ja anfangen ...


Chalk from Rivkah Gevinson on Vimeo.


Freitag, 15. Oktober 2010

Nick Cave Soundsuits


Ich habe solche Lust mal wieder wegzufahren und eigentlich wollte ich ein bisschen davon träumen nach N.Y. zu fliegen und ins Museum of Arts and Design zu gehen. Dort läuft noch bis 24. Oktober die Ausstellung: Dead Or Alive - Nature Becomes Art.
Und dann entdecke ich dort Nick Cave. Nicht den australischen singenden Autoren oder schreibenden Sänger, sondern den amerikanischen Künstler. Der kreiert aus allen Materialien der Welt seine Soundsuits. Viel Spaß!







Donnerstag, 14. Oktober 2010

Imagine


Manchmal ist alles grau um einen herum. Und irgendwie sieht man dann selber auch ganz grau aus. Wie schön, wenn dann ein Freund vor einem steht und sagt: "Imagine ... " und plötzlich ist alles irgendwie rosa.

Shawdowbox aus einer kleinen alten Apothekerkiste. Zum an die Wand hängen. Gibt es hier.




Dienstag, 12. Oktober 2010

Creating Love - der DAWANDA Film ist da


Nun ist er da - der Film. Sehr schön, wenn auch mit ein wenig Gefahr versehen, einen epileptischen Anfall zu bekommen 1650 Bilder in 2 Minuten und 45 Sekunden, ein echtes Rauschmittel. Und darum mag ich ihn.




Wer es schafft die Nummer 1580 zu stoppen, kann sich meinen Beitrag genauer angucken.

Hier gibt es eine Making Of Seite. Erstaunlich wie stolz es mich macht, dass sie eines meiner Bilder zeigen. Nämlich das hier:



Montag, 11. Oktober 2010

leaf art


Draußen sind Herbstferien und Sonne. Muss man also hin und kommt dann mit Händen voller Natur wieder nach hause. Kann man zum Beispiel so etwas draus machen und schön finden, so wie wir hier.

Ein wenig ausgefeilter wäre das Beispiel auf dem Bild. Das how to pdf ist aber eher niedlich.
Und weil ja heute eigentlich street art monday ist, spinne ich die Idee mal weiter:
einfach die Blätter hängen lassen, solange sie noch wollen. Das wäre wie eine Outdoor-Gallerie vergänglicher Kunst und hätte so etwas viel Größeres, als das getrocknete Blatt hinter Glas.


Freitag, 8. Oktober 2010

Buchkunst zur Buchmesse


Natürlich sollte man sie erst lesen, nicht alle, aber doch einige. Aber dann?
Was die englische Künstlerin Su Blackwell mit Büchern macht, ist einfach wunderschön. Poesie mit Poesie.




Donnerstag, 7. Oktober 2010

Laborproben


Impressionen von den Laborproben des Labors (Anke Kuhl, Philip Waechter, Kirsten und Zuni von Zubinski, Natascha Vlahovic, Alexandra Maxeiner, Claudia Weikert, Moni Port, Jörg Mühle, Christopher Fellehner und Carsten Rosenbohm)











Mittwoch, 6. Oktober 2010

Fliegenpilze


Inspiriert vom Projekt "a collection a day" der Amerikanerin Lisa Condon werde ich mal auf die Suche durch mein Leben gehen und Sammlungen aufstöbern, die sich quasi selber gesammelt haben.

Heute also diese hier: Fliegenpilze



an der Wand habe ich auch welche



(zum Beispiel von Mima Bröllos und Dina Rautenberg)

Grund genug, ein bisschen Wissen von Wikipedia zu verbreiten.

"Der Fliegenpilz wurde und wird in manchen Kulturen als Rauschmittel verwendet. Seit Jahrtausenden sammeln ihn die Schamanen einiger sibirischer Völker (nachgewiesen bei Wogulen, Ostjaken, Kamtschadalen) wegen seiner ekstase-auslösenden Eigenschaft. Der Fliegenpilz gilt bei einigen dieser Völker als das materiell gewordene göttliche Fleisch, das den Konsumenten mit der spirituellen Welt verschmelzen lässt."

"Louis Lewin, der Begründer der modernen Toxikologie, bezieht sich in seinem Werk „Phantastica“, in dem er u. a. auch die Wirkungen des Fliegenpilzes beschreibt, auf den russischen Forschungsreisenden Stepan Krascheninnikow, der im Jahre 1755 einen Bericht über Kamtschatka veröffentlichte, der 1776 in deutscher Sprache erschien. Darin beschreibt er das Phänomen derMakropsie, welche sich so äußert:[7]

Ein solcher Mensch sieht bei erweiterten Pupillen alle ihm vorgelegten Gegenstände in ungeheurer Vergrößerung und äußert sich darüber. Ein kleines Loch erscheint ihm als schrecklicher Abgrund und ein Löffel voll Wasser ein See zu sein. Entsprechend diesem Trugsehen kann er auch zu einer Handlung veranlasst werden. Legt man ihm – was Korjäken mit einem so Berauschten aus Scherz tun – nachdem er zum Gehen veranlasst worden ist, ein kleines Hindernis, z. B. ein Stöckchen in den Weg, so bleibt er stehen, mustert dasselbe und springt schließlich mit einem gewaltigen Satz darüber hinweg.

Dienstag, 5. Oktober 2010

street art monday


Ist ja eigentlich gar kein Montag heute, aber gestern war so viel anderes.

Letztens entdeckt - wo die Streetart auf den Guerilla Gardener trifft. Werde ich mal im Auge behalten und hin und wieder gießen.



Montag, 4. Oktober 2010

Kinderlesungen heute


Heute habe ich in der Grundschule am Diebsturm in Grünberg aus meinem "Klopstock" gelesen. Schön war es. Und falls ich jemals vergessen sollte, warum ich schreibe, dann werde ich mich an die großen Augen eines kleinen Jungen erinnern, der mich fragte, nachdem ich das Buch wieder zuschlug (natürlich an der spannendsten Stelle):
"Weißt du denn, wer der Klassenkassendieb ist?"
Ich habe genickt.
"Woher weißt du denn das alles?", fragte darauf hin ein kleines Mädchen.
"Ich habe Herrn Klopstock getroffen, der hat mir das alles erzählt", antwortete ich.
Das ganz große Erstaunen bricht sich Bahn. Das kann doch nicht sein, oder? Den Klopstock, den gibt es doch gar nicht in echt.
"Quatsch", ruft da ein pfiffiges Kerlchen, "die ist doch Schriftstellerin. Die denkt sich das alles aus."
Ach, manchen kann man einfach nichts mehr vormachen.




unser Verkauf am Sonntag



Die Idee des Wohnzimmerverkaufs hat mir schon immer gefallen. Und bei Nicole zuhause ist es extra schön.



... duftes Monsterpärchen ...



Manus Hasenmädchen, mein alltime favorite. Obwohl die Äpfel auch klasse sind.



Meine "Weihnachtsecke" - am liebsten habe ich die Kerzenleuchter aus den abgebrochenen Armen eines alten Meissener Porzellankerzenleuchters, die ich (ähm ... gelogen ... ich hatte Hilfe ... ganz lieben Dank an Herrn Meyer, ;-)) auf Astscheiben montiert habe.

Freitag, 1. Oktober 2010

Oktoberverkauf


Es ist wieder so weit. Manuela Olten, Nicole Park und ich veranstalten am Sonntag, dem 3.10., unseren Oktoberverkauf bei Nicole in der Senefelderstraße 79 in Offenbach. Sehr schön ist es da immer. In privater aber launiger Runde findet Ihr dort alles, was man so verschenken könnte oder lieber doch selbst behalten möchte. Ist ja auch bald Weihnachten.
Kaffee und Kuchen gibt es auch und Prosecco sowieso. Kommt vorbei, wir freuen uns.